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01.08.2013

Fabiola Gerpott

„Genie ist 