Patrick

Im Kompass-Studium deckte er alle seine Interessengebiete durch Einführungs- und Vertiefungskurse ab

Patrick, Teilnehmer im Fall Semester 2020


Fast hätte Patrick die Wahl, was er nach dem Schulabschluss macht, in Kanada getroffen. In der Schulzeit verbrachte er dort ein Jahr in einem Internat. „Ich war 15, bin dort 16 geworden und in dem Alter wird man da schon ein bisschen ins kalte Wasser geschmissen. Aber die Zeit hat mich persönlich weitergebracht und ich habe wichtige Lebenserfahrung gesammelt.“ Er überlegte, in Kanada zu bleiben und dort seinen Abschluss zu machen, kehrte dann aber doch an sein Gymnasium außerhalb von München zurück.

"Das Kompass-Studium hat mir auf jeden Fall auf dem Weg zu meinem Studium geholfen - auch wenn ich mich für einen Fachbereich entschieden habe, den es an der ZU nicht gibt."



Patrick wusste schon in der Schule, wo seine Vorlieben liegen: Er interessierte sich von Anfang an für Sprachen und lernte neben Latein und Englisch auch Französisch. Gute Noten hatte er außerdem in den Fächern Geschichte und Sozialkunde. Aber Noten allein spiegelten seine Interessen nicht wider, denn: „In Wirtschaft war ich nicht so gut, aber es hat mir immer gefallen“.


Diese Interessenschwerpunkte brachte er auch in einem Projekt ein, das in Bayern in der Oberstufe gefordert ist. Mit weiteren Schülerinnen und Schülern organisierte er eine Talkshow zum Thema „Wertewandel in der heutigen Gesellschaft“. Patrick übernahm die Moderation und erzählt: „Ich hatte großen Spaß daran, aber es war auch eine Überwindung, vor 200 Leuten zu sprechen. Und es waren ja auch wichtige Persönlichkeiten dabei.“ Auf dem Podium saßen neben Joschka Fischer Susanne Porsche, Autorin eines Buchs über Werte, sowie Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank.


An die ZU kam Patrick über seine Schwester, die dort Sociology, Politics, & Economics studierte. Sie riet ihm, gleich ein Bachelor-Studium aufzunehmen, da ein Wechsel des Studienfachs notfalls auch nach dem ersten Jahr noch problemlos möglich ist. Er entschied sich dann aber doch für das Kompass-Studium, da dieses allgemeiner ausgerichtet ist. Denn Patrick hatte auch noch ein weiteres Interessengebiet: „Ich fand auch Jura immer interessant, aber hatte keine richtige Vorstellung davon, wie eine berufliche Karriere dort aussehen kann. Jura ist ja so ein bisschen alltagsferner, weil man weniger Berührungspunkte damit hat als zum Beispiel mit Medizin.“ 


Im Kompass-Studium deckte Patrick dann alle seine Interessengebiete durch Einführungs- und Vertiefungskurse ab: „Ich habe mehrere Wirtschaftskurse belegt, neben einer Einführung in BWL zum Beispiel auch ‚Innovation and Technology Management‘. Außerdem einen Politikkurs und eine soziologische Veranstaltung zum Thema Sozialer Wandel.“ Besonders begeistert hat Patrick aber der Kurs „Grundlagen des Rechts“, sodass er sich schon während des Kompass-Studiums weiter zum Jura-Studium informierte – und sich in den Voraussetzungen wiederfand. Das breite Fächerspektrum der ZU findet Patrick eigentlich eine „super Sache“. Er hat für sich selbst aber herausgefunden, dass er etwas anderes möchte: „Ich brauche mehr so eine gerade Linie, die mir ein Jurastudium auch bietet. Dass ich diese Erkenntnis gewonnen habe, ist super wertvoll.“


Und was nimmt Patrick noch aus dem Kompass-Studium mit? „Das Kompass-Studium hat mir auf jeden Fall auf dem Weg zu meinem Studium geholfen – auch wenn ich mich für einen Fachbereich entschieden habe, den es an der ZU nicht gibt. Ich glaube, es wird jedem helfen, der noch nicht weiß, was er will und noch keinen Plan hat.“ Das Orientierungssemester erleichtert auch den Übergang von der Schule an die Universität: „In der Schule bekommt man eher vorgesetzt, was man lernen soll, und spuckt das dann wieder aus. An der Uni muss man sich Stoff selbst erarbeiten und kann teilweise auch beeinflussen, in welche Richtung sich ein Kurs entwickelt.“ Die ZU hat Patrick als sehr diskussions- und debattenfreudig erlebt. „Es ist eine gute Sache, dass man seine eigene Meinung einbringen kann – auch wenn manchmal vielleicht ein bisschen zu viel diskutiert wird.“ Und er berichtet von einer besonderen Willkommenskultur: „In der Schule interessieren einen die jüngeren Schüler nicht. Ich denke, an Unis und vor allem an der ZU sind Dinge wie Alter, Aussehen oder Meinung keine Hürde, mit jemandem gut auszukommen, weil alle sehr offen sind.“


Patrick nahm das Kompass-Studium gemeinsam mit einem Freund auf und beide merkten, dass das halbe Jahr an der ZU sie auch persönlich verändert hat: „Wir haben beide etwas Neues gemacht, neue Erfahrungen gesammelt. Natürlich sind wir jetzt keine anderen Menschen als davor, aber es hat definitiv eine Entwicklung stattgefunden.“

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