"Finanzielle Entwicklung und Einführung erneuerbarer Energien in EU- und ASEAN-Ländern" Zeitschrift: Veröffentlicht in Energy Economics - Sonderausgabe zur Geldpolitik
Der Übergang von kohlenstoffbasierter zu grüner Energie ist für die Bekämpfung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung. Dieser Übergang ist jedoch teuer, und die Verfügbarkeit von Finanzierungsquellen ist eine notwendige Voraussetzung für die grüne Transformation der Wirtschaft. Wir untersuchen daher die Rolle von Finanzinstituten und Kapitalmärkten bei der Erleichterung dieses Wandels, wobei wir uns auf eine heterogene Stichprobe von 32 EU- und ASEAN-Ländern konzentrieren, die die Jahre 2000 bis 2020 abdecken. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Finanzinstitute und Banken nach wie vor kohlenstoffintensive Energieerzeugung bevorzugen, was sich negativ auf den Verbrauch erneuerbarer Energien auswirkt. Im Gegensatz dazu zeigen die entwickelten Kapitalmärkte einen positiven Einfluss auf grüne Energieinitiativen, der in den EU-Ländern besonders ausgeprägt ist. Die Ergebnisse verdeutlichen eine Dichotomie in der finanziellen Unterstützung für die grüne Energiewende. Während traditionelle Finanzinstitute bei der Förderung erneuerbarer Energien hinterherhinken, zeigen die entwickelten Kapitalmärkte einen positiven Effekt auf die grüne Energieerzeugung. Abschließend plädieren wir für eine zunehmende Finanzialisierung der Märkte für erneuerbare Energien und eine verstärkte regulatorische Unterstützung für Banken und Finanzinstitute bei der Unterstützung von Geschäftsmodellen für erneuerbare Energien.