Zertifikatslehrgang | Open Government - mit digitaler Lernplattform

Transparente, partizipative und offene Politik: Geht das? Und wenn ja: Wie?

Open Government

Wie transparent kann und sollte der Staat im digitalen Zeitalter sein? Wie können offene Daten optimal genutzt werden, um die Vorgänge in der öffentlichen Verwaltung verständlich und transparent, effizienter und effektiver zu gestalten? Durch welche Methoden lässt sich Bürgerbeteiligung verbessern und auch digital erfolgreich durchführen? Und wo finden sich konkrete Umsetzungsbeispiele, die zu mehr Transparenz, Partizipation und Zusammenarbeit in Staat und Verwaltung beitragen?


Im Zertifikatskurs „Open Government“ der Zeppelin Universität werden diese und weitere Fragen behandelt. Das offene Regierungs- und Verwaltungshandeln ist ein zentrales Element, um Staat und öffentliche Verwaltung modern, digital kompetent und bürgerfreundlich zu gestalten. Durch die Digitalisierung und das Angebot offener Daten ergeben sich für Politik und Verwaltung neue Möglichkeiten der Interaktion und der Offenlegung von Entscheidungen. Der Zertifikatskurs vermittelt einen kompakten Einstieg in das vielfältige Feld und fasst damit erstmals wissenschaftliche Erkenntnisse sowie praktische Umsetzungsbeispiele auf nationaler und internationaler Ebene zusammen.

Zielgruppe

Der Kurs wird durch das Team vom The Open Government Institute | TOGI der Zeppelin Universität – bestehend aus Professor Dr. Jörn von Lucke und Katja Gollasch M.A. – angeboten. Er richtet sich an Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter im gehobenen und höheren Dienst, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit den oben genannten Fragestellungen konfrontiert sehen.

Ziel des Zertifikatslehrgangs

Nach dem erfolgreichen Absolvieren des Kurses sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Lage, aktuelle Beispiele und Projekte im Bereich Open Government in nationalen und internationalen Kontexten zu benennen und daraus Anregungen für ihren eigenen Arbeitsalltag zu gewinnen. Sie werden befähigt, die anstehenden Änderungsprozesse durch die Öffnung von Staat und Verwaltung zu beschreiben und schon vorab damit verbundene Potenziale als auch Risiken zu identifizieren. Am Ende des Kurses beherrschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die selbstständige Konzeption von Leitbildern, Zielen, Ansätzen und Strategien im Sinne eines offenen Regierungs- und Verwaltungshandelns sowie ihre praktische Umsetzung.

Inhalte des Zertifikatslehrgangs

Der Zertifikatskurs „Open Government“ umfasst alle wesentlichen Inhalte, die essenziell sind, um das Konzept eines offenen Regierungs- und Verwaltungshandelns ganzheitlich zu verstehen. Er gliedert sich in sieben Abschnitte:


  • Open Government
  • Transparenz
  • Open Data & Open Government Data
  • Open Budget
  • Bürgerbeteiligung
  • Zusammenarbeit
  • Open Government Partnership

Kursstruktur & digitale Lernplattform

Der Kurs basiert auf einer digitalen Lernplattform und umfasst fünf Ganztageseinheiten, die eigenverantwortlich zu besuchen sind. Die Zeppelin Universität bietet eine digitale Betreuung der Online-Kohorte an. Voraussetzung für ein erfolgreiches Absolvieren des Kurses ist das Bestehen einer Prüfungsleistung in Form einer Take-Home-Klausur, die halbjährlich stattfinden wird. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Meet & Greet-Event mit Professor Dr Jörn von Lucke in Friedrichshafen, bei dem die Zertifikate übergeben werden.

Im Frühjahr 2022 wird das kursbegleitende Lehrbuch von Jörn von Lucke und Katja Gollasch vom Springer Gabler Verlag publiziert und als Open Access zur Verfügung stehen.

