24.05.2017

ZU-Daily | Die Qual der Wahl

Für ihre herausragenden Abschlussarbeiten wurden ZU-Studierende von der Zeppelin UniversitätsGesellschaft (ZUG) erneut mit Awards ausgezeichnet. Mit dem mit 500 Euro dotierten „Best Bachelor Thesis Award“ für die beste CCM-Bachelor-Arbeit im Spring 2017 wurde die Absolventin Clarissa Thelen im Bereich der Kultur- und Kommunikationswissenschaften gewürdigt. Sie hat sich mit der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie beschäftigt.

  • Clarissa, wie bist du auf das Thema deiner Bachelorarbeit gestoßen?


Thelen: Wie bei Bachelorthemen so oft, war auch bei mir die anfängliche Idee für meine Arbeit noch weit entfernt von der eigentlichen, finalen Forschungsfrage. Im Laufe der Suche nach einer präzisen Frage für meine Thesis war es natürlich, Ansätze hinzuzufügen, neu zu strukturieren oder gänzlich zu verwerfen. Anfangs hat mich vor allem das Phänomen der Entgrenzung von Arbeit und Leben interessiert (also das zunehmende Verschwimmen der Grenzen zwischen diesen zwei Bereichen), da ich das Gefühl hatte, dies auch aus meiner eigenen Lebensrealität als ZUler zu kennen: In der see|e zwischen Tür und Angel bringt man sich auf den neuesten Stand von Initiativen, dem studentischen Leben oder gemeinsamen Seminaren und damit verschwimmen die Bereiche des eigenen Privatlebens, und die Distanz zur eigenen „Arbeit“ schwindet. Das eigentliche Thema meiner Arbeit wurde dann aber vor allem in Zusammenarbeit mit meinem Betreuer Dr. Alexander Ruser entwickelt, insbesondere der Genderaspekt geht auf seine Idee zurück.


  • In welchem Verhältnis stehen Arbeit und Familie und wie hat es sich seit der Industrialisierung entwickelt?


Thelen: Arbeit und Familie waren früher eng miteinander verknüpft, da eine Familie mit einer Arbeitsgemeinschaft gleichzusetzen war – so halfen alle auf dem gemeinsamen Hof oder Betrieb. Dabei hatte jeder seine spezifische Aufgabe, für die er zuständig, welche aber auch eng mit den Aufgaben anderer Familienmitglieder verwoben war. Erst mit Beginn der Industrialisierung bildeten sich die für die Spätmoderne typischen zwei Bereiche heraus: Die private und die öffentliche Sphäre. Der Mann wurde Teil der öffentlichen Sphäre und die Frau wurde auf die private Sphäre verwiesen. Beide Bereiche waren füreinander unerlässlich, denn die Frau war in monetärer Hinsicht von ihrem Partner abhängig und der Mann brauchte eine Hausfrau, die das Eigenheim und die Kinder beaufsichtigte.


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