Studierendenprofile & Projekte

Was machen GEMA-Studierende neben dem Studium?
Natürlich können Sie an der Zeppelin Universität nur studieren. Aber sehr wahrscheinlich wird Ihnen das nicht gelingen. Denn die Überschaubarkeit der Universität und die vielen persönlichen Kontakte sorgen meist dafür, dass unsere Studierenden mehr machen als der Studienplan vorschreibt. Zwei von ihnen stellen wir hier vor.

Studierendenportraits

Fabiola Gerpott

Fabiola Gerpott | MA GEMA, Start 2011


„Genie ist 1% Inspiration und 99% Transpiration“ – dieses Zitat des Physikers und Erfinders Thomas Alva Edison steht eingerahmt auf dem Schreibtisch von Fabiola Gerpott. Sie hat es als Abschiedsgeschenk von Trainingskollegen aus ihrer Zeit als Triathletin erhalten, als sie sich nach einem 1,0-Abitur gegen eine Leistungssportkarriere und für einen Weg an die Universität entschied. Talent allein reicht nicht aus, das hat die ZU-Studentin in vielen Trainingsstunden im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen gelernt: „Im Sport wie in der Wissenschaft sind Leidenschaft und Spaß genauso wichtig wie Ausdauer und die richtige Förderung. Ich hatte das Glück, an der ZU genau so ein Umfeld vorzufinden.“

Eine akademische Laufbahn war zwar grundsätzlich eine wünschenswerte Möglichkeit für Fabiola Gerpott. Dass es so gut klappen würde, hätte sich die inzwischen angehende Doktorandin aber selbst nicht vorstellen können. Den Bachelor in Wirtschaftspsychologie an der Ruhr-Universität Bochum schloss sie mit einem 1,0er-Schnitt ab, ihre Thesis mit dem Titel „Oben ohne Frauenquote – Abschätzungen des potenzialadäquaten Anteils von Frauen in Führungspositionen“ erhielt zudem den „Rotary Club Bochum Universitätspreis“ und landete in den Top 10 des Bachelorpreises der Deutschen Gesellschaft für Personalführung. Während ihres Masterstudiums an der ZU hat sie nicht nur studentische Forschung auf Konferenzen präsentiert, sondern wurde auch als „HR Nachwuchs des Jahres“ für ihre Masterarbeit ausgezeichnet und konnte erste wissenschaftliche Beiträge publizieren.

Aus einer Seminararbeit bei Professor Alfred Kieser im zweiten Mastersemester wurde ein weiteres Paper, das sich kritisch mit der Charismatisierung von Gründern auseinander setzt. „Unternehmer werden – auch an der ZU – oftmals als sehr visionäre und außergewöhnliche Persönlichkeiten dargestellt, selbst wenn sie in Wirklichkeit gar nicht viel anders als alle anderen sind. Als Vorbilder sollen sie andere zu Gründungen motivieren und verschleiern, dass viele Start-ups klein bleiben oder zugrunde gehen“, sagt Gerpott. Nach einem Praxissemester im Consulting kehrte sie an die Universität zurück. Im dritten Semester besuchte sie noch einige Seminare und schrieb parallel ihre Masterarbeit in einem Forschungsprojekt über generationenspezifische Maßnahmen zur Gewinnung sowie Bindung hoch qualifizierter Fachkräfte. „Auch hier waren die intensive Betreuung und Möglichkeiten zur Veröffentlichung der Ergebnisse hervorragend. Die Unterstützung für studentische Forschung an der ZU ist wirklich einmalig und hat mir den weiteren akademischen Weg geebnet.“

Nach ihrem Master an der ZU promoviert Fabiola Gerpott nun bei der Daimler AG in Betriebswirtschaftslehre und Psychologie. Das Double-PhD-Programm wird in Bremen und Amsterdam betreut und befasst sich mit intergenerationalen Qualifizierungsmaßnahmen. Der ZU will sie weiterhin treu bleiben. „Ich hoffe, die Forschungszusammenarbeit aufrecht erhalten zu können“, berichtet sie. „Vielleicht komme ich ja eines Tages zurück an die ZU, wer weiß...“

