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15.04.2021

Studentische Start-ups der ZU mit Innovationspreis ausgezeichnet

Mit NIDISI und Organifarms sind zwei studentische Start-ups der ZU mit dem mit jeweils 5.000 Euro dotierten ifok.innovationspreis „Wandel gestalten“ ausgezeichnet worden. Anlässlich des 25-jährigen Firmenjubiläums der ifok GmbH hatte die marktführende Kommunikations- und Strategieberatung für Beteiligung aus dem hessischen Bensheim den Wettbewerb bundesweit ausgelobt für junge Menschen, die mit ihren Ideen aktuelle Herausforderungen aufgreifen und klare Lösungsansätze bieten. Die gewürdigten Projekte stehen für kluge Lösungen für den Klima- und Umweltschutz im Straßenbau und für die Digitalisierung in der Landwirtschaft.

Virtuelle Verleihung des ifok.innovationspreises: ifok-Geschäftsführer Prof. Dr. Dirk Rompf (obere Reihe, 2. v. r.) und Henning Banthien (mittlere Reihe, 2. v. l.) sowie ifok-Gründer und Beirat Dr. Hans-Peter Meister (untere Reihe, l.) mit Fabien Matthias von NIDISI (mittlere Reihe, 2. v. r.) und Hannah Brown von Organifarms (untere Reihe, r.) sowie weiteren Jurymitgliedern, Preisträgern und Nominierten. (Screenshot: ifok GmbH)


„Die große Bandbreite der inzwischen weit mehr als 100 studentischen Gründungen ist nicht nur Ausdruck für den an der ZU weiterhin herrschenden Pionier- und Gründergeist, sondern auch Ausweis für die einzigartige Kreativität und den unbändigen Willen, mit denen unsere Studierenden die vor uns liegenden gesellschaftlichen Herausforderungen anzunehmen und zu meistern versuchen“, sagt ZU-Präsident Professor Dr. Klaus Mühlhahn. „Wir sind stolz auf die Preisträgerinnen und Preisträger und gratulieren zu dieser großartigen Ehrung!“


Das Sozialunternehmen NIDISI gGmbH setzt sich in Nepal für nachhaltigen Straßenbau ein und leistet damit gleichzeitig einen Beitrag, um das globale Plastikproblem zu lösen. Das dabei zum Einsatz kommende Verfahren, bei dem nicht-recycelbarer Plastikmüll bis zu zwölf Prozent des für den Straßenbau verwendeten, teuren Erdölprodukts Bitumen ersetzt, wurde mit ihrer Ausgründung EcoPals und gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie und dem Institut für Verkehrswesen der Universität Kassel entwickelt. Ziel ist ein ressourcenschonender Straßenbau mit niedrigerem Rohölverbrauch. Der Kunststoffmüll wird sinnvoll genutzt und nicht, wie bisher, verbrannt. „Das gesamte Projektteam freut sich über die Auszeichnung und das damit verbundene Preisgeld, das für den Bau einer Pilotstraße im nepalesischen Bezirk Kathmandu eingesetzt wird“, erläutert Fabien Matthias, Mitgründer der NIDISI gGmbH.


Das Konstanzer Start-up Organifarms arbeitet an einem Roboter-Prototyp zur Automatisierung von vertikalen Farmen. Das achtköpfige Team hat dazu eine Bilderkennungssoftware entwickelt. Darüber erkennt der Roboter, welche Pflanzen er ernten oder entsorgen kann. Vertikale Farmen bieten eine klima- und umweltgerechte Lösung für die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung. „Wir bedanken uns herzlich bei der ifok GmbH und freuen uns über das Preisgeld, welches in die Weiterentwicklung des Prototyps fließt, um diesen im Dauerbetrieb zu testen und die Marktreife zu erreichen“, bemerkt Dominik Feiden, der gemeinsam mit Hannah Brown und Marian Bolz Organifarms gegründet hat.


Neben den beiden ZU-Projekten ging der ifok.innovationspreis „Wandel gestalten“ auch an Robin Loh, der mit seinem Konzept für Zukunftswerkstätten die Rechte von Kindern und Jugendlichen in der Heimerziehung stärken möchte. In gemeinsamen Workshops entwickeln junge Menschen mit der Heimleitung Maßnahmen, um Missständen in Heimen entgegenzuwirken.