Linus

„Solange man sich nicht für ein Studium entscheiden muss, ist so eine Vielfalt an Interessen eine gute Sache, aber sobald das Abitur naht, steht man etwas ratlos da.“

Linus, Teilnehmer im Fall Semester 2019 | Foto: ZU/Moritz Schön

Linus ist der jüngste Teilnehmer im Programm, hat aber mit seinen 18 Jahren schon Einiges an Auslandserfahrung gesammelt. In Hamburg besuchte Linus zunächst ein humanistisches Gymnasium. Mit 14 Jahren ist er dann nach England gegangen, um die ICGSE – ein Pendant zur Mittleren Reife – kompakt in einem Jahr zu absolvieren. Begeistert von seiner Erfahrung dort entschied er sich, für zwei weitere Jahre zu bleiben, um das International Baccalaureate (IB) am „UWC Atlantic College“ zu machen. Das hohe Leistungsniveau war für Linus dabei zunächst ungewohnt verglichen mit seiner alten Schule – und eine richtige Herausforderung. Dafür wurde ihm das Einleben in einem Wohnheim zusammen mit 20 anderen Schülerinnen und Schülern und einer fürsorglichen Hausmutter leicht gemacht.

„Ich kannte die ZU vorher gar nicht, aber das Konzept des Programms hat mich überzeugt.“



Fachlich hat es Linus schon immer in zwei unterschiedliche Richtungen gezogen: „Geistes- und Sozialwissenschaften, so wie Geschichte, Wirtschaftswissenschaften oder Politik faszinieren mich sehr. Ich lese zum Beispiel viel über deutsche oder britische Geschichte. Andererseits haben mich in der Schule auch die naturwissenschaftlichen Fächer zum Lernen animiert. Solange man sich nicht für ein Studium entscheiden muss, ist so eine Vielfalt an Interessen eine gute Sache, aber sobald das Abitur naht, steht man etwas ratlos da.“

Über den Tipp eines Bekannten erfuhr Linus dann vom Kompass-Studium. „Ich habe eigentlich nur Positives über die ZU, sowohl von Eltern als auch Studierenden, gehört.“ Im Kompass-Studium sah er eine Möglichkeit, in einem Semester Klarheit zu bekommen: „Ich kannte die ZU vorher gar nicht, aber das Konzept des Programms hat mich überzeugt“, sagt Linus. Auch das idyllische Umfeld am Bodensee war ein Grund für Linus, ein Semester lang nach Friedrichshafen zu kommen.


„Besonders das Format ‚Reading & Reasoning‘ spricht mich an, weil es mir geholfen hat, nach meiner langen Zeit in England wieder in das Denken und Schreiben auf Deutsch zu kommen“. Während seiner Zeit auf dem College nahm Linus zudem bereits an „Model United Nations“ teil, also einer Simulation für Schülerinnen und Schüler, in denen die Arbeit der Vereinten Nationen nachgestellt wird. „Im Planspiel über das Pro und Contra zum Bau einer Windkraftanlage, das wir in ‚Reading & Reasoning‘ hatten, konnte ich da direkt anknüpfen“, sagt Linus. Auch die besonderen Lehr- und Lernkonzepte an der ZU begeistern Linus: „Das Angebot der „StudentStudies“ – also die Möglichkeit, dass Studierende sich selbst ein Thema aussuchen können, das sie interessiert und dann selbst einen Dozierenden und Teilnehmende dafür organisieren – das ist eine geniale Idee“, so Linus.


Da Linus sich vor Aufnahme eines Studiums gerne weiter orientieren möchte, denkt er aktuell darüber nach, nach dem Kompass-Studium noch das studium MINT, ein Orientierungssemester der Technischen Universität München, anzuhängen. „Für alle, die wie ich überprüfen möchten, ob ein geistes- und sozialwissenschaftliches Studium grundsätzlich in Frage kommt, kann ich das Kompass-Studium auf jeden Fall empfehlen“.

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