Im Rahmen der Forschungswerkstatt „Moralische Kommunikation“, die am 29./30. Januar stattfindet, wird Prof. Florian Muhle einen Vortrag zum Thema „Einsichten und Überlegungen zu Dynamiken der Moralkommunikation in den sozialen Medien“ halten. Die zweitägige Veranstaltung des Binationalen Zentrums für Qualitative Methoden (BZQM) beginnt am Mittwoch in Konstanz und wird am Donnerstagvormittag in Kreuzlingen (CH) fortgesetzt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, um eine Anmeldung voarb per Mail (jonas.zoller@uni-konstanz.de) wird gebeten.
"Eine Welle der Empörung" – Einsichten und Überlegungen zu Dynamiken der Moralkommunikation in den sozialen Medien (Prof. Florian Muhle)
Donnerstag, 30.01., 11:15-12.30 Uhr, PH Thurgau / M 105
Die moderne Gesellschaft verfügt über keine einheitliche
Moral mehr. Gerade darum ist ‚Moralisierung‘ allgegenwärtig und fester
Bestandteil öffentlicher und politischer Kommunikation. Dies galt schon zu
Zeiten der ‚alten‘ Massenmedien, aber umso mehr noch im aktuellem hybriden
Mediensystem, dessen selbstverständlicher Bestandteil die sozialen Medien
geworden sind. Die allgegenwärtige Gefahr, mit unbedachtem Verhalten oder einer
unüberlegten Äußerung einen ‚shitstorm‘ auszulösen ist hierfür das beste Beispiel.
Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag einerseits grundsätzliche
Überlegungen zur Bedeutung der Moral(isierung) in der öffentlichen
Medienkommunikation vorgestellt. Andererseits werden diese Überlegungen am
empirischen Beispiel der medialen Empörung über einen Fauxpas des damaligen
Kanzlerkandidaten Armin Laschet im Jahr 2021 konkretisiert. Gezeigt werden
dabei Dynamiken und Wechselwirkungen zwischen sozialen und publizistischen
Medien, aber auch konkretes Datenmaterial (Zeitungsausschnitte und Online-Kommentare),
die Anlass für gemeinsame Diskussion und Analyse bieten sollen.
Weitere Infos zur Veranstaltung und dem weiteren Programm finden Sie auf der Seite des BZQM.