Studierendenprofile & Projekte

Corporate Management & Economics: Was unsere Wirtschaftswissenschaftler alles neben dem Studium unternehmen

Natürlich können Sie an der Zeppelin Universität nur studieren. Aber sehr wahrscheinlich wird Ihnen das nicht gelingen. Denn die Überschaubarkeit der Universität und die vielen persönlichen Kontakte sorgen meist dafür, dass unsere Studierenden mehr machen als der Studienplan vorschreibt. Zwei von ihnen stellen wir hier vor.

Studierendenprofile

Bertram Rusch

An der ZU sieht man den jungen Mann mit der Kamera relativ oft: Bertram Rusch, CME- Masterstudent im 4. Semester, ist nie auf dem Bild, aber immer mit dabei. Er ist Mitbegründer des studentisch organisierten Festivals „seekult“, ehemaliges Vorstandsmitglied der Student Lounge und Fotoredakteur des Oszillografen. Kommunikation – das ist der Schwerpunkt seines Studiums, trotz oder wegen des Wirtschaftsstudiengangs.

Bertram Rusch | MA CME, Start 2010


Auf der Suche nach einer Universität stieß er in der brand eins auf eine Anzeige der ZU. „Ein Stipendium für Leute, die eigentlich keines bekämen, an einer Uni, die es eigentlich nicht gäbe..., das klang nach einem spannenden Ort! Und außerdem war die Grafik der Uni nicht so grottenschlecht wie die der Konkurrenz“, erinnert er sich. „Spontan bewarb ich mich für das Stipendium – und zog vier Tage nach der Diplomverteidigung auf der Wohnheimbaustelle in Friedrichshafen ein.“ Das WG-Zimmer wurde zum Studio und die Fotografie verselbständigte sich. Die Mitarbeit im Oszillografen, der studentischen Zeitung, begann mit Beiträgen und Bildern. Zur Student Lounge kam er durch Zufall: „Nach erfolglosem Wahlaufruf für den Vorstand bewarb ich mich kurzerhand, entgegen meiner Bedenken wegen des Zeitaufwandes, und wurde schließlich für ein Jahr Kommunikationsvorstand.“ Dann kam „seekult “: „Ein kreativer Projektmanagementprozess, dessen Ergebnis – das Festival – völlig offen war und der uns die Anwendung unserer Leidenschaften im Unikontext ermöglichte: bei mir Fotografie und Grafik; das war ein immens wichtiger Impuls.“
Eine weitere Schlüsselerfahrung war das Auslandspraktikum in Südfrankreich. Angeheuert in einer Marketingagentur in Nizza entfaltete sich die bisher latente Liebe zur fremden Kultur und auch die Fotografie erhielt durch eine Serie Streetporträts eine neue Richtung. Ausgewählte Aufnahmen daraus werden nun mit einem Druckstipendium ausgestellt.


Bei so viel Kommunikation drängt sich die Frage auf, warum Rusch CME und nicht CCM studiert. „Dadurch, dass ich erst an der ZU intensiven Kontakt mit dem Thema hatte, entwickelte sich der Wunsch relativ spät, auch durch Grafik und Fotografie bedingt. Im Rahmen des Minors bekam ich dann aber sehr wichtige und interessante Einblicke in den Kommunikationsbereich!“
Wenn Uni und Fotografie es zulassen, dreht Rusch am liebsten ein paar Runden auf seinem Trial-Bike im Skatepark. „Der Radsport kommt nur oft zu kurz, die Räder langweilen sich ziemlich. Studium, Fotografie und die verschiedenen Projekte machen das aber wieder wett.“, sagt er. Nach dem Studium sieht er sich im Kommunikationsbereich, etwa in einer Kreativagentur im internationalen Umfeld; ein Traum ist auch ein eigenes Unternehmen zur Realisierung verschiedener Ideen. Bis dahin ist aber erst einmal die Masterthesis zu schreiben und noch das eine oder andere Fotoprojekt umzusetzen. Denn: „Man kann sich den Teller an der ZU schon richtig voll laden – und das tue ich. Es ist einfach so interessant.“

Atanas Zaprianov

Es ist kaum verwunderlich, dass Atanas Zaprianov sich der Innovation und Gründung verschrieben hat, denn kaum etwas kennzeichnet sein Leben so sehr wie Beschleunigung.

Atanas Zaprianov | MA CME, Start 2010


Mit seinem Lebenstraum, einen Inkubator für Unternehmensgründungen aufzubauen, wollte er nicht bis nach dem Studium warten. „Ich will ein Entrepreurship-Ökosystem mit dem Dreh- und Angelpunkt ZU ins Leben rufen“, sagt der 28-jährige Bulgare.

