Katharina

Sie merkte für welche Kurse sie gerne Texte las, mit welchen Themen sie sich gerne auseinandersetzte – und womit nicht.

Katharina, Teilnehmerin im Fall Semester 2020

In der Schulzeit verbrachte Katharina sechs Monate in Australien – eine sehr prägende Zeit für sie: „Man war auf sich allein gestellt und musste eine gewisse Selbstständigkeit entwickeln. Und ich habe Englisch gelernt, was ich als eine der tollsten Sachen wahrnehme.“ Nach der Rückkehr nach Deutschland hat Katharina dann auch ihre weiteren Pläne international ausgerichtet: Sie wechselte die Schule, um neben dem deutschen Abitur das International Baccalaureate (IB) zu absolvieren. Fürs Studium wollte sie wieder ins Ausland oder zumindest einen Studiengang wählen, der englischsprachige Kurse und die Möglichkeit zum Auslandsaufenthalt bietet.

"Das Kompass-Studium hat mir Zeit gegeben, über meine Studienentscheidung nachzudenken, ohne Zeit zu verlieren."


Aber nach dem Abitur wollte Katharina nicht direkt anfangen, zu studieren, weil sie sich noch unsicher war: „Hauptsächlich wollte ich mich zwischen internationalen Beziehungen und Jura entscheiden.“ Außerdem wollte sie erst einmal sehen, ob eine Universität zu ihr passt oder vielleicht doch eher ein duales Studium oder eine Ausbildung. Am Kompass-Studium gefiel Katharina, dass es thematisch genau die Fachgebiete umfasste, die sie interessierten: „Ich wusste, dass ich hier nicht nur etwas lerne, was später mit meinem möglichen Berufsfeld zu tun hat, sondern dass das für mich auch allgemeinbildend einen Mehrwert hat.“ 


Den Start ins Kompass-Studium hat Katharina in sehr guter Erinnerung. Vor dem eigentlichen Studienstart lernten sich die Kompass-Studierenden eine Woche lang in der Kleingruppe kennen. „Wir haben das immer unsere ‚Home Base‘ genannt. Dadurch, dass wir uns schon kannten, konnten wir viel entspannter in den Uni-Alltag starten.“


Und wie würde Katharina die Studierenden und das Studium an der ZU beschreiben? Sie schwärmt: „Ich habe selten einen Haufen so ehrgeiziger, selbstbewusster und zielorientierter Menschen getroffen, die gleichzeitig sehr sozial sind. Jeder hat etwas zu erzählen, keine Geschichte ist gleich. Das finde ich super spannend!“ Das Kompass-Studium bietet deshalb laut Katharina die Chance, enge Freundschaften sowohl in der Kompass-Gruppe als auch mit Bachelorstudierenden zu schließen. Das Universitätsgebäude bildet den Mittelpunkt des studentischen Lebens. „Dort trifft sich alles, sowohl Lernen als auch Freundschafen und Ideen. Selbst als es in den Corona-Lockdown ging und man sich nur noch zum Lernen in die Uni gesetzt hat, war da trotzdem ein Gefühl von Zusammensein, trotz Maske und Distanz.“


Beim Besuch der Lehrveranstaltungen merkte Katharina schnell, für welche Kurse sie gerne Texte las, mit welchen Themen sie sich gerne auseinandersetzte – und womit nicht. Das Kompass-Studium bietet Raum für dieses fachliche Austesten. „Wenn sich dann Interessenschwerpunkte verschieben, muss man nicht gleich ein ganzes Studium abbrechen.“ Für Katharina spielte aber nicht nur die fachliche Orientierung eine Rolle: „Man kann auch viel über seine zukünftige Lebensweise herausfinden. Ist eine Kleinstadt wie Friedrichshafen etwas für mich? Wie finde ich es, alleine zu leben? Für mich war zum Beispiel auch eine Frage: Möchte ich überhaupt so weit weg von meiner Heimatstadt Münster leben?“

Auf die Frage, was Katharina das Kompass-Studium gebracht hat, antwortet sie: „Das Kompass-Studium hat mir Zeit gegeben, über meine Studienentscheidung nachzudenken, ohne Zeit zu verlieren.“ Jura war für Katharina immer eine „sichere Option“ gewesen, aber im Kompass-Studium ist ihr bewusst geworden, dass sie auch ein Jura-Studium nutzen würde, um im internationalen Umfeld tätig zu werden. Das Orientierungssemester gab ihr die Sicherheit, diesen Weg jetzt direkt einzuschlagen: Seit dem Spring Semester 2021 studiert sie den Bachelor Politics, Administration & International Relations (PAIR) an der ZU. Sie betont aber: „Auch wenn man feststellt, dass keines der Fächer der ZU zu einem passt, bringt das Kompass-Studium etwas.“ Ihr Mit-Student Patrick entschied sich zum Beispiel im Anschluss für ein Jura-Studium.

Und was würde Katharina zukünftigen Kompass-Studierenden raten? Für sie waren vor allem die Kurse für höhere Semester aufschlussreich, da diese das spätere Studium gut widerspiegeln. Dort hat sie außerdem auch kritischere Stimmen kennengelernt: „Im ersten Semester haben die Leute vielleicht noch die ‚rosarote Brille‘ auf. Studierende aus höheren Semestern neigen eher dazu, sich auch mal kritisch zu äußern, was ich wirklich hilfreich fand.“ Und sie rät dazu, sich nicht nur fachlich auszuprobieren: „Wenn dich zum Beispiel jemand fragt, ob du beim Cheerleading mitmachen willst oder zu einer Party kommen möchtest, geh einfach hin und probier es aus – dafür ist diese Zeit da.“

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