17.11.2021

Josef-Wagner-Stiftung trifft Stipendienempfänger

Seit Beginn der Kompass-Studiums 2019 unterstützt die Josef-Wagner-Stiftung das Orientierungssemester jedes Jahr mit mehreren Vollstipendien. Die Stipendien erhalten dieses Semester Stella, Johanna und Lasse. Hubert Riek, Vorsitzender des Stiftungsvorstands, war nun an der ZU zu Gast, um die Stipendiatinnen und den Stipendiaten kennenzulernen und die Stiftung vorzustellen.


Die Josef-Wagner-Stiftung unterstützt begabte Studierende und Auszubildende mit (Deutschland-) Stipendien und setzt sich für bedürftige Personen, Kinder und Jugendliche sowie Ältere in der Region ein. Gegründet wurde sie 1972 von Josef Wagner, Vollblutingenieur und Gründer der Firma Wagner. Wagner studierte Flugzeugbau und Elektrotechnik in Konstanz und Augsburg, konnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs allerdings nicht in diesem Bereich arbeiten. Im vom Krieg zerstörten Friedrichshafen gab es jedoch einen großen Bedarf an Produkten für den Wiederaufbau und Josef Wagner entwickelte eine Farbspritzpistole, die den vorhandenen Geräten durch eine neue Technik überlegen war. Heute bietet die Firma Wagner weltweit Beschichtungstechnik für Heimwerker, Handwerk und Industrie.

Foto: ZU | Sebastian Paul


Hubert Riek weist darauf hin, dass Farbe überall präsent ist und ein sehr weites Spektrum umfasst: Es gibt Farbe in den unterschiedlichsten Konsistenzen, mit diversen Funktionen und nicht zuletzt ästhetischem Wert. Riek ist heute Vorsitzender des Stiftungsvorstands, arbeitete aber 40 Jahre bei der Firma Wagner und lernte den Firmengründer persönlich kennen. Er beschreibt ihn als einen Mann mit enormer Präsenz, der zwar nicht viel sprach, aber die Dinge präzise auf den Punkt brachte. Mittelmäßigkeit tolerierte er nicht, oft gab er mehreren Gruppen die gleiche Aufgabe, um aus deren verschiedenen Lösungsansätzen die bestmögliche Lösung zu kombinieren. „Er wollte eben nicht die erstbeste Lösung, sondern die beste“, erzählt Riek. Dieses auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt wirtschaftliche Vorgehen begründete den guten Ruf der Firma Wagner, innovativ zu sein und hochwertige, verlässliche Produkte herzustellen. Viele Details aus dem Leben und Arbeiten Josef Wagners wurden erst im Zuge einer historischen Recherche bekannt, die die Stiftung in Auftrag gab, da sie im Jahr 2022 das 75-jährige Jubiläum der Firma Wagner und das 50-jährige der zugehörigen Stiftung feiert. Im Sommer wird auch ein Buch zum Leben Josef Wagners veröffentlicht.


Bei dem Treffen interessiert sich Hubert Riek auch für die Eindrücke, Erfahrungen und Pläne der Kompass-Studierenden. Diese berichten, dass sie gut an der Universität angekommen sind. Den Auszug aus dem Elternhaus beschreiben alle als große Umstellung, die sie aber auch zu schätzen gelernt haben. Für die Möglichkeit, das Kompass-Studium mit einem Stipendium der Josef-Wagner-Stiftung zu absolvieren, sind sie dankbar, denn es ermöglicht einen Einblick in universitäres Lernen und Leben mit einer engen Betreuung und ohne den Druck, den ein „richtiges“ Studium vielleicht aufbaut. Endgültig entschieden, wie es weitergeht, haben sich Lasse, Johanna und Stella noch nicht. Für die nächsten Monate planen sie Praktika in weiteren Fachbereichen, die sie interessieren, oder schauen sich andere Universitäten an. Auch sie wollen also erst noch mehr Möglichkeiten kennenlernen, bevor sie sich für die beste „Lösung“ der Frage nach dem passenden Studium entscheiden.

Zeit, um zu entscheiden

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