Ursprünglich kam Atanas Zaprianov nach Deutschland, um Print-Media-Management an der Hochschule der Medien in Stuttgart zu studieren, eine Mischung aus drucktechnischen und wirtschaftlichen Inhalten. „Es war interessant, mir wurde aber bewusst, dass die Zukunft nicht dem Papier gehört“, sagt er. In seiner Diplomarbeit entwickelte er Geschäftsmodelle für die Verbindung von Print und der digitalen Welt über 2D-Codes für eine große Boulevard-Zeitung. Der nachfolgende Job als Assistent der Geschäftsführung eines Mittelständlers verdeutlichte ihm aber, dass er für seine Perspektiven einen weiteren Bildungsgrad erlangen musste.


Atanas Zaprianov ist stolz auf seine Eigenwilligkeit: „Man könnte manchmal glauben, ich will mit dem Kopf durch die Wand.“ Glauben könnte man das tatsächlich, und immerhin betreibt er seit 13 Jahren Kampfsport. Schon zwei Mal ist er nach Japan in ein Dojo gereist, um dort mehrere Wochen am Stück intensiv zu trainieren. „Ich habe mich monatelang von Spaghetti ernährt und auf dem Bau gearbeitet, damit ich die Reisen finanzieren konnte“, erzählt er. Er hat gelernt, dass man über jede Grenze springen kann, aber auch sich selbst gut dosieren muss. Später als Trainer erkannte er, die individuelle Geschwindigkeit jedes Entwicklungsprozesses zu respektieren. Und so sieht er sich in Zukunft auch in seinem EntrepreneursHUB – vermittelnd und befähigend. Visionär will er zunächst fruchtbaren Boden für Gründungen an der ZU legen und das Konzept dann zurück nach Bulgarien bringen.


In zehn Jahren sieht er sich in Alaska oder British Columbia. Yaroslava, seine Frau, wird ihn natürlich dazu bringen, einen Teil des verdienten Geldes zu spenden und in Social Entrepreurs zu investieren. Kennengelernt hat er seine Ehefrau übrigens, weil er so unvorsichtig war, sie zu einem Kampf herauszufordern. „Sie hat mir so den Hintern versohlt. Es hat zehn Jahre gedauert, bis ich ihr das heimzahlen konnte“, erzählt er. An der ZU war er zunächst als Hiwi am Dr. Manfred Bischoff Institut für Innovationsmanagement der EADS tätig. Zeitgleich organisierte er zusammen mit Dirk Brunnberg eine Businessplan-Veranstaltung, bei der Studenten mit Gründern und dem Thema Risikokapital zusammengebracht wurden. Hieraus resultierte auch der Impuls, sich mit Prof. Reinhardt Prügl dem Entrepreneurship-Thema gänzlich zu widmen. Atanas Zaprianov: „Ich fühlte, dass die Sicherheit des monatlichen Gehalts mich davon abhielt, meine Träume zu verfolgen. Mehrmals habe ich sie aus Angst vor Geldsorgen vernachlässigt. Diesmal bin ich bereit den Weg zu Ende zu gehen – oder zu rennen.“

Studentische Projekte & Gründungen

ZUFin | Für Finanzhaie, Fiskalpolitiker & Hobbyinvestoren

Die ZU Finanzgruppe e.V. ist ein studentischer Verein, der 2008 von Studenten der Zeppelin Universität gegründet wurde. Ziel ist es Studenten mit Experten und Wissenschaftler der Wirtschafts- und Finanzwelt zu vernetzen und gleichzeitig im Rahmen der "Werkbank" Workshops und Seminare anzubieten.

"Talks in Economics & Finance” - mit Studenten, Doktoranden und Professoren werden regelmäßig aktuelle Debatten aus der Wirtschafts- und Finanzwelt aufgegriffen. Debatten und Kontroversen nicht ausgeschlossen.


Die Kunst der Wirtschaftswissenschaften wird erst möglich durch Excel, Bloomberg und Börsenwissen. ZUFin bietet Workshops und Seminare an, die Expertenwissen sowie Werkzeuge für die Ökonomie vermitteln.

Zur Website der ZUFin

DeinBus.de

Die Gründer von DeinBus.de | Alexander Kuhr, Christian Janisch und Ingo Mayr-Knoch


Wen das Fernweh packt, der nutzt für seine Reise üblicherweise Zug, Auto oder das Flugzeug. Engländer, Spanier, Schweden und viele andere Europäer können in ihren Ländern zudem eine Beförderungs-Alternative nutzen, die in Deutschland nahezu unbekannt ist: Fernbusse.

In der BRD sind regelmäßige Busverbindungen über längere Strecken kaum vorhanden – verhindert wird diese preisgünstige Art des Reisens vor allem durch ein Gesetz aus den 30er Jahren. Die Politik streitet seit Jahren über eine Liberalisierung des Busfernverkehrs. Drei ZU-Studierende wollten nicht länger warten und fordern "Freiheit für Fernbusse!" Ihre Internetplattform DeinBus.de revolutioniert den Fernverkehr schon heute.

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