Vom 9. bis 11. Juli 2026 hat die European Group for Organizational Studies (EGOS) ihr 42. Colloquium ausgerichtet. Die Universität Bergamo hat die Tagung in einem überwiegend digitalen Format organisiert. Unter dem Leitthema „Reframing Organizations in the More-than-Human Society“ haben sich Fachleute aus der Organisationswissenschaft ausgetauscht. Jonas Stark, Akademischer Mitarbeiter am Leadership Excellence Institute Zeppelin (LEIZ) hat dort das zweite Paper seiner Dissertation vorgestellt.
Jonas Stark hat analysiert, inwiefern Organisationen ihre Partnerselektion während Krisen anpassen, also die Auswahl der Unternehmen, mit denen sie kooperieren. Dafür hat er kollaborative Patentanmeldungen während der Covid-19-Pandemie und der globalen Finanzkrise von 2008 und 2009 ausgewertet.
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Unternehmen ihre Strategien zur Partnerauswahl in Krisenzeiten verändern. Diese strategischen Reaktionen fallen je nach Branche und Krise unterschiedlich aus. Ein einheitliches Muster, dem alle Organisationen folgen, hat sich in den Daten nicht gefunden.
Sein Paper hat Stark in der Session „Network Agency, Creativity, and Innovation: The Mutual Interdependence between Network Actors and Social Structures“ präsentiert. Geleitet haben die Session Stefan Breet (Radboud University), Francesca Pallotti (University of Exeter), Stefano Tasselli (University of Exeter) und Leon Oerlemans (Tilburg University).