Sebastian Fittko

Sebastian Fittko ist im Herzen Designer. Nach dem Studium des Industrial Design an der Bergischen Universität Wuppertal arbeitete er zunächst selbständig. Aber: „Mir fehlte das Wirtschafts-Know-how, um wirklich einmal etwas Größeres zu machen.“ So entschied er sich im Jahr 2006 zum Start des nicht-konsekutiven Master-Studiengangs in Wirtschaftswissenschaften (des Vorgängers des MA GEMA) an der ZU.

Sebastian Fittko | MA GEMA, Start 2006 hier mit Kommilitonin Leonie Koenen


Im Studium setzte er den Fokus auf Entrepreneurship, Innovationsmanagement und Marketing und entdeckte seinen Gründergeist: Er engagierte sich stark für den Ausbau der Gründungsförderung an der ZU und initiierte unter anderem die Aufnahme der ZU in die EXIST Programme des Bundes. Im vierten Semester fokussierte er sich dann immer stärker auf die Chancen der mobilen Internettechnologien und schrieb nach einem Praktikum bei Mo‘Blast Inc. im Silicon Valley seine Masterthesis zum Thema „‚Long Tail’-Geschäftsmodelle für regionale Nischenunternehmen: Chancen und Risiken der Vermarktung regionaler Nischenprodukte mit Hilfe des mobilen Internets“. Fazit: Das mobile Internet hat das Potential, den Zugang zu regionalen Nischenunternehmen so zu verändern, dass diese im Vergleich zu den Mainstream-Unternehmen in Zukunft an Bedeutung gewinnen können. Nach einer Station bei den T-Labs in Berlin arbeitet Sebastian Fittko nun in verantwortlicher Position beim Axel Springer Mediahouse in Berlin.

Studentische Projekte & Gründungen

ZUFin | Für Finanzhaie, Fiskalpolitiker & Hobbyinvestoren

Die ZU Finanzgruppe e.V. ist ein studentischer Verein, der 2008 von Studenten der Zeppelin Universität gegründet wurde. Ziel ist es Studenten mit Experten und Wissenschaftler der Wirtschafts- und Finanzwelt zu vernetzen und gleichzeitig im Rahmen der "Werkbank" Workshops und Seminare anzubieten.
"Talks in Economics & Finance” - mit Studenten, Doktoranden und Professoren werden regelmäßig aktuelle Debatten aus der Wirtschafts- und Finanzwelt aufgegriffen. Debatten und Kontroversen nicht ausgeschlossen.


Die Kunst der Wirtschaftswissenschaften wird erst möglich durch Excel, Bloomberg und Börsenwissen. ZUFin bietet Workshops und Seminare an, die Expertenwissen sowie Werkzeuge für die Ökonomie vermitteln.

Zur Website der ZUFin

DeinBus.de

Die Gründer von DeinBus.de | Alexander Kuhr, Christian Janisch und Ingo Mayr-Knoch


Wen das Fernweh packt, der nutzt für seine Reise üblicherweise Zug, Auto oder das Flugzeug. Engländer, Spanier, Schweden und viele andere Europäer können in ihren Ländern zudem eine Beförderungs-Alternative nutzen, die in Deutschland bis vor kurzem nahezu unbekannt war: Fernbusse. In der BRD waren regelmäßige Busverbindungen über längere Strecken kaum vorhanden – verhindert wurde diese preisgünstige Art des Reisens vor allem durch ein Gesetz aus den 30er Jahren.

Die Politik stritt viele Jahre über eine Liberalisierung des Busfernverkehrs. Drei ZU-Studierende wollten nicht länger warten und forderten "Freiheit für Fernbusse!": Ihre Internetplattform DeinBus.de revolutionierte den Fernverkehr bereits vor der Liberalisierung im Jahr 2013. Und heute ist DeinBus einer der großen Anbieter im wachsenden Fernbusmarkt.

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