Martin

„Das sind Fächer, die man in der Schule gar nicht hat, und ich habe richtig Lust bekommen, da weiterzumachen und tiefer einzusteigen.“

Martin, Teilnehmer im Spring Semester 2021

Auf die Frage, was Martin in seiner Schulzeit geprägt hat, hat er schnell eine Antwort: das Klavier. „Ich habe viel Klavier gespielt, auch bei Wettbewerben. Zusätzlich habe ich auch Unterricht gegeben. Zwischenzeitlich hatte ich mal sieben Schüler“, erzählt er. Martin gibt auch gerne zu, dass ihm als Schüler vor allem die Aktivitäten Spaß bereiteten, die über den Unterricht hinausgingen. Im Stuttgarter Kepler-Seminar beschäftigte er sich beispielsweise am Wochenende mit Chemie oder Physik. „Viele im Kepler-Seminar haben auch bei Jugend forscht mitgemacht – aber ich war an der Stelle mit Jugend musiziert schon ausgelastet!“ Seine vielseitigen Interessen stellten Martin nach dem Abitur aber vor ein Problem: Wohin sollte es gehen?


Martin entschied sich zunächst für ein Mathestudium in München, da er in der 10. Klasse schon eine Vorlesungsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler besucht hatte. „Während der Online-Phase wegen Corona hatte ich auf einmal mehr Freiräume, weil man nicht mehr unbedingt in den Vorlesungen präsent sein musste. Ich habe angefangen, mich mit 3D-Druck zu beschäftigen und habe viel am Gründerzentrum der Uni in München gemacht.“ Dort tauschte Martin sich beispielweise mit anderen zu Themen des Umweltschutzes aus und sie versuchten, Ideen umzusetzen. „Und dann habe ich gemerkt, dass meine Interessen gar nicht mehr so richtig bei meinem Studium liegen.“ Ein Jahr studierte Martin noch weiter Mathematik, aber er merkte: Andere Interessen blieben dabei auf der Strecke und die Perspektiven nach dem Studium passten ebenso wenig zu dem, was ihn begeisterte.

„Die Atmosphäre in den Kursen ist vollkommen anders als in meinem ersten Studium. Die Studierenden melden sich oft zu Wort, stellen Fragen und es wird viel diskutiert. Man ist fachlich und persönlich auf einer Wellenlänge.“


Martin machte sich also wieder auf die Suche – diesmal mit anderen Fragen als direkt nach dem Abitur. „Ob man sich für ein Fach interessiert oder nicht, das weiß man glaube ich eigentlich schon ganz gut. Die Frage ist: Wie wird das Fach umgesetzt, wie sieht die Lehre aus?“ Die ZU hatte er ein paar Jahre zuvor schon auf einer Bildungsmesse kennengelernt und so stieß er aufs Kompass-Studium. Heute sagt er: „Ich bin wirklich sehr glücklich mit den letzten Monaten. Nach der Erfahrung, dass es eben ein Jahr lang nicht richtig gepasst hat, habe ich mich hier sehr aufgehoben gefühlt und viel mitgenommen.“ Der Kompass-Kurs Lesen und Verstehen vermittelte ihm beispielsweise ein ganz neues Bewusstsein für seine bisherige „Lese-Existenz“, also die Frage, welche Texte und welches Verhältnis zum Lesen ihn geprägt haben. Manche Diskussionen über Texte im Deutschunterricht der Oberstufe hat er noch gut im Kopf. „Das war so inspirierend! Es hört sich vielleicht ein bisschen kitschig an, aber ich frage mich, was passiert wäre, wenn ich das nicht gehabt hätte.“ Bei einer Vortragsreihe hörte Martin einen soziologischen Vortrag zum Thema Apokalypse, der ihm sehr gut gefallen hat. „Das sind Fächer, die man in der Schule gar nicht hat, und ich habe richtig Lust bekommen, da weiterzumachen und tiefer einzusteigen.“
Neben den Kursen konnte Martin auch sein Interesse an Startups weiterverfolgen, indem er sich bei Tatendrang engagierte, einer studentischen Initiative zum Thema Gründung und Unternehmertum. „Natürlich war das durch Corona ein bisschen eingeschränkt. Der geplante Pitch Brunch findet erst nächstes Semester statt, aber in Vorbereitung darauf haben wir uns ein paar Mal getroffen.“

Neben fachlichen Aspekten fallen Martin aber noch mehr Dinge ein, die ihm im Kompass-Studium gefallen haben: „Die Atmosphäre in den Kursen ist vollkommen anders als in meinem ersten Studium. Die Studierenden melden sich oft zu Wort, stellen Fragen und es wird viel diskutiert. Man ist fachlich und persönlich auf einer Wellenlänge.“ Die ZU habe sich sehr dafür eingesetzt, dass die Studierenden trotz Corona ankommen und sich untereinander kennenlernen. An der staatlichen Universität sei es dagegen deutlich anonymer zugegangen. „Außerdem habe ich gemerkt, dass der Ort, an dem man studiert, doch einen Unterschied macht. Das habe ich in meine Entscheidung fürs Kompass-Studium gar nicht mit einfließen lassen, weil ich gedanklich vor allem beim Fachlichen war.“ Aber die Möglichkeiten, sich zum Beispiel zum Lesen einfach mal an den See zu setzen, mache doch einen Unterschied.

Und wie sehen Martins Pläne nach dem Kompass-Studium aus? Aktuell macht er noch ein Praktikum in Berlin – auch dort hat er schon Leute getroffen, die an der ZU studieren. „Und ich sitze gerade an der Bewerbung für den Wirtschafts-Bachelor der ZU. Ich habe das Mathe-Studium damals ja nicht ohne Grund ausgewählt und mit Wirtschaft lässt sich das super kombinieren.“

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