Mai 202404Sa
artsprogram
17.00 Uhr – 18.30 Uhr
Friedrichshafen | ZF Campus, White Box

Öffentlicher Talk | Joseph Beuys, Achberg und die Free International University (FIU)

mit den Zeitzeugen Rainer Rappmann, Autor, Verleger und Gründer des FIU-Verlags und Ulrike Shepherd, Kuratorin und Künstlerin

Öffentlicher Talk | Joseph Beuys, Achberg und die Free International University (FIU)

Foto: Roland Rasemann/Achberger Beuys Archiv


Was veranlasste die Künstler Joseph Beuys, Klaus Staeck und den Journalisten Willi Bongard am 27. April 1973 die Free International University (FIU) zu gründen? Welches Programm und welches Kunstverständnis steckten dahinter, welche pädagogischen, künstlerischen, politischen und sozialen Konzepte waren dabei maßgebend und welche Rolle spielten einzelne Denkansätze Rudolf Steiners in diesem Zusammenhang?


Die FIU, die als Verein bis 1988 bestand, operierte ohne festen Standort in Düsseldorf, auf der documenta 6 und 7 in Kassel, in Edinburgh, Belfast, Pescara, Cambridge und New York, aber auch regelmäßig über Jahre hinweg in Achberg im Bodensee-Hinterland. Das Konzept für eine „Freie internationale Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung“ entwickelte Beuys schon 1972 als eine Weiterentwicklung der offenen Veranstaltungsformate auf der documenta 5. Inspiriert war es unter anderem vom Diskursstil der Studentenbewegung, dem Konzept der direkten Demokratie und dem anthroposophischen Prinzip der Dreigliederung.


Was aber können wir heute von diesem Projekt lernen? Im Rahmen des Veranstaltungsprogramms „Academic Cannibalism“, das sich mit den aktuellen Entwicklungen der Hochschullandschaft befasst, lädt das artsprogram zu einem Talk ein, der dieser Frage nachgeht. Der Verleger Rainer Rappmann, der im benachbarten Achberg an der Organisation einer Reihe von FIU-Veranstaltungen beteiligt war und bis heute den FIU-Verlag führt, stellt das Konzept dieser alternativen Bildungsidee anhand von Dokumenten und Materialien vor. Moderiert von ZU-Professorin Karen van den Berg diskutiert er gemeinsam mit der Kuratorin und Künstlerin Ulrike Shepherd und Gästen dieses freie und radikal demokratisch gedachte Bildungsformat und die davon ausgehenden Impulse.

Sprache
Deutsch
Veranstaltungsart
Öffentlich
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