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11.03.2014

„Meisterwerke“-Vorlesungsreihe an der Zeppelin Universität befasst sich mit der „Kunst des Vergessens“

Friedrichshafen. Der Kunsthistoriker und Kulturphilosoph Christian Demand ist nächster Referent in der öffentlichen Vorlesungsreihe „Meisterwerke ohne Meister“ an der Zeppelin Universität (ZU) am Dienstag, 18. März. Ab 19.30 Uhr spricht er auf dem ZU-Campus am Seemooser Horn zum Thema „Der Vetter aus Dingsda – Kunstgeschichte als Kunst des Vergessens“.

Kunstgeschichte lässt sich – wie jede Form von Geschichtsschreibung – als eine Technik des Erinnerns durch die erzählerische Vergegenwärtigung der Vergangenheit verstehen. Das ist so unstrittig und offensichtlich, dass eine wesentliche Bedeutung dieser Bestimmung meist wenig Beachtung findet: Kunstgeschichte ist nämlich zwangsläufig zugleich auch eine Technik des Vergessens. Was bedeutet das konkret? In welchem Verhältnis stehen Erinnern und Vergessen? Welche Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Kategorie des Meisterwerks? Diesen Fragen geht Christian Demand in seinem Vortrag an der ZU nach.

Christian Demand, Jahrgang 1960, lehrte als Gastprofessor für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst Wien, bevor er 2006 auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg berufen wurde. Er verließ Nürnberg 2012 und ist seither als Herausgeber der Zeitschrift Merkur sowie als freier Autor und Dozent tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Geschichte der Kunstkritik und Kunstgeschichte.