mit Clara Jenny Böning, Akademische Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen
Vortrag von Clara Jenny Böning im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung „Rechtspopulismus, Autokratische Entwicklungen und Trump. Ist die Demokratie, wie wir sie kennen oder zu kennen geglaubt haben, eine bedrohte Spezies?“
Wie lässt sich erklären, dass Frauen in vielen rechtspopulistischen Parteien Europas an der Spitze stehen? Warum stellen sich rechtspopulistische Politikerinnen gegen Feminismus und berufen sich gleichzeitig auf Frauenrechte? Und warum wählen gerade junge Männer die AfD? Eine Geschlechterperspektive eröffnet einen frischen Blick auf Rechtspopulismus und Autokratisierung. Sie zeigt, wie Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit, Familie und Sexualität politisch mobilisiert werden und was das für die deutsche, europäische und internationale Politik bedeutet.
Die Ringvorlesung beschäftigt sich mit diesen Themen aus unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Perspektiven. Wie verändert sich der Charakter der Demokratie durch aktuelle politische Entwicklungen? Wie wandelt sich unsere Vorstellung vom Lauf der Geschichte, wenn der weltweite Siegeszug der liberalen Demokratie – wie von dem US-amerikanischen Politologen Francis Fukuyama so prägnant Anfang der 1990er Jahre zum Ausdruck gebracht – alles andere als ein unvermeidbarer Trend ist? Und welche institutionellen Vorkehrungen sind am ehesten in der Lage, die liberale Demokratie resilient zu machen? Diese und viele weitere Fragen stehen im Fokus der von Prof Dr Joachim Behnke vom Lehrstuhl für Politikwissenschaft initiierten Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen.