10.11.2021

EU, UN, NATO – Wege in internationale Institutionen

ZU-Absolvent Jannis Kappelmann gibt einen spannenden und ehrlichen Einblick in seine berufliche Laufbahn und das Arbeitsfeld internationale Beziehungen.


Im Rahmen ihres Kompass-Studiums erhalten die Teilnehmenden die Chance, in den Austausch mit Absolventinnen und Absolventen der Zeppelin Universität zu kommen. Aufgrund des hohen Interesses am Studiengang Sociology, Politics & Economics (SPE) und dem Berufsfeld internationale Beziehungen in der diesjährigen Kohorte war im November Jannis Kappelmann eingeladen. Er beendete 2019 sein Studium an der Zeppelin Universität und bereitet gerade seine Dissertation zum Thema nukleare Abrüstung und internationale Sicherheit vor. Digital zugeschaltet berichtet Jannis von seinen Erfahrungen, zum Beispiel von Praktika bei den Vereinten Nationen oder seinem Master im Bereich International Conflict Studies am King’s College in London.


Seine Zeit an der ZU beschreibt Jannis als bereichernd durch großartige Menschen, interessante Gespräche und die hilfsbereite Atmosphäre an der Universität. Er findet aber auch sehr ehrliche Worte zu Themen wie Leistungsdruck im Studium, was zu einem ausgeglichenen Eindruck bei den Kompass-Studierenden führt. Jannis entschied sich für den Studiengang SPE, da er eine breite Grundlage für seinen weiteren Bildungsweg legen wollte. Im Studium selbst wurde sein Interesse für Politik und später dann speziell für internationale Beziehungen (IB) immer größer. Sein umfangreiches Wissen kann er heute oft anwenden, da IB eben nicht nur von politischen, sondern auch von wirtschaftlichen und soziologischen Faktoren beeinflusst werden.

Das zeigte ihm auch sein einjähriger Master in International Conflict Studies in Großbritannien. Diesen beschreibt Jannis als „kurz und online“. Rückblickend würde er eher einen zweijährigen Master empfehlen, um sich intensiver mit den Themen auseinandersetzen zu können.


Jannis gibt den Kompass-Studierenden einen Überblick über Berufsmöglichkeiten im Bereich IB im In- und Ausland sowie über die verschiedenen Stellenarten und Einstiegsmöglichkeiten bei der EU, der NATO und den UN. Auch hier weist er ehrlich darauf hin, dass Praktika oft nicht oder schlecht bezahlt sind und die zugeteilten Aufgaben je nach Praktikum sehr unterschiedlich sein können. Er selbst hatte großes Glück, sein Praktikum in der liechtensteinischen Vertretung der UN in New York absolvieren zu können: „Ich hatte mich auch für die deutsche Vertretung beworben, aber die liechtensteinische Vertretung ist sehr viel kleiner und ich konnte dort viel mehr Verantwortung tragen.“ Über das Carlo-Schmid-Programm verbrachte Jannis im Bachelor dann noch einige Monate auf Barbados beim World Food Programme und lernte so auch die Bereiche humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz kennen. Er rät den Kompass-Studierenden, Berufserfahrung zu sammeln, sich auch mal auf höher ausgeschriebene Praktika zu bewerben und die Chance zu nutzen, ins Ausland zu gehen.

In der Fragerunde interessieren sich die Kompass-Studierenden für Jannis‘ Zeit bei den UN, Leistungsdruck in einem Praktikum, aber auch zum Quereinstieg in die IB. Jannis beruhigt die Anwesenden, dass ein Bachelor in IB keinesfalls nötig ist und dass er durch seine breite Bildung eher Vorteile erfahren hat. Das Berufsfeld IB ermögliche es natürlich, im Ausland zu leben, es gebe aber auch interessante Stellen im Inland, zum Beispiel bei ThinkTanks.


Als abschließende Botschaft ist Jannis noch eines wichtig: „Scheitern gehört dazu!“ Nur wenige machten das, was sie sich am Anfang des Studiums vorgenommen haben. Es sei auch völlig in Ordnung, mal kein Praktikum zu machen. Das Wichtigste sei, etwas zu finden, an dem man Spaß habe und das zu einem passe.

Zeit, um zu entscheiden

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