Gemeinsam mit 20 internationalen Experten und der Westminster Foundation for Democracy (WFD) aus London hat Prof. von Lucke die „Leitlinien für KI in Parlamenten“ aktualisiert und in deutscher Sprache veröffentlicht. Künstliche Intelligenz (KI) birgt ein enormes Potenzial, die parlamentarischen Prozesse zu transformieren und die Effizienz sowie Transparenz der parlamentarischen Arbeit zu steigern. Doch neben den Chancen gibt es auch Risiken, die es zu berücksichtigen gilt. Die neuen Leitlinien sollen Parlamenten und anderen interessierten Organisationen im öffentlichen Sektor helfen, KI verantwortungsvoll zu nutzen. Ziel ist es, für Parlamente den Nutzen zu maximieren und gleichzeitig die potenziellen Gefahren sowohl heute als auch in Zukunft zu minimieren.
Die Leitlinien umfassen 40 Vorschläge, die in sechs zentrale Bereiche unterteilt und einer detaillierten Analyse unterzogen wurden. Diese Bereiche sind:
Die Leitlinien sind Bestandteil eines kontinuierlichen Lern- und Überprüfungsprozesses. Die Arbeitsgruppe unterstützt weiterhin die parlamentarischen Community und bietet Parlamenten Hilfe und Beratung bei der Integration von KI in ihre Arbeit an. Diese Unterstützung ist entscheidend, damit Parlamente fundierte Entscheidungen treffen und maßgeschneiderte Best Practices umsetzen können.
Dr. Fotis Fitsilis aus
dem griechischen Parlament zeigt, warum Parlamente KI in den Griff bekommen
müssen. So betont er: „Neue Technologien müssen der Demokratie dienen und
dürfen sie nicht beschädigen. Parlamente brauchen Leitlinien, um KI
verantwortungsvoll in ihre Arbeit zu integrieren.“ Prof. Dr. Jörn von Lucke
ergänzt dies: „Gerade der internationale Austausch hilft uns sehr inhaltlich
voranzukommen. Weltweit stehen alle Parlamente vor denselben Herausforderungen
im Umgang mit KI. Tatsächlich werden aber unterschiedliche Pfade eingeschlagen.
Mit den Leitlinien tragen wir den aktuellen Wissensstand verständlich zusammen,
von dem auch andere Bereiche des öffentlichen Sektors durchaus profitieren
können."