Diese Veröffentlichung untersucht die zentrale Bedeutung internationaler Rituale wie der Münchner Sicherheitskonferenz für die Aufrechterhaltung emotionaler Kohäsion, gemeinsamer Identität und politischer Ordnung in der internationalen Diplomatie. Prof. Dr. Simon Koschut argumentiert, dass solche Veranstaltungen weit über symbolische Gesten hinausgehen. Sie produzieren aktiv Vertrauen und Stabilität zwischen Staaten. Welche Auswirkungen haben ein Scheitern dieser Rituale? Prof. Dr. Simon Koschut zeigt auf, wie ritualisiertes diplomatisches Versagen performative Abläufe stört, Vertrauen untergräbt und die symbolischen Grundlagen internationaler Zusammenarbeit offenlegt. Es wird deutlich, wie schnell scheinbar stabile Identitäten und Allianzen durch ritual failure in Frage gestellt werden können.
