23.10.2020

„Der erste Job nach dem Studium ist nicht der letzte“

„Sonderpädagogik studieren oder doch lieber Wirtschaftswissenschaften?“ – „Ich habe den Bewerbungsschluss fürs Studium verpasst.“ – „Mein gewählter Schwerpunkt hat doch nicht zu mir gepasst.“ – „Mir wurde gekündigt.“ – „Ich konnte Gelerntes gar nicht einsetzen.“ Beim Austausch mit den ZU-Alumni Yasmin Camara und Okan Demir ging es vor allem um persönliche Erfahrungen zu den Themen Studienwahl und beruflicher Werdegang.


Foto: ZU | Annika Hörenberg

Heute sind beide beruflich bei ZF in Friedrichshafen angekommen. Die Firma gehört zu den großen Automobilzulieferern und beschäftigt weltweit über 160.000 Mitarbeitende auf allen Kontinenten. „Es gibt eigentlich kein Fahrzeug, in dem nichts von ZF verbaut ist“, sagt Okan Demir. Wichtiger als das Endprodukt ist beiden aber die Atmosphäre im Unternehmen und die Gestaltungsmöglichkeiten, die sie bei ihrer Tätigkeit haben.
Yasmin Camara stieg bei ZF im Bereich Digitalisierungsprojekte ein und beschäftigte sich dort unter anderem mit den Themen Künstliche Intelligenz und Automatisierung im Controlling. Mittlerweile arbeitet sie im Performance Controlling, wo es um die Frage geht, ob bestimmte Kennzahlen aus den Geschäftsbereichen des Unternehmens den gesteckten Zielen entsprechen. Nach ihrem Bachelor-Abschluss in Corporate Management & Economics (CME) mit Minor PMG (heute PAIR) hatte sie zunächst in einer Finance-Beratung für kleine und mittelständische Unternehmen sowie im Marketing-Controlling einer österreichischen Firma Berufserfahrung gesammelt.
Okan Demir sieht sich als Generalist, der verschiedene Fachbereiche verbindet, um strategisch in die Zukunft zu denken. Sein Arbeitsalltag im Bereich Mergers & Acquisitions (Firmenfusionen und -übernahmen) besteht vor allem aus der Erarbeitung von Konzepten, die dann mit Partnern weltweit diskutiert und verhandelt werden. Nach einer Ausbildung zum Industriemechaniker studierte Okan Demir zunächst Maschinenbau und war einige Jahre im Vertrieb mit internationalen Kooperationen tätig, bevor er sich für ein Master-Studium in Corporate Management & Economics (CME) an der Zeppelin Universität entschied.


Foto: ZU | Annika Hörenberg

Was ist für die beiden Alumni das Besondere an der ZU? Sie ermöglicht gegenüber anderen Universitäten zwar keine speziellen Karrierewege oder ein besseres Gehalt, aber dafür die Möglichkeit, schon im Studium ein Netzwerk aufzubauen. Yasmin Camara fand etwa über das Format ZUtaten einen Praktikumsplatz in den USA. Der Anspruch, sich Dinge selbst anzueignen, sich manchmal auch „durchwühlen“ zu müssen, ist für sie typisch für die ZU. Darüber hinaus haben die Alumni vor allem die bunte Mischung an Studierenden und die Diskussionskultur positiv in Erinnerung. Die eher kleine Auswahl an Fachbereichen wird ausgeglichen durch eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich neben dem Studium zu engagieren. Die ZU bietet ein generalistisches Studium, das Absolventinnen und Absolventen viele Türen offenhält. Das passt zum Rat der beiden Alumni an die Kompass-Studierenden: Die meisten Lebensläufe sind heute nicht mehr geradlinig. Es lohnt sich also, verschiedene Erfahrungen zu sammeln und offen zu bleiben. Manchmal macht man dann Dinge, die man sich vorher nie vorgestellt hat – weil es auf einmal passt.

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