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01.05.2016

Verena Lossa und Markus Kreysch

Die beiden CME-Bachelorstudierenden Verena Lossa und Markus Kreysch bilden ein gutes Gespann. So haben sie im vergangenen Jahr gemeinsam die Gesamtleitung der Workshop- und Karrieretage ZUtaten übernommen. Dabei bestand eine besondere Herausforderung darin, das zweitägige Event erstmals im neuen ZF Campus der ZU auszurichten, eine Aufgabe, die sie beherzt angegangen sind und mit viel Herzblut gemeistert haben.



Ob Zufall oder nicht: Verena Lossa und Markus Kreysch haben früh angefangen, Musikinstrumente zu erlernen und im Orchester zu spielen – Lossa entschied sich für den Kontrabass, Kreysch dagegen wählte das Cello. Beiden ist außerdem gemein, dass sie bereits in jungen Jahren erste Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Veranstaltungen gesammelt haben – während Lossa Kinder- und Jugendfreizeiten konzipierte, organisierte Kreysch Konzerte. Im Herbstsemester 2012 haben dann die gebürtige Hessin und der gebürtige Nordrhein-Westfale das wirtschaftswissenschaftliche Studium an der ZU aufgenommen. Und auch hier verbindet sie etwas, nämlich der Hang, sich universitär zu engagieren: So begleitet, unterstützt und repräsentiert Verena Lossa die ZU bei Messeauftritten, und Markus Kreysch führte in Gemeinschaftsarbeit das StudiTicket und die Wohnraumplattform „HousingAnywhere“ an der ZU ein.


Das erste Mal richtig kennengelernt haben sich Lossa und Kreysch im ersten Semester – passenderweise in einem Kurs mit dem Titel „Organisation & Management“. „Damals haben wir also auf gewisse Art und Weise die Grundlagen unserer späteren Projekte kennengelernt“, erwähnt Kreysch schmunzelnd. ZUtaten 2014 war dann das erste große Projekt, bei dem beide mitgewirkt haben. Lossa leitete das Akquiseteam, dem auch Kreysch angehörte: „Dabei haben wir schnell festgestellt, dass wir sehr gut zusammenarbeiten können.“


Die so gewonnenen Erfahrungen und die zufällige zeitliche (und nicht abgesprochene) Überschneidung ihrer Praxissemester haben dann den Ausschlag gegeben, dass sich beide dazu entschlossen, „eine Schippe draufzulegen“ und gemeinsam die Gesamtleitung für ZUtaten 2016 zu übernehmen. „Eine entscheidende Rolle spielte darüber hinaus, dass wir an einem Punkt im Studium angekommen waren, an dem wir die Theorie auch mal in der Praxis anwenden wollten“, sagen Lossa und Kreysch. Anschließend ging es darum, gemeinsam mit Anne Pajarinen, Leiterin des TalentCenter, aus einer Fülle von Kandidaten das Team zusammenzustellen. „Geachtet wurde dabei auf die Fähigkeiten der Studierenden und wer langfristig mit Engagement und Leidenschaft mitwirkt“, bemerkt Kreysch.


Aus ersten Überlegungen resultierte rasch das Motto: „Einsteigen – Umsteigen –Aussteigen“. Damit wollten sie insbesondere den Gedankenspielen der Generation Y Rechnung tragen, einer Generation, deren beruflicher Weg unterschiedliche Stationen ansteuert: „Zwar geht es für uns Studierende vordergründig ums Einsteigen, aber gleichzeitig schwingt immer die Beschäftigung mit dem richtigen Zeitpunkt des Umsteigens und Aussteigens mit“, erläutert Lossa. „Denn nach dem Berufseinstieg stellt sich vielen schon bald die Frage: Wann entscheide ich mich dazu, eine Stelle aufzugeben und eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen?“


Wichtig für den Erfolg von ZUtaten 2016 war außerdem ein ausgeglichenes Unternehmensportfolio, von dem sich Studierende auch angesprochen fühlen. „Bei der Akquise der Unternehmen war es uns ein Anliegen, die ganze Bandbreite von Konzernen über mittelständische Betriebe bis hin zu Start-ups abzudecken und ZUtaten so für möglichst viele auswärtige und ZU-Studierende schmackhaft zu machen“, erwähnt Lossa. Und das ist dem Akquiseteam mehr als gelungen: Ob Auswärtiges Amt, Axel Springer Verlag, Bayerische Staatsoper, Outfittery GmbH, Peek & Cloppenburg KG, Tesla oder ZF Friedrichshafen AG – für jeden Geschmack war etwas dabei. Zusätzlich wurden im Vorfeld sogenannte Pre-Events auf die Beine gestellt, um auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen und studentische Teilnehmer zu gewinnen.


Hier und da standen Lossa und Kreysch allerdings auch vor kleineren und größeren Problemen: So haben nicht nur Lieferanten und sogar Unternehmen kurzfristig abgesagt, sondern auch innerhalb des Teams ging es nicht immer konfliktfrei zu – was aber angesichts der Gruppengröße von insgesamt 27 Teammitgliedern und der Dimension des Projektes nicht ungewöhnlich ist. „Dennoch war dies eine besondere Herausforderung. Denn um den Zusammenhalt des gesamten Teams zu gewährleisten und Konfliktpotential schnellstmöglich einzudämmen, ist eine gewisse Portion Führungserfahrung und ein ausgewogener Führungsstil unabdingbar“, sagt Lossa, die bereits in ihrer Schulzeit als Mediatorin Konflikte zwischen verschiedenen Parteien löste. Dahingehend haben Lossa und Kreysch wertvolle Erfahrungen gesammelt: „Wir haben ungemein viel gelernt, vor allem, wie man ein Team zusammenstellt, motiviert und führt, wie man ein gesundes Arbeitsklima aufrechterhält, aber vor allem, wie man sich selbst strukturiert.“


Noch herausfordernder war es allerdings, die zweitägige Veranstaltung erstmals in den Räumen des neuen ZF Campus der ZU stattfinden zu lassen. „Doch daraus ergaben sich auch Chancen, neue Formate auszuprobieren“, bemerkt Kreysch. „So haben wir zum ersten Mal nicht nur unsere Alumni miteinbezogen, sondern auch eine Gründerküche installiert und damit Start-ups in die Gesamtkonzeption integriert.“ Nach einem Jahr Vorbereitungszeit war es Anfang März dann soweit: Mehr als 400 Studierende und 28 Unternehmen kamen bei der siebten Auflage der Workshop- und Karrieretage ZUtaten an die ZU, um sich näher kennenzulernen und auf Augenhöhe auszutauschen.


Fazit? „Wir sind überaus zufrieden mit dem Ablauf des Events und freuen uns sehr, dass alles so wunderbar geklappt hat“, sagen Lossa und Kreysch. „Wir möchten auf diesem Wege in erster Linie dem gesamten Team danken, ohne dessen herausragendes Engagement ein solches Event nicht möglich gewesen wäre. Ein ganz großer Dank gilt auch den studentischen Teilnehmern und beteiligten Unternehmen, die ZUtaten zu etwas ganz besonderem haben werden lassen. Und schließlich möchten wir uns bei der ZU und den Förderern für deren großzügige Unterstützung bedanken.“


Auch auf die Workshop- und Karrieretage ZUtaten 2017 haben Verena Lossa und Markus Kreysch zumindest einen indirekten Einfluss: „Wir haben alle Vorgänge präzise dokumentiert und die Strategie- und Ablaufpläne an unsere Nachfolger weitergegeben. Damit ist für uns das Projekt abgeschlossen, und wir können uns wieder anderen Aufgaben widmen, schauen, dass wir unser Studium erfolgreich zu Ende bringen.“ Wer weiß, ob sich ihre Wege in Zukunft nicht erneut das eine oder andere Mal ganz zufällig kreuzen.

Hintergrund
Die Workshop- und Karrieretage ZUtaten bieten eine Austauschplattform auf Augenhöhe für Unternehmer und Studierende. „Die Idee ist, keine klassische Karrieremesse zu veranstalten, bei der sich die Teilnehmer nur oberflächlich austauschen, sondern ihnen durch Formate wie Workshops und Unternehmenspräsentationen eine Möglichkeit zu geben, sich auf interaktive Weise persönlich kennen und verstehen zu lernen“, erklärt Lossa. Und Kreysch fügt hinzu: „So erhalten Unternehmen eine genauere Vorstellung von den Lebenswegen und Fähigkeiten der Bewerber und umgekehrt gewinnen Bewerber tiefergehende Einblicke in die Unternehmen.“ Das zweitägige Event wird von einem studentischen Organisationsteam auf die Beine gestellt und ist eigenständig finanziert.


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