Studierendenprofile & Projekte

Natürlich können Sie an der Zeppelin Universität nur studieren. Aber sehr wahrscheinlich wird Ihnen das nicht gelingen. Denn die Überschaubarkeit der Universität und die vielen persönlichen Kontakte sorgen meist dafür, dass unsere Studierenden mehr machen als der Studienplan vorschreibt. Zwei von ihnen stellen wir hier vor.

Studierendenprofile

Coco Aglibut

Fragen?
Ihre Frage:

Coco Aglibut studiert im 4. Semester an der Zeppelin Universität (ZU). Als SPE-Programmschaftssprecherin setzt sie sich als studentische Vertretung für die Interessen Ihres Studiengangs ein.


Coco Aglibut | BA SPE, Start 2017

Durch ihr schulisches Engagement in der Schülervertretung und bei der Schülerzeitung „Sprachrohr“ sowie ihr außerschulisches Engagement bei verschiedenen Vereinen und Initiativen entwickelte die SPE-Studentin früh den Wunsch, sich intensiv mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Phänomenen auseinanderzusetzen. Wie können gleichaltrige Mädchen für politische Themen begeistert werden? Diese ambitionierte Frage griff die damals 16-Jährige für ein außergewöhnliches Projekt auf.


In einem Team von sechs Mädchen startete sie im Jahr 2013 die Ausarbeitung eines feministisch-politischen Taschenkalenders. Dieser sollte ihren Vorstellungen von einem praktischen und ästhetischen Layout entsprechen, gleichzeitig aber auch einen feministisch-politischen inhaltlichen Anspruch erfüllen. Ausgezeichnet wurde das Herzensprojekt der gebürtigen Berlinerin mit der „Goldenen Göre“ des Deutschen Kinderhilfswerks, Deutschlands höchstdotierter Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung.


„Wenn man sich in jungen Jahren für Fragen sozialer Ungleichheit interessiert, beschäftigt einen häufig die Frage: Was soll man studieren, um gesellschaftliche Probleme, wie Kinder- oder Altersarmut, zu verstehen und aus verschiedenen Perspektiven erklären zu können?“, sagt Aglibut über die Entscheidung, sich an der ZU zu bewerben. Doch noch vor dem Studienbeginn absolvierte Coco Aglibut in der Dominikanischen Republik ein Praktikum im Wahlkampf. Dort lernte sie zunächst die Herausforderungen der politischen Kampagnenarbeit und das Feld des Political Consultings in einem fremden Kulturkreis kennen. Danach bereiste sie mehrere Monate Ecuador, Kolumbien und Mexiko.


Heute engagiert sie sich neben dem Studium auch in studentischen Initiativen: So wirkt sie seit November 2017 am Aufbau des Zukunftsbüros mit. Dieses widmet sich als institutionelle Drehscheibe dem Nachhaltigkeitsthema zwischen Lehre, Forschung und Betrieb an der ZU. Als eines der Vorstandsmitglieder des Vereins „welt_raum e.V.“ forciert sie mit ihren Mitstudierenden Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Geflüchteten und Bürgerinnen und Bürgern in Friedrichshafen und Umgebung. Neben der Arbeit als Tutorin im Bereich der Empirischen Sozialforschung ist die Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Kunsttheorie und Inszenatorische Praxis tätig.


Zu den Chancen und Herausforderungen des SPE-Studiums sagt sie: „SPE ist ein Studiengang, der es ermöglicht, problemorientiert Ursachen und Folgen gesellschaftlichen und sozialen Handelns, politischer Entscheidungen und wirtschaftlicher Verhaltensweisen zu untersuchen.“


Für die Zeit nach ihrem Bachelorstudium schmiedet Coco bereits erste Zukunftspläne: „Ich liebe das Studium an der ZU und könnte mir vorstellen, einen Master anzuhängen und mich beispielswiese mit der Friedens- und Konfliktforschung zu beschäftigen.“
Ihre kommenden Auslandssemester an den Partneruniversitäten Quest University in Kanada und der Pontificio Universidad Católica Argentina in Buenos Aires will die 21-Jährige nutzen, um auch akademisch neue Pfade zu beschreiten, ihr Fernweh zu stillen und ihrer Leidenschaft für Sprachen nachzugehen.

Noah Peters

Fragen?
Ihre Frage:

Noah Peters hegt eine große Leidenschaft für die Verhaltensökonomie und entschied sich außergewöhnlich früh für ein Studium an der Zeppelin Universität (ZU).

Seine ersten Eindrücke von der ZU sammelte der damals 17-Jährige durch die Teilnahme an der Schülerakademie: „Mich begeisterte der Campus und die Umgebung, die Studierenden vor Ort und das Profil der Universität. Ich konnte aktiv reinschnuppern und erfahren, was das Leben und die Studienprogramme an der ZU ausmachen.“

Noah Peters | BA SPE, Start 2016

Durch die Möglichkeit, seine Interessenbereiche Wirtschaft und Politik in einem Studiengang miteinander verbinden zu können, entschied sich Noah Peters ganz bewusst für das SPE-Studium.


Die Soziologie als dritte Disziplin des Studiengangs entdeckte der heute 20-Jährige erst im Laufe der Studienzeit für sich: „Soziologie ist für mich eine intellektuelle Spielwiese. Die Kurse sind fordernd und reizvoll, man kann frei denken und kühne wissenschaftliche Thesen aufstellen.“


Als spannendste Herausforderung sieht Noah Peters den Transfer von wissenschaftlichen Theorien und Konzepten der Verhaltensökonomie hin zu anwendbaren Maßnahmen. Heute befindet er sich am Ende des 4. Semesters in der Major-Phase seines SPE-Studiums. Aktuell absolviert er in Frankfurt am Main ein Praktikum bei der Deutschen Bank im Bereich Anti-Finanzkriminalität.

Als Mitbegründer der studentischen Initiative „Behavioural Science Club (BSC)“ setzt sich der SPE-Student mit seinen Kommilitoninnen und Kommilitonen dafür ein, die Erkenntnisse der aktuellen Verhaltenswissenschaften innerhalb der Universität stärker zu platzieren. Ziel ist es, einen Forschungstransfer zu leisten und Kontakte zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufzubauen. Durch regelmäßige Vorträge und Diskussionsrunden will der BSC schließlich als Plattform und Netzwerk für verhaltenswissenschaftliche Expertinnen und Experten dienen.

Für den gebürtigen Kieler spielten auch eine von Geburt an vorherrschende starke Seheinschränkung und damit zusammenhängende Faktoren eine elementare Rolle bei der Studienwahl: „Es war wichtig für mich, eine Universität auszuwählen, welche die optimalen Rahmenbedingungen bietet, um meine Seheinschränkung so gering wie möglich zu halten. Da kommen mir die kleinen Seminargrößen, die persönliche Betreuung der Dozierenden und die Hilfeleistung des Prüfungscenter sehr zu gute.“

Noah Peters wird durch ein ZU-Stipendium gefördert und profitiert so von den Leitsätzen der Universität, die bei der Stipendienvergabe neben herausragendem Engagement und außergewöhnlichen Leistungen großen Wert auf Diversität legt. „Der Exzellenzgedanke der ZU hat mich damals sofort angesprochen. Ich bin stolz, an einer Universität studieren zu können, die einen sehr angesehenen Ruf genießt“, sagt Peters. „Das Studium an der ZU ist eine klare Bildungsinvestition.“


Heute genießt der SPE-Student das soziale Netzwerk an der Universität und freut sich schon jetzt auf seine Rückkehr an die ZU.


Ab Januar 2019 erhält Noah Peters  an der Copenhagen Business School (CBS) die Möglichkeit seinem Forschungsinteresse im Bereich der Verhaltensökonomie nachzugehen. Der SPE-Student nutzt so bestehende Kooperation zwischen der ZU und der CBS im Bereich der internationalen studentischen Forschung. Im geplanten Auslandssemester in Kopenhagen nimmt der 20-Jährige  an Forschungsarbeiten der CBS teil und wird von den Wissenschaftlern vor Ort betreut.

Paul Benedikt Cannata

Fragen?
Ihre Frage:

Paul Benedikt Cannata studiert im dritten Semester das SPE-Programm an der Zeppelin Universität (ZU). Als Sprecher des Zeppelin-Jahres und stellvertretender Studentischer Senator im Student Council vertrat er im vergangenen Semester die studentischen Anliegen und hochschulpolitischen Interessen der Mitstudierenden.

Paul Benedikt Cannata | BA SPE, Start 2017


Für das SPE-Studium an der ZU hat sich Cannata bewusst entschieden: „Der Studiengang beleuchtet gesellschaftliche Prozesse aus den verschiedensten Perspektiven, die eine einzelne Disziplin niemals analysieren kann. Da ich mich für Geistes- und Sozialwissenschaften brennend interessierte, war für mich klar, dass SPE genau der richtige Studiengang für mich ist.“


Seine persönliche Grundhaltung sieht der SPE-Student im christlichen Menschenbild und den Grundwerten Freiheit und Gerechtigkeit. Diese weckten bereits in jungen Jahren seine Begeisterung für gesellschaftliches Engagement. Durch seinen eigenen Bildungsaufstieg von der Gesamt- über die Realschule bis hin zum erfolgreich bestandenen Abitur engagierte er sich als Schülersprecher und Vorsitzender der Bezirksschülervertretung Rhein-Kreis Neuss verstärkt für Bildungsgerechtigkeit.


Vor allem ist ihm die Vermittlung einer Kultur der Freude am Lernen wichtig. Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres im politischen Leben (FSJ Politik) bei der CDU-Landtagsfraktion NRW ging er dem Wunsch nach, aktiv zu werden – in der Hoffnung, eine Politik der Befähigung mit anzustoßen und gesellschaftliche Prozesse umfassend zu verstehen.


Die studentische Forschung stellt eines der Themen dar, die er als elementar für die ZU sieht: „Dieser mehr Sichtbarkeit zu schenken, ist ein wichtiger Beitrag zur Universitätsentwicklung.“ Mit dem studentisch geleiteten, interdisziplinären Undergraduate Research Journal „Der Wilhelm“ nimmt sich Cannata gemeinsam mit drei Mitstudierenden dieser Aufgabe im laufenden Semester an. In der bereits dritten Ausgabe der Zeitschrift werden qualitativ hochwertige Forschungsergebnisse von Kommilitoninnen und Kommilitonen aus Seminar-, Humboldt- und Bachelorarbeiten jährlich publiziert. Passend dazu, unterstützt Paul Benedikt Cannata als studentischer Mitarbeiter seit 2018 den Bereich Forschungs-/Wissenstransfer an der ZU.


Für seine weitere Studienzeit an der Zeppelin Universität strebt Cannata eine inhaltliche Vertiefung in die Soziologische wie Politische Theorie und die Internationalen Beziehungen an.

Julian Kohlruss

Fragen?
Ihre Frage:

„Es liegt in euren Händen, eine bessere Welt für uns alle zu schaffen“, sagte einst Nelson Mandela. Nach diesem Motto lebt auch Julian Kohlruss, der an der Zeppelin Universität (ZU) das SPE-Programm studiert. Aufgewachsen im Münsterland, weckten Fragen zu Gerechtigkeit und Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft bereits früh seine Neugier.


Nach dem Abitur entschied sich Julian Kohlruss zunächst für ein freiwilliges Jahr in Peru. Dort engagierte er sich in einer Schule für Kinder aus benachteiligten Familien. Ein wichtiges Erlebnis, das seinen Wunsch bestärkte, sich mit dem Start seines SPE-Studiums an der ZU noch intensiver mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen.

Julian Kohlruss | BA SPE, Start 2015

So nutzte der SPE-Student das Zeppelin Jahr an der ZU als Möglichkeit, die vielen Eindrücke und Gedanken seines freiwilligen Dienstes in einen wissenschaftlichen Rahmen zu fassen. Gemeinsam mit seinen Kommilitoninnen und Kommilitonen befasste er sich im ersten Studienjahr mit dem Freiwilligendienst „weltwärts“. Dabei stand folgende Fragestellung im Mittelpunkt: Welche Faktoren in einem Auslandsjahr führen dazu, dass sich Jugendliche nach ihrem Einsatz weiter im Heimatland engagieren?


Soziales Handeln ist für den SPE-Studenten im Laufe seines Studiums immer mehr zu einer Herzensangelegenheit geworden: „Bei den vielen Spannungen und Konflikten, denen wir uns immer mehr gegenübergestellt sehen, sind soziales Engagement und die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung zentrale Aufgaben unserer Generation.“


Daher brachte sich Julian Kohlruss von 2015 bis 2017 als Mentor in der Initiative „ROCK YOUR LIFE!“ ein. In diesem studentischen Projekt begleiten und unterstützen Studierende Schülerinnen und Schüler aus sozial, wirtschaftlich oder familiär benachteiligten Verhältnissen auf deren Bildungswegen. Davon inspiriert, entstand 2016 die „Mentoring Community“ an der ZU. Ziel des studentischen Projektes ist es, ein Netzwerk zwischen Studierenden und geflüchteten Jugendlichen in Friedrichshafen aufzubauen. „Dabei geht es nicht nur um das Eingewöhnen in eine neue Kultur, sondern auch um die Entstehung von Freundschaften und Kontakten, die anders nicht zustande kommen würden“, sagt Kohlruss als einer der Gründer.


Seit 2017 wird der SPE-Student von der Friedrich-Ebert-Stiftung mit einem Stipendium gefördert. Dabei bietet ihm die Stiftung ein weiteres Netzwerk zum Austausch von politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.


Als Programmschaftssprecher unterstützte Julian Kohlruss von 2017 bis 2018 den eigenen Studiengang in der studentischen Vertretung. Die SPE-Interessen durchzusetzen, den Studiengang zu verbessern und weiterzuentwickeln bereiteten ihm besonders große Freude: „SPE ist ein spannender und einzigartiger Studiengang, der aufgrund seiner großen Kurswahlmöglichkeiten sehr flexibel ist.“


Während er in den ersten Semestern noch in gleichen Teilen Soziologie, Politik und Wirtschaft studierte, legte er seinen Fokus in den folgenden Semestern immer stärker auf wirtschaftliche Fragestellungen. Dieses Interesse verfolgt er in einem Auslandssemester an der Copenhagen Business School weiter und unterstützt ab September als Tutor für politische Ökonomie. 

Studentische Projekte

ZUfo | studentische Forschungskonferenz

ZUfo ist die interdisziplinäre studentische Forschungskonferenz der Zeppelin Universität Friedrichshafen, die forschungsbegeisterten Studenten eine Plattform bietet.

ZUfo | Projekt von Studierenden des Studiengang SPE


Die Grundlage: Studenten unterschiedlicher Universitäten und Fachrichtungen haben spannende Gedanken und neue Ideen für die Wissenschaft, diese studentischen Arbeiten finden jedoch zu wenig Gehör. ZUfo ist ein interdisziplinärer Diskurs von Studenten für Studenten.

2014 sind zum zweiten Mal Studierende aller Fachrichtungen eingeladen, am Bodensee in interdisziplinärem Rahmen ihre Arbeiten zu diskutieren. Willkommen sind Forschungsarbeiten jeglicher Art: von der Hausarbeit, dem Projektbericht, der Abschlussarbeit, dem Research Proposal bis hin zum Promotionsvorhaben.

Das Thema der ZUfo 2014 ist "Speicher". Thematisch reicht das von Archiv, Devisenhandel, Energiewende, Erinnerungsvermögen über zu Geldreserven bis hin zum kulturellen Erbe. Die Grundfrage, die dabei alles verbindet, ist immer, wie das, was einmal war, wieder in Erscheinung tritt. Speicher eben!

Zur Website der ZUfo

CIP | Club of International Politics

Club of International Politics | Projekt von Studierenden der Politik, Soziologie & Ökonomie

Slideshow ansehen
 


Internationale Politik greifbar machen – mit dem Ziel gründete sich der Club of International Politics e.V. im September 2010 auf Initiative von Studierenden der Zeppelin Universität in Friedrichshafen.

Als gemeinnütziger, eingetragener Verein zählt der CIP inzwischen mehr als 130 Mitglieder und konnte sich mit zahlreichen Veranstaltungsformaten als Plattform im Diskurs über internationale Politik etablieren. Ziel ist es, interessierten Studierenden, SchülerInnen und BürgerInnen die Möglichkeit zu geben, sich über internationale Fragestellungen zu informieren und ihr Wissen über politische, wirtschaftliche und kulturelle Institutionen und deren Zusammenhänge zu vertiefen – Themen, die in Zeiten einer fortschreitenden globalen Vernetzung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dabei hat der Verein sich den Grundsätzen der Überparteilichkeit und Unabhängigkeit verschrieben.

Mithilfe eines breiten Veranstaltungsportfolios möchten wir einen Beitrag zur politischen Bildung in der Bodenseeregion leisten – because Politics matters!

Zur Website des CIP

Weiterführende Seiten