Elsa

Das Kompass-Studium habe ihr viele neue Möglichkeiten aufgezeigt und sie über den Tellerrand schauen lassen.

Elsa, Teilnehmerin im Spring Semester 2021

Elsas Interesse an Politik ist durch verschiedene Erfahrungen entstanden: Mit 14 Jahren war sie für einen Schüleraustausch in Brasilien und lernte eine neue Kultur und ein Land mit sehr ausgeprägten sozialen Unterschieden kennen. In ihrer Heimatstadt Wuppertal engagierte sie sich bei der Kindertafel: „Da merkt man schon, was für ein Glück man mit seinem Elternhaus hat. Und diese sozialen Fragen sind ja auch eine Seite von Politik.“ In der Oberstufe absolvierte sie dann noch ein Praktikum im Bundestag. In der Schule gefiel Elsa die Tatsache, dass es viele verschiedene Fächer gab und man nicht jeden Tag das Gleiche machte. „An der ZU ist das ja auch ein bisschen so und das hat ganz gut zusammengepasst.“


„Es war richtig gut, alles erst mal ohne Druck zu machen. Schlussendlich habe ich gemerkt, dass man schon irgendwie alles hinbekommt – und dass ich viel mehr kann, als ich dachte.“

Den Übergang von der Schule ins Studium nahm Elsa als riesige Umstellung wahr: „Nach acht gemeinsamen Jahren kennt man sich einfach gut, alle wissen, wie man tickt, und man ist schon lange nicht mehr nervös, wenn man im Unterricht etwas sagt.“ In der ersten Woche des Kompass-Studiums hatte sie vor Nervosität dann erst mal schlaflose Nächte. Auf einmal war nichts mehr vertraut; wenn sie irgendwo hinkam, kannte sie niemanden. Aber sie erzählt: „Wir hatten ja am Anfang des Kompass-Studiums einen Coaching-Workshop und dann am Ende noch mal. Da konnte man so richtig sehen, wie wir uns eingefunden haben und zusammengewachsen sind.“ Elsas prägendster Eindruck von der ZU: „Hier sind einfach alle so aufgeschlossen und hilfsbereit!“ Sie berichtet vom gemeinsamen Lernen in fast fremden WG-Küchen, als die Räume der Uni wegen Corona noch geschlossen sind. Vom Mitarbeiter der Unibibliothek, der ihr beim ersten Besuch alles erklärt. Oder von einer Mitstudentin, die sie im Online-Seminar per privatem Chat ermuntert, als sie sich in einem Bachelorkurs für höhere Semester zu Wort meldet, was sie große Überwindung kostet. „Ich habe gemerkt, dass es mir wichtig ist, in einem Umfeld zu studieren, wo man sich kennt und miteinander vertraut ist.“ 


Die Möglichkeit, ganz unterschiedliche Kurse zu besuchen, hat Elsa am Kompass-Studium besonders gut gefallen: „Ich hatte zum Beispiel VWL und Kulturwissenschaften – viel verschiedener geht es wahrscheinlich nicht!“ Die Kompass-Gruppe hat sich regelmäßig getroffen, aber bei den Kursen konnte auch jeder „sein eigenes Ding“ machen. „Ich hatte das Gefühl, dass die Koordinatorin uns ‚Küken‘ dabei immer gut im Blick hatte und es war super, sie als Ansprechpartnerin zu haben.“ Gleichzeitig fühlte Elsa sich als Kompass-Studentin auch gut in die Gruppe der Erstsemester integriert: „Man hatte nie das Gefühl, man ist ‚nur‘ Kompass-Studentin, sondern es haben sich alle zusammengefunden.“


Aus dem Kompass-Studium nimmt Elsa vor allem ein neues Selbstbewusstsein mit: „Es war richtig gut, alles erst mal ohne Druck zu machen. Wenn mal etwas schwierig war, dann dachte ich: Es ist ja nur das Orientierungssemester. Und schlussendlich habe ich gemerkt, dass man schon irgendwie alles hinbekommt – und dass ich viel mehr kann, als ich dachte.“ Neben dem Unileben gilt das vor allem fürs alleine Wohnen: „Einmal war ich total krank und hatte nichts zu essen zu Hause. Oder mein Fahrrad ist kaputtgegangen. Am Anfang war das für mich die totale Katastrophe. Aber beim zweiten Mal habe ich dann einfach einen anderen Kompass-Studenten gefragt und er hat mir beim Reparieren geholfen.“


Und wie sieht es jetzt zum Ende des Kompass-Studiums aus? „Gerade ist sehr viel ungewiss in meinem Leben“, gibt Elsa zu. Das Kompass-Studium habe ihr viele neue Möglichkeiten aufgezeigt und sie über den Tellerrand schauen lassen. „Ohne das Kompass-Studium hätte ich wahrscheinlich einfach Jura studiert und wäre damit zufrieden gewesen. Ich stehe jetzt wieder vor der Entscheidung für ein Studium, aber ich bin viel reicher an Erfahrungen.“ Im Kompass-Studium berichtete eine Absolventin von ihrem Traineeship bei der Europäischen Kommission, bei der auch viele Juristinnen und Juristen tätig sind. Das Arbeitsfeld fand Elsa sehr interessant. „Ich muss mich jetzt zwischen Jura und den Fächern der ZU entscheiden. Aber das Treffen hat mir gezeigt, dass das ja auch ein bisschen in die gleiche Richtung gehen kann, was die beruflichen Perspektiven angeht.“ Eine endgültige Entscheidung hat Elsa noch nicht getroffen: „Einerseits fühle ich mich hier sehr wohl und habe viele Freunde gefunden. Der Zusammenhalt hier hat mir richtig gut gefallen. Aber die Aussicht auf eine andere Stadt und eine neue Uni ist auch sehr reizvoll – und ich bin mir nicht sicher, ob ich Jura nicht doch ein bisschen spannender finde.“


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