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MA PAIR | Political Engineering: The Design of Institutions

Inhalt

Institutionen prägen Verhalten, indem sie bestimmte Formen vorgeben, innerhalb derer sich Interessen, Wünsche und Präferenzen realisieren können. Die Form des Wahlsystems z.B. determiniert, in welcher Weise der Wunsch, eine bestimmte Regierung oder Koalition zu erhalten, sich artikulieren kann. Die Form des Regierungssystems selbst wiederum schränkt die Handlungsmöglichkeiten von Regierung und Parlament ein bzw. definiert die Abhängigkeiten, die zwischen diesen bestehen. Institutionen fördern oder erschweren bestimmtes Verhalten, manchmal ermöglichen sie erst bestimmte Pfade zu der Erreichung vorgegebener Ziele, manchmal versperren sie diese gänzlich. Gerade weil Institutionen aber einerseits vom Handelnden vorgefunden werden, er sich aber gleichzeitig dessen bewusst ist, dass die Institutionen gemacht sind, haben Institutionen auch eine psychologische Wirkung insofern, als sie die Haltung des Handelnden zu seinen Zielen verändern, Institutionen haben so z,B. Einfluss auf die moralischen Dispositionen, die ausdrücken, ob die Verfolgung bestimmter Ziele überhaupt moralisch zulässig ist. Institutionen sind also ein komplexes Konglomerat von Anreizstrukturen, psychologischen Neigungen und moralischen Überzeugungen. Beim Design von Institutionen müssen daher diese vielfältigen und komplexen Wirkungen und Wechselwirkungen beachtet werden, wenn die Institution den mit ihr verfolgten Zweck erreichen soll. Im Seminar könnten z,B. unter anderem folgende Aspekte und Fragen behandelt werden:

  • Welches Wahlsystem verwirklicht die ihm inhärente "Absicht" am besten?
  • Welche Faktoren sind beim Design von Märkten bedeutend?
  • Wie entsteht Institutionenvertrauen und was bewirkt es? 
  • Kooperation 
  • das Problem von Trittbrettfahrern 
  • Wie entsteht Rechtsbewusstsein? 
  • Märkte und Moral * "Nudges" und Paternalismus 
  • Effizienz und Gerechtigkeit 
  • Institutionen und die Pflege (oder Vernachlässigung) von "Tugenden" 
  • Die Kultur der Institution 
  • Die Institution des politischen Kompromisses


Qualifikationsziele 

Die Studierenden lernen, politische Institutionen als mehr oder weniger geeignete Lösungen zur Bewältigung bestimmter Herausforderungen zu betrachten. Vor allem lernen sie, dass Institutionen „gemacht“ sind und somit als Ergebnisse des Ineinanderwirkens von objektiver Performanz, normativen Kriterien und machtpolitisch motivierter Strategien zu verstehen sind.


Lehrveranstaltungen im Modul

  • Political Engineering: The Design of Institutions