Dozierende

Prof. Dr. Jörn von Lucke
Prof. Dr. Jörn von Lucke

„Open Government wird in Deutschland in vielen Feldern von Politik und Verwaltung bereits gelebt. Bund, Länder und Kommunen verstehen unter diesem Sammelbegriff Partizipation, Teilhabe und Engagement der Zivilgesellschaft, Transparenz und Rechenschaft, Zusammenarbeit und Innovation sowie Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung. Derzeit stellt die fortschreitende Digitalisierung von Staat und Gesellschaft öffentliche und private Organisationen sowie Bürgerinnen und Bürger vor große Herausforderungen. Im Kontext von Open Government eröffnet die Digitalisierung aber neuartige Chancen. So können Leistungen der öffentlichen Verwaltung bürgernaher neugestaltet, ländliche Räume gleichberechtigter versorgt und Bildung stärker demokratisiert werden.“

Prof. Dr. Jörn von Lucke studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Mannheim. Im Anschluss promovierte und habilitierte er an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, der heutigen Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Nach der Promotion arbeitete er im Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung in Speyer und im Bundesverwaltungsamt in Köln. Von 2007 bis 2016 war Prof. von Lucke als Senior Researcher am Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme (FOKUS) in Berlin tätig. Als Gründungsdirektor leitete er an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen von 2009 bis 2013 das Deutsche Telekom Institute for Connected Cities (TICC). Als Inhaber des Lehrstuhls für Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik war er zugleich im Smart City Projekt T-City Friedrichshafen aktiv. Heute ist er Direktor vom The Open Government Institute (TOGI) an der Zeppelin Universität. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte liegen in E-Government, Open Government, Smart Government, Realtime Government und Künstlicher Intelligenz im öffentlichen Sektor. Zugleich vertritt er die Interessen der Gesellschaft für Informatik e.V. im Rahmen der deutschen Aktivitäten zur Open Government Partnership. Er ist im Beirat des eGov-Campus und Mitherausgeber der Schriftenreihe zum eGov-Campus.

Katja Gollasch, M. A.
Katja Gollasch, M. A.

„Das Ziel von Open Government ist es, den offenen Austausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren zu fördern, bestehendes Wissen aller Beteiligten effizienter zu nutzen und daraus gemeinwohlorientierten Nutzen und Mehrwert zu generieren. Auch soll das Vertrauen der Bevölkerung in Politik und Verwaltung durch die Teilhabe am politischen Geschehen gestärkt werden – ein Punkt, der insbesondere in Krisenzeiten verstärkt an Relevanz gewinnt.“

Katja Gollasch ist seit April 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin am The Open Government Institute | TOGI der Zeppelin Universität . Sie absolvierte ihr Bachelorstudium der spanischen Studien und Rechtswissenschaften in Konstanz, bevor sie für ihr Masterstudium an der Zeppelin Universität in Politics, Administration and International Relations (PAIR) auf die andere Seeseite wechselte. Durch Arbeitserfahrung in der öffentlichen Verwaltung im In- und Ausland wurde ihr Interesse an den vielfältigen Fragestellungen in den Bereichen Electronic Government, Open Government sowie Smart Government geweckt. In ihrer Masterthesis befasste Sie sich mit dem Konzept Open Government und analysierte seine Umsetzung durch den zweiten Nationalen Aktionsplan Deutschlands im Rahmen der Open Government Partnership. Ihr Fokus liegt auf Open Government und der Frage, mittels welcher Ansätze das Regierungs- und Verwaltungshandeln transparenter, offener und partizipativer gestaltet werden kann. Die Erkenntnisse flossen in die Konzeption des genannten Kurses sowie des Lehrbuchs „Open Government. Offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln – Leitbilder, Ziele und Methoden“ (Publikation im Frühjahr 2022) mit ein.

Team

von Lucke, Jörn
von Lucke, Jörn Prof Dr
Direktor The Open Government Institute | TOGI
Tel:+49 7541 6009-1471
Raum:Semi 0.05
Zeit, um zu entscheiden

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