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24.09.2014

Neue kommissarische Führungsspitze an der Zeppelin Universität

Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) hat eine neue kommissarische Führungsspitze. Der Senat der ZU hat sich für Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Alfred Kieser als neuen kommissarischen Präsidenten ausgesprochen. Neuer kommissarischer Kanzler soll der bisherige Justitiar und Leiter des Büros für Studien- und Prüfungsangelegenheiten der ZU, Alexander Kübler-Kreß, werden.


Alfred Kieser wurde nach seiner einstweiligen Berufung als kommissarischer Präsident durch den Vorstand der ZU-Stiftung vom Senat heute einstimmig der ZU-Stiftung für das Amt vorgeschlagen. Der Ökonom ist seit 2011 zunächst als Gastforscher und seit 2012 als Vizepräsident für Forschung Mitglied des Präsidiums an der ZU tätig. Zuvor hatte er den Lehrstuhl für Organisation und Personalwirtschaft an der Freien Universität Berlin und danach den Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Organisation an der Universität Mannheim inne. Er gilt als einer der führenden deutschen Forscher zur Organisationstheorie und ist ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und Ehrendoktor der Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-Maximilians-Universität in München sowie der Corvinus-Universität Budapest. Als kommissarischer Präsident wird er obendrein Sprecher der Geschäftsführung der ZU.


Alexander Kübler-Kreß ist Justitiar an der ZU und leitet seit 2010 das Büro für Studien- und Prüfungsangelegenheiten. Zuvor war er bereits als Vizekanzler und amtierender Kanzler an der Fachhochschule Coburg tätig. Auch er soll zusätzlich die Funktion eines Geschäftsführers erhalten.


Kieser und Kübler-Kreß werden solange im Amt bleiben, bis ein neuer Präsident und ein neuer Kanzler gefunden und bestellt sind. Ihre Hauptaufgabe wird es sein, die Organisation in dieser Zeit zu führen und den Übergang gestaltend zu begleiten. Beide haben zudem erklärt, sich intensiv mit der Aufarbeitung der Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit zu befassen und dafür auch entsprechende Gremien an der ZU ins Leben zu rufen.


Mit der eigentlichen Präsidenten-Nachfolge befasst sich seit Mai eine Such- und Findungskommission der ZU, deren Arbeit Ende November mit einem Beschlussvorschlag an den Senat abgeschlossen sein soll. Der Senat wird dann einen Vorschlag an die ZU-Stiftung abgeben. Diese wiederum befindet sich aktuell ebenfalls in einer intensiven Suche nach einer Nachfolge in der Kanzlerschaft.


Katja Völcker, die seit August ebenfalls interimistisch wieder das Amt der Kanzlerin und Mitgeschäftsführerin bekleidete, wird sich bis zu ihrem für 2015 bereits angekündigten Rückzug auf das Bauprojekt des „ZF Campus der Zeppelin Universität“ im Fallenbrunnen 3 in Friedrichshafen konzentrieren.