Hannah

Nach dem Abi wollte Hannah erst einmal einen Überblick über die Vielfalt an Studienmöglichkeiten bekommen

Hannah, Teilnehmerin im Fall Semester 2019 | Foto: ZU/Moritz Schön

Hannah ist in Stuttgart aufgewachsen und verbrachte ihre Grundschulzeit auf einer „ziemlich strengen Grundschule“, wie sie selber sagt. Dadurch wurde sie schon früh mit hohen Leistungserwartungen konfrontiert. „Zu diesen Erwartungen kam auch noch mein hoher Anspruch an mich selbst. Ich habe mich in allen Fächern sehr angestrengt und so auch ein großes Spektrum an Interessen entwickelt.“ Besonders Sprachen sind Hannahs Terrain: Sie lernte gleichzeitig Englisch, Französisch und Spanisch. Auch das Interesse an Literatur und der Popkultur macht Hannah aus: Um ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen, beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit intensiv mit englischsprachiger Literatur und Musik.

„Das Kompass-Studium ist eine gute Mischung aus direkt mit dem Studieren anfangen und einer Studienvorbereitung."



Nach dem Abi wollte Hannah erst einmal einen Überblick über die Vielfalt an Studienmöglichkeiten bekommen. Sie spricht von einer Art inneren Blockade: „Ich hatte nicht die eine Richtung, in die ich gehen wollte, sondern habe mich von vielen Wegen und Möglichkeiten angezogen gefühlt und war zum Teil wirklich überfordert. Ich wollte in der Zeit nach dem Abi irgendetwas machen, das mir Spaß macht, aber gleichzeitig hatte ich den Anspruch, mich auf ein späteres Studium vorzubereiten, mich zu orientieren“. Hannah entschied sich deshalb, für ein halbes Jahr an einem Programm der „DO School“ in Berlin teilzunehmen. „‘Vom Denken ins Handeln kommen‘, das war das Motto“, sagt Hannah. Als Beispiel nennt Hannah ein Projekt, in dem es darum ging, ein Konzept für eine Nachrichtenapp für Jugendliche zu entwickeln, die durch einen anderen Ton und Fokus der Berichterstattung dazu motivieren sollte, sich vor Ort für politische Themen einzusetzen und zu engagieren.


Im Programm erfuhr sie von der alternativen Unternehmensberatung „TheDive“, die zugleich das MagazinNeue Narrative“ verlegt. Das Ziel des Magazins, „Geschichten aus einer neuen, egofreien Arbeitswelt“ zu erzählen, hat Hannah überzeugt – also bewarb sie sich dort für ein dreimonatiges Praktikum als Redakteurin. „Schreiben hat mir schon immer Spaß gemacht und durch das Praktikum habe ich gemerkt, dass ich es mir gut vorstellen könnte, später im journalistischen Bereich zu arbeiten.“


Während ihres Praktikums wurde Hannah dann auf die ZU aufmerksam. „Ich fand es erstaunlich, wie genau die Inhalte der ZU auf meine Interessensgebiete passen“, sagt Hannah, „Ich wusste seit einer Weile, dass ich mich für Kultur, Wirtschaft und politische Themen interessierte, aber nie, was ich davon wirklich vertiefen will – also dachte ich, ich probiere das jetzt im Kompass-Studium einfach mal aus“.


Zu ihren ersten Eindrücken sagt Hannah: „Man bekommt einen guten Einblick in die Fachbereiche, ihre Methoden und aktuelle Diskurse. Wir reden in der Veranstaltung ‚Einführung in kulturwissenschaftliche Fragestellungen‘ gerade über Rechtspopulismus und lesen Philosoph*innen wie Édouard Glissant. Dann schauen wir aber auch Musikvideos, zum Beispiel ‚Deutschland‘ von Rammstein, und beschäftigen uns mit Wahlwerbespots. Diese Vielfalt gefällt mir sehr gut“. Neben ihrer Vorfreude auf den anstehenden Schreibworkshop mit Karin Schwind war Hannah auch vom Rhetorik-Kurs bei Professor Görlich überzeugt: „Herr Görlich war immer sehr gut vorbereitet und man hat gemerkt, dass er sich wirklich für Rhetorik begeistert. Der Rahmen war also vorhanden – trotzdem hatten wir im Seminar immer die Möglichkeit, zu entscheiden, welche Themen wir letztendlich behandeln möchten. Zum Beispiel schreiben wir jetzt eine Überzeugungsrede, können aber selbst bestimmen, zu welchem Thema.“ Herausfordernd findet sie die Masse an wissenschaftlichen Texten, die man an der Uni bewältigen muss: „Ich habe dann auch den Anspruch, das gut zu machen – dadurch habe ich im Kompass-Studium aber auch gelernt, Prioritäten zu setzen“.


Was sagt Hannah nun über ihre Entscheidung zum Kompass-Studium? Alles richtig gemacht? „Das Kompass-Studium ist eine gute Mischung aus direkt mit dem Studieren anfangen und einer Studienvorbereitung. Man hat beides – man ist sowohl mit den Erstis zusammen und hat als immatrikulierte Studentin oder immatrikulierter Student einen gleichwertigen Status, man fühlt sich integriert. Andererseits hat man aber Kurse speziell für die Kompass-Studierenden. Was ich auch gut fand, ist, dass es nur ein halbes Jahr dauert – man kann in ein paar Monaten schon einen guten Eindruck gewinnen“.

Gemäß des Programmtitels hat sich bei Hannah tatsächlich eine Art innerer Kompass ausgebildet: „In den anderthalb Jahren nach dem Abi habe ich generell viel über mich gelernt und intensiv darüber nachgedacht, was mir eigentlich wichtig ist – vielleicht auch, weil ich jetzt schon in vielen unterschiedlichen Kontexten gelebt habe. Im Kompass-Studium konnte ich diese Kriterien weiterentwickeln und habe jetzt mehr Werkzeuge zur Entscheidungsfindung als vorher. Ich kann mir jetzt ganz andere Fragen stellen als noch vor einem halben Jahr“.

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