Am 23. April 2026 traf sich die Arbeitsgruppe „Relational Space Economy“ zum ersten Mal in den Räumlichkeiten des IQIB (Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung) in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, einen relationalen Ansatz für wirtschaftliche Aktivitäten im Weltraum und daraus resultierenden Folgeprobleme zu entwickeln. Unter dem Begriff „Relational Space Economy“ bündeln das Leadership Excellence Institute Zeppelin | LEIZ und das IQIB ihre Kräfte, um einen Beitrag zur wissenschaftlichen und praktischen Diskussion zu leisten. Die Geschäftsführer des IQIB, Roman Noetzel und Wigand Fleischer, sowie mehrere Expertinnen und Experten des IQIB nahmen an dem Workshop teil und trugen zu dem lebhaften Austausch bei.
In seinem Vortrag stellte LEIZ-Direktor Professor Dr. Josef Wieland die Voraussetzungen für einen potenziell relationalen Ansatz zur Weltraumwirtschaft dar und erörterte weltraumbezogene Dienstleistungen und Güter aus der Perspektive der Relational Economics. Darüber hinaus beschrieb er, wie die Weltraumwirtschaft weitgehend von territorialen Grenzen abgekoppelt ist, und hob die Notwendigkeit der Kooperation aller Stakeholder hervor.
Im Rahmen des Workshops hielt Rafael Mentges, Referent in der Abteilung Strategie und Kommunikation in der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
einen Vortrag über aktuelle Methoden zur Messung der Weltraumwirtschaft. Angesichts der starken Fragmentierung des Sektors ging er auf empirische Ansätze ein, um Up- und Downstream der Weltraumwirtschaft von weltraumbezogenen Gütern und Dienstleistungen trennscharf abzugrenzen.
In einem stark fragmentierten Feld wie der Weltraumwirtschaft gewinnt der Wissensaustausch zunehmend an Bedeutung. LEIZ-Geschäftsführerin Dr. Jessica Schwengber ging in ihrem Vortrag auf diesen Umstand ein und stellte ein Modell für organisationsübergreifende und organisationsinterne Lernprozesse vor, das darauf abzielt, Innovationen zu fördern.
Innovationsprozesse in der Weltraumwirtschaft hängen wiederum stark von Organisationen ab, die Kooperation und Koordination auch bei unübersichtlichen institutionellen Rahmenbedingungen stabilisieren können. Zum Abschluss des Workshops skizzierten Dr. Marieluna Frank (IQIB) und Jonas Stark (LEIZ) drei Ansätze, um dieses Thema empirisch zu untersuchen.
Die Arbeitsgruppe ist eine Kooperation des LEIZ und des IQIB, einer Tochtergesellschaft des DLR. Ihre Ergebnisse sollen zur entstehenden akademischen Debatte wie auch zur lebhaften praktischen Diskussion in Wirtschaft und Politik beitragen.