Studierendenprofile & Projekte

Natürlich können Sie an der Zeppelin Universität nur studieren. Aber sehr wahrscheinlich wird Ihnen das nicht gelingen. Denn die Überschaubarkeit der Universität und die vielen persönlichen Kontakte sorgen meist dafür, dass unsere Studierenden mehr machen als der Studienplan vorschreibt. Zwei von ihnen stellen wir hier vor.

Studierendenprofile

Maximilian Hartung

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Bei den Olympischen Spielen in London wurde er im Säbelfechten Siebter im Einzel und Fünfter in der Mannschaftswertung, seit 2005 ist er jedes Jahr Deutscher Meister in seiner Altersklasse: Maximilian Hartung, Student unseres SPE-Studienganges.

Maximilian Hartung | BA SPE, Start 2012

Rund um den Globus ist er dabei unterwegs. Im vergangenen Semester kämpfte der 23-Jährige insgesamt bei zwölf Wettkämpfen um Gold. Chicago, Madrid, Koblenz, Budapest, Moskau, Athen und Warschau sind dabei nur einige Städte, in denen er auf die Planche geht.

Dabei hat er zwei Herausforderungen zu bestehen: die mit seinem jeweiligen Gegner und Hochleistungssport und Studium unter einen Hut zu bringen.
„Säbelfechten, das ist eine unglaublich schöne Sportart“, schwärmt Hartung: „Was mich am meisten fasziniert, ist der direkte Kampf mit dem Gegner. Es kommt darauf an herauszufinden, was der andere vorhat und zu erahnen, wie er tickt und welche Schwächen er hat. Es ist so ein Spielchen, um den anderen auszuloten und das macht mir unglaublich viel Spaß.“ Ein Kampf dauert dabei, wenn man Pausen und Unterbrechungen abzieht, gerade einmal anderthalbhalb Minuten.

Von Friedrichshafen aus wird nun mit Bahncard 50 und Säbel Zug um Zug die Karriere weitergeführt. Fitness-Training in Friedrichshafen vor und nach den Vorlesungen, Fechttraining am Wochenende und Trainingslehrgängen in Dormagen: So gelang dem SPE'ler sogar die Olympia-Qualifikation für Rio 2016.

Noch vor den Spielen erklärte er: „Optimal sind die Trainingsbedingungen natürlich nicht, aber im Fechten kann man viel mit Erfahrung und Tricks wettmachen. Mein erster Gegner in London war 38 Jahre alt"-

Wir drücken die Daumen für andauernden Erfolg sowohl im Studium als auch im Sport!

Isabell Fries

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Auch Isabell Fries studiert im sechsten Semester den Studiengang SPE.
Die 23-Jährige engagiert sich als aktives Mitglied im „Club of International Politics“ und ist Sprecherin der „Hochschulgruppe der Hanns-Seidel-Stiftung“. Sie leistet darüber hinaus Vorstandsarbeit beim Sozialunternehmen „Rock Your Life!“ und ist ehrenamtliche Schwimmtrainerin beim Schwimmverein Friedrichshafen.

Isabell Fries | BA SPE, 6. Semester

Noch während der Oberstufe besuchte sie die Sommerakademie der Hanns-Seidel-Stiftung. „Dabei haben wir mit hochrangigen Experten über Themen wie ,Internationale Politik und Wirtschaft’, ‚Europa hat Zukunft’ oder ‚Wirtschaftsregionen im globalen Wettbewerb’ diskutiert“, erläutert Fries. So schlüpfte sie bei Simulationen in die Rolle der Presse, der Europäischen Kommission und bei der Vorsimulation des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in die Rolle der Stabschefin: „Ich war somit für den reibungslaufen Ablauf und die Organisation des Gipfels, aber auch für das Verfassen des Abschlusskommuniqué zuständig. Eine anspruchsvolle, aber zugleich auch erfüllende Aufgabe.“

Ein organisatorisches Gespür bewies Isabell Fries auch im vergangenen Jahr: bei der Planung und Realisierung der Workshop- und Karrieretage „ZUtaten“ an der ZU. „Es war eine wertvolle Erfahrung und eine erlebnisreiche Zeit, vor allem, weil man praxisbezogen lernt, wie man mit einem Team über 340 Tage eine Veranstaltung neu konzipiert“, sagt Fries. Auch beim diesjährigen Event war sie wieder mit von der Partie, diesmal allerdings in der Rolle als Unternehmenspatin.

Vor allem war es Isabell Fries wichtig, in einer studentischen Initiative mitzuwirken, die sich ihrem Steckenpferd widmet: der Politik. So dauerte es nicht lange, bis sie auf den „Club of International Politics“ (CIP) aufmerksam wurde. Zunächst im Organisationsteam der LakeMUN im Einsatz, saß sie zuletzt  im Vorstand. „Der CIP bietet politikinteressierten Studierenden eine sehr gute Möglichkeit, sich auszutauschen und aktiv einzubringen“, erwähnt Fries. Doch dem studentisch geführten CIP geht es nicht nur um die Studierenden, sondern auch um eine weitere Zielgruppe: die Bürger. „Wir verstehen uns auch als eine Initiative mit Bildungsauftrag“, erläutert Fries. „Wir möchten internationale Politik begreifbar machen und die Häfler für politische Themen begeistern.“


Ein weiteres Thema, dem sich Isabell Fries widmet?
„Ich finde es ungemein wichtig, heutzutage der Chancenungleichheit zu begegnen, denn Hauptschüler kriegen oftmals einen Stempel aufgedrückt und sind Vorurteilen ausgesetzt“, erklärt Fries.
„Die Schüler haben besondere Talente, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Das will ich mit meinem Engagement erreichen.“ Sie ist begeistert, Teil des Teams von Rock Your Life! zu sein und die Initiative gemeinsam mit weiteren Kommilitonen und durch das Einbringen von eigenen Ideen voranzubringen und damit vielleicht ein bisschen Bildungsgerechtigkeit zu schaffen.

Tim Schleicher

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Als Bürger gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen: Das ist für Tim Robert Schleicher selbstverständlich. So gründete der 22-jährige SPE-Studierende beispielsweise im vergangenen Jahr mit weiteren ZU-Studierenden die Initiative „welt_raum“. Dort werden Räume geschaffen, um Begegnungen zwischen Asylsuchenden und Bürgern zu ermöglichen und das Miteinander zu fördern. Auch dieses Engagement hatte wohl einen Anteil daran, dass er vor kurzem in den „Knowledge Pool“ des St. Gallen Symposiums berufen und als „Leader of Tomorrow“ ausgezeichnet wurde.


„Die Initiative ,welt_raum‘ ist aus der Idee entstanden, dass es einen Mangel an Begegnungen zwischen Asylsuchenden und Bürgern gibt“, erläutert Schleicher.
Dabei sollen Gemeinsamkeiten ausgemacht und Unterschiede aufgehoben werden.“ Das Angebotsspektrum von „welt_raum“ umfasst Sprachtandems und Ausflüge in der Region. Außerdem versuchen die ZU-Studierenden, die Flüchtlinge in die Häfler Sportvereine zu integrieren, einige Kinder besuchen inzwischen die Musikschule, einige Erwachsene die Kurse der Volkshochschule. „Es gilt zu erkennen, dass die Asylsuchenden einen Schatz und einen Mehrwert für unsere Gesellschaft darstellen“, betont Schleicher.

Vor seinem Engagement für die Initiative „welt_raum“ hat der Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung bei der Ashoka Jugendinitiative der ZU mitgewirkt. „Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wie man eigenverantwortlich Probleme angeht und selbstbestimmt handelt“, erläutert Schleicher.

Doch nicht genug: Am „Leadership Excellence Institute Zeppelin | LEIZ“ betreut der SPE-Student, der übrigens auch seit einiger Zeit arabisch lernt, das von ihm mitentwickelte Forschungsprojekt „Transcultural Caravan“.

„Das Projekt beruht auf der Annahme, dass es mehr bedarf als die Bereitschaft zur Konfliktlösung, um sich den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu stellen.“, erklärt Schleicher. „In diesem Sinne benötigen insbesondere Führungspersönlichkeiten eine neue transkulturelle Identität, das heißt ein globales Verständnis für gemeinsame moralische Prinzipien.“

Um ein wenig „dem getakteten Alltag“ zu entschwinden, legt Tim Schleicher derzeit ein Auslandssemester in Israel am Interdisciplinary Center Herzliya ein. „Ich freue mich sehr darüber, dass ich mein Auslandssemester in einer der pulsierendsten und atemberaubendsten Regionen der Welt absolvieren kann. Vor allem die Erfahrungen und Eindrücke, die ich aus der Lehre und vor allem aus den Begegnungen mit den dort lebenden Menschen bisher gesammelt habe, sind sehr bereichernd für mich“, erzählt Schleicher. Was nach dem Bachelorstudium kommt, ist , noch nicht sicher: „Fest steht allerdings, dass ich mir gut vorstellen kann, später in einer Stiftung zu arbeiten. Denn an diesen Orten wird versucht, unsere Welt aktiv zu gestalten und zu prägen, dort wird gesellschaftliche Verantwortung übernommen. Es sind eben Organisationen, die am Gemeinwohl orientiert sind. So stelle ich mir, nebenbei bemerkt, auch echtes Bürgertum vor.“

Katharina Koerth

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Wortgewandt, empathisch und professionell: So hat man die Moderatorin Katharina Koerth bei der Begrüßungsfeier für die neue Präsidentin Insa Sjurts erlebt. Kein Wunder, immerhin ist die 21-Jährige Gründerin und Vorstandsmitglied des Debattierclubs an der ZU, einem Format, das der studentischen Initiative „The Soapbox – Club für Rhetorik und Debating“ angehört. Dort gibt die Bachelor-Studierende ihr Wissen rund ums Präsentieren und Argumentieren weiter.

Katharina Koerth

Schon im Alter von neun Jahren stand Katharina auf der großen Bühne: Eines ihrer ersten Konzerte meisterte sie zusammen mit dem international renommierten Mädchenchor Hannover: die imposante „Carmina Burana“ von Carl Orff.

„Als der letzte Ton gesungen war, hätte man eine Nadel fallen hören können. Dann setzte der Applaus ein, und die Spannung im Raum löste sich in Begeisterung auf. In diesem Moment wusste ich, dass ich Menschen zusammenbringen möchte und dass Musik die universellste Sprache dafür ist.“

Dass die Mezzosopranistin zum gesprochenen Wort in den Debattierclub Hannover wechselte, lag auch an ihrer ersten sechsmonatigen Auslandserfahrung, die sie mit 15 Jahren bei einer Gastfamilie in Frankreich sammelte: „Meine Gastfamilie lebte am Existenzminimum, und die Bildung meiner vier Gastgeschwister war ihre einzige Aufstiegschance. Darüber haben wir viel diskutiert. Zurück in Deutschland entdeckte ich das Debattieren als Möglichkeit, mich mit solchen gesellschaftlichen Fragestellungen intensiver auseinanderzusetzen.“

An der ZU treffen sich in der "Soapbox" nun regelmäßig Studierende, um ihre Fähigkeiten in Argumentation, Moderation, Präsentation sowie freier und vorbereiteter Rede zu verbessern.
Neben den beiden Clubformaten „Rhetorik“ und „Debating“ organisiert „The Soapbox“ in Kooperation mit anderen studentischen Initiativen und der Stadt Friedrichshafen diverse Veranstaltungen: Von der „Offenen Lesebühne“, über wissenschaftliche Tischgespräche beim „Research Day“ bis hin zum „Rhetorik Slam“.


Was das Studium anbelangt, so legt die Stipendiatin des Deutschlandstipendiums derzeit ein Praxissemester ein, absolviert unter anderem ein Praktikum beim Russlandbeauftragten der Bundesregierung, Gernot Erler. „Ich bin überzeugt, dass Veränderung nur eintreten kann, wenn Menschen miteinander reden. Das gilt im Kleinen genauso wie im Großen, in der Familie wie in der Gesellschaft und damit vor allem in der Politik.“

Danach geht es nach Japan an die Ritsumeikan Asian Pacific University, wo sie ihr Auslandssemester verbringt.
Nach ihrem Studium möchte die 21-Jährige gerne einen Master im Ausland absolvieren, bevor sie in die Berufswelt einsteigt. „Es gibt so viele Möglichkeiten, Kommunikation zum Beruf zu machen. Dass im Bereich ,Rhetorik‘ in Deutschland Nachholbedarf besteht, sieht man schon daran, dass sich einerseits über langweilige Reden beschwert wird, andererseits aber sofort Skepsis aufkommt, wenn jemand durch gute Rhetorik auffällt."

Studentische Projekte

ZUfo | studentische Forschungskonferenz

ZUfo ist die interdisziplinäre studentische Forschungskonferenz der Zeppelin Universität Friedrichshafen, die forschungsbegeisterten Studenten eine Plattform bietet.

ZUfo | Projekt von Studierenden des Studiengang SPE


Die Grundlage: Studenten unterschiedlicher Universitäten und Fachrichtungen haben spannende Gedanken und neue Ideen für die Wissenschaft, diese studentischen Arbeiten finden jedoch zu wenig Gehör. ZUfo ist ein interdisziplinärer Diskurs von Studenten für Studenten.

2014 sind zum zweiten Mal Studierende aller Fachrichtungen eingeladen, am Bodensee in interdisziplinärem Rahmen ihre Arbeiten zu diskutieren. Willkommen sind Forschungsarbeiten jeglicher Art: von der Hausarbeit, dem Projektbericht, der Abschlussarbeit, dem Research Proposal bis hin zum Promotionsvorhaben.

Das Thema der ZUfo 2014 ist "Speicher". Thematisch reicht das von Archiv, Devisenhandel, Energiewende, Erinnerungsvermögen über zu Geldreserven bis hin zum kulturellen Erbe. Die Grundfrage, die dabei alles verbindet, ist immer, wie das, was einmal war, wieder in Erscheinung tritt. Speicher eben!

Zur Website der ZUfo

CIP | Club of International Politics

Club of International Politics | Projekt von Studierenden der Politik, Soziologie & Ökonomie

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Internationale Politik greifbar machen – mit dem Ziel gründete sich der Club of International Politics e.V. im September 2010 auf Initiative von Studierenden der Zeppelin Universität in Friedrichshafen.

Als gemeinnütziger, eingetragener Verein zählt der CIP inzwischen mehr als 130 Mitglieder und konnte sich mit zahlreichen Veranstaltungsformaten als Plattform im Diskurs über internationale Politik etablieren. Ziel ist es, interessierten Studierenden, SchülerInnen und BürgerInnen die Möglichkeit zu geben, sich über internationale Fragestellungen zu informieren und ihr Wissen über politische, wirtschaftliche und kulturelle Institutionen und deren Zusammenhänge zu vertiefen – Themen, die in Zeiten einer fortschreitenden globalen Vernetzung zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dabei hat der Verein sich den Grundsätzen der Überparteilichkeit und Unabhängigkeit verschrieben.

Mithilfe eines breiten Veranstaltungsportfolios möchten wir einen Beitrag zur politischen Bildung in der Bodenseeregion leisten – because Politics matters!

Zur Website des CIP

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