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Hintergründe und Profilierung

Die Digitalisierung hat zu einem tiefgreifenden Wandel der Kultur- und Wissensproduktion geführt und neue Formen von Öffentlichkeiten hervorgebracht. Vor diesem Hintergrund entwickeln sich die Kreativindustrien, erodiert der klassische und expandiert der neue Mediensektor, entstehen vielfältige Formen der Mitbestimmung und der Vernetzung*. Globalisierung, Migration und Digitalisierung haben den Zugang zu kulturellen, medialen und künstlerischen Praxisfeldern verändert. Die Akteure sind diverser und heterogener, die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, Produktion und Konsumption, dem Privaten und dem Öffentlichen sind durchlässig geworden. Damit sind die Erwartungen an die Mitgestaltung und -entwicklung von Kultur-, Medien- und Kreativformaten gestiegen.

Dieser Umbruch von Praktiken, Wissensformen, Arbeitsweisen und – in der Folge – auch der Ökonomien im Kultur- und Medienbereich verlangt Pioniere, Gestalter und Gründer eines neuen Typs. Die Neuordnung gesellschaftlicher Beteiligungsstrukturen und zivilgesellschaftlichen Engagements braucht ein spezifisches Management. Alternative Projekte suchen nach alternativen Finanzierungsstrategien, passgenauen Betreibermodellen und unabhängigen Kommunikationskanälen.

„Technologie ist nicht länger das Forschungsgebiet einzelner, sondern verwandelt die Wissensproduktion insgesamt“

Geert Lovink


Für genau diese Aufgabenprofile im öffentlichen und privaten Kultur- und Medienbereich sowie in den Kreativindustrien, aber auch für die Entwicklung von Beteiligungsverfahren soll der Masterstudiengang Pioneering in Arts, Media & the Creative Industries | AMC qualifizieren. Das Studienprogramm ermöglicht seinen Absolventinnen und Absolventen die Erforschung und Durchdringung dieser Veränderungsprozesse und bildet sie zugleich zu kritischen unternehmerischen Akteuren und Kulturproduzierenden aus, die den Begriff der Kultur nicht voraussetzen, sondern stets auch befragen.


Die Auseinandersetzung mit neuen Wegen politischer und öffentlicher Kommunikation steht dabei ebenso auf dem Plan wie Fragen nach der Rolle, die die Künste im Rahmen von gesellschaftlichen Transformationsprozessen spielen. Kultur- und gesellschaftswissenschaftliche Aspekte werden dabei nicht nur analytisch und theoretisch in den Blick genommen, sondern mit einer planerischen Perspektive verschränkt.


Neben einer theorie- und forschungsgetriebenen Auseinandersetzungen mit Öffentlichkeit, Kommunikation und Kultur soll der MA AMC deshalb über Feldstudien und die Mitarbeit an konkreten Praxisprojekten (etwa der Erarbeitung von Kulturleitbildern, kuratorischen Projekten, Beratungen und Entwicklungsplänen, Medienkampagnen und Analysen von Kommunikationsprozessen) darauf vorbereiten, sich in Betreibermodelle, kultur- und medienökonomische Fragen, Planungs-, Management- und Organisationsformen einzuarbeiten. Diese projektbasierte Arbeit wird von Lehrveranstaltungen begleitet, die besonders für Beteiligungsprozesse im öffentlichen Sektor, den Wandel im Non-Profit-Sektor und kooperative Formen der Führung sensibilisieren.



* Vgl. hierzu http://www.kultur-kreativ-wirtschaft.de/, https://www.unesco.de/kultur/kreativwirtschaft.html und http://www.creativeeconomies.com/reports/order

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