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01.03.2013

Tobias Kösters

Im Management von Kulturprojekten hat Tobias Kösters bereits reichlich Erfahrung. Der 25-jährige Master-Studierende in Kultur- und Kommunikationswissenschaften organisierte bereits beim Ars Electronica Festival 2012 die Jahresausstellung und leitete im vergangenen Jahr das studentisch organisierte, regionale und integrative „seekult“-Festival. Jetzt steht ihm eine weitere und besondere Herausforderung bevor. Bei ihm laufen für die Festlichkeiten zum 175. Geburtstag von Ferdinand Graf von Zeppelin in Friedrichshafen alle Fäden zusammen: Tobias Kösters arbeitet im Rahmen eines Praxissemesters für die Stadt Friedrichshafen und koordiniert von seinem Büro im Rathaus aus das Zusammenspiel der einzelnen Projekte.

„Ich bin die Schnittstelle zwischen den verschiedenen Projektteams“, beschreibt Kösters seine Arbeit im Projektbüro. Er ist in alle Bereiche der Planung involviert, von der inhaltlichen Entwicklung bis zur Realisierung. „Aus dem Mosaik an einzelnen Programmteilchen soll am Ende ein Gesamtbild entstehen. Ich bin dabei gewissermaßen die Verwaltung innerhalb der Verwaltung“, erzählt Kösters schmunzelnd.


Angefangen hat bei Kösters alles mit einem Hilfsprojekt in seiner Heimatstadt Neu-Anspach im Hochtaunus, bei dem regelmäßig Hilfsgüter nach Bosnien geschickt wurden. Seine Eltern haben das Projekt mitbegründet: „Als Teenager habe ich viel bei der Organisation der Transporte mitgeholfen“, berichtet er. Es folgte das Studium „International Management and Spanish“ in Bath (England) und Madrid. Richtig zufrieden war Kösters mit dem Studium allerdings nicht: „Ich hatte das Gefühl, dass mich der betriebs- und finanzwirtschaftliche Fokus nicht allein zufriedenstellt. Jedenfalls habe ich deshalb die Möglichkeit der Neuorientierung genutzt.“ Aus diesem Grund hat er nach dem Bachelor erst einmal ein Jahr im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „Weltwärts“ in Mexiko vollbracht. Nach der Mitarbeit bei einem Straßenkinderprojekt und im Projektmanagement von sozialunternehmerischen Projekten bei Ashoka in Mexico City kam er zum Studium an die ZU.


In den vergangen Jahren hat Kösters bei vielen Kulturprojekten Erfahrung sammeln können: Direkt bei Studienbeginn trat er dem Organisationsteam des studentischen „seekult“-Festivals bei. Im Jahr darauf übernahm er die Leitung des Festivals. In dessen Rahmen entwickelte er zum Beispiel zusammen mit einem Team aus Studierenden der ZU und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg eine einzigartige medienkünstlerische Ausstellung zur Vergangenheit des Friedrichshafener Fallenbrunnen-Kasernenareals. Zusätzlich war er im vergangenen Sommer für das Projektmanagement der jährlichen Themenausstellung des Ars Electronica Festivals in Linz verantwortlich. Für das studentische Radio „Welle20“ und andere Medien berichtet er dann auch von seinen Festivalerfahrungen.


Kösters ist sich jedenfalls ziemlich sicher, dass er seinen Platz gefunden hat. Er muss nicht unbedingt vorne auf der Bühne stehen, sondern sorgt lieber für den problemlosen Ablauf aus dem Hintergrund: „Im Moment fasziniert mich die Projektentwicklung im Kulturbereich, speziell an der Schnittstelle zwischen technologischer Entwicklung und Kulturproduktion“, schwärmt Kösters, „die Begleitung des Prozesses von der Idee bis zur Umsetzung mit den 1000 Schritten, die dazwischen stehen.“