Studierendenprofile

Natürlich können Sie an der Zeppelin Universität nur studieren. Aber sehr wahrscheinlich wird Ihnen das nicht gelingen. Denn die Überschaubarkeit der Universität und die vielen persönlichen Kontakte sorgen meist dafür, dass unsere Studierenden mehr machen als der Studienplan vorschreibt. Zwei von ihnen stellen wir hier vor.


Anmerkung: Die folgenden Studierendenprofile beziehen sich auf den Masterstudiengang Communication & Cultural Management | MA CCM, der im Fallsemester 2018 durch den Masterstudiengang Pioneering in Arts, Media & the Creative Industries | MA AMC (eine umfassende Weiterentwicklung des MA CCM) abgelöst wird.

Isabel Schünemann

Dass Bildung sie einmal so sehr beschäftigen würde wie heute, kam für Isabel Schünemann unerwartet. Zwar wollte sie immer studieren, wuchs aber in einem Umfeld auf, in dem kaum jemand Abitur hatte.

Isabel Schünemann | MA CCM


Da schienen ihr ein geisteswissenschaftliches Studium und eine wissenschaftliche Laufbahn zunächst vollkommen abwegig. Heute bereitet die CCM-Masterstudentin und Stipendiatin der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) ihre Promotion in Kultur- und Literaturwissenschaften vor. Und forscht über Bildung.


Viel Zeit für Schule hatte die heute 26-Jährige ohnehin nie. Als Kunstturnerin verbrachte sie nahezu täglich viele Stunden in der Turnhalle, engagierte sich außerdem als Trainerin mehrerer Mannschaften. In der Schule kümmerte sie sich in Pausen und Freistunden lieber um die Förderung und Nachhilfe jüngerer Schüler, betreute in den Ferien Kinderfreizeiten und fuhr in Trainingslager. „Schule war irgendwann nur noch das, was ich auf der S-Bahn-Fahrt zum Training gemacht habe“, scherzt die Studierende und verschweigt dabei, dass in ihrer Abiturnote trotzdem eine eins vor dem Komma steht. Außerdem arbeitete sie seit ihrem 14. Lebensjahr nebenher: „Ich fand es gut und wichtig, Verantwortung für andere und mich selbst zu übernehmen und früh auf eigenen Beinen zu stehen.“

Nach einem wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor stieß sie vor zwei Jahren auf die ZU: „Es war eine akademische Liebe auf den ersten Blick“, gibt sie verlegen zu. Obwohl sie eigentlich einen Master in Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik in Schottland plante, bewarb sie sich an der ZU für Kommunikations- und Kulturwissenschaften. „Die ZU weckte in mir plötzlich wieder das Bedürfnis, diese intellektuelle Leidenschaft für Theorie, Kultur und Literatur doch in einem Studium auszuleben. Es war die Entscheidung, Bildung nicht mehr Nebensache sein zu lassen.“ Und das nahm sie wörtlich.

Zwar blieb sie ihrem Interesse für Entwicklung und „Soziale Innovationen“ als Mitarbeiterin am Civil Society Center | CiSoC treu, doch konzentriert sie sich im Studium selbst lieber auf geisteswissenschaftliche Fragestellungen. Und Bildung. Sie engagiert sich in zahlreichen Zones in der Universitätsentwicklung, organisiert bereits zum zweiten Mal die studentische Forschungskonferenz ZUfo mit und schreibt derzeit an der Stanford University ihre Masterarbeit über die digitale Vorlesung.

Michelle Mallwitz

Mit der Mitarbeit in der Schülerzeitung und dem Engagement in Theater-, Kabarett- und Kunst-AG hat bei ihr alles angefangen. Es folgte die Mitarbeit an der Abi-Zeitung, der Hochschulzeitung, die Wahl zur studentischen Prodekanin und Mitgründerin eines Journals für studentische Forschung. An der ZU wurde sie zur Semestersprecherin und ins StudentCouncil gewählt. Jetzt bringt Michelle Mallwitz als Vizepräsidentin seit Juli die studentische Perspektive ins ZU-Präsidium ein.

Michelle Mallwitz | MA CCM


Mallwitz hat bereits sehr früh angefangen, sich sozial zu engagieren: „Ich war auf einer katholischen Privatschule, was schlimmer klingt, als es ist“, erklärt Mallwitz schmunzelnd. „Die Schule hat viele Möglichkeiten geboten, was man außerhalb des Unterrichts machen kann, und das habe ich ausgenutzt.“ Anders als vielleicht zu erwarten, gehörte sie am Ende „auch noch zu den unglaublich unsympatischen Leuten, die einen 1,0er-Schnitt im Abitur hatten“, gibt sie lachend zu.

Nach dem Abitur ging Mallwitz zum Studium der Kultur- (Hauptfach) und Wirtschaftswissenschaften (Nebenfach) nach Lüneburg. „Ich konnte mich schon damals nicht so richtig auf ein Fach festlegen und fand die Mischung spannend“, erläutert Mallwitz. „Außerdem gehöre ich zu den verrückten Menschen, die Zahlen beruhigend finden.“ In Lüneburg profitierte sie zudem von einem ähnlichen Konzept wie an der ZU: Neben dem fächerübergreifenden gemeinsamen ersten Semester kann man dort pro Semester ein Seminar aus einem anderen Fachbereich besuchen.

An der ZU wurde die CCM-Studierende Semestersprecherin und Mitglied des StudentCouncils. „Ich habe gemerkt, wie sehr mir die Uni gefällt, und wollte mich noch mehr einbringen“, beschreibt Mallwitz ihre Bewerbungsmotivation für das Amt der studentischen Vizepräsidentin. „Als studentische Prodekanin im Ehrenamt stieß ich irgendwann an Grenzen. Ich wollte mehr machen, habe aber nebenher auch noch studiert.“ Dass sie die Rolle der studentischen Vizepräsidentin ein Jahr in Vollzeit ausüben kann und regulär Geld dafür bekommt, ist „schon ein kleiner Bonus“, sagt Mallwitz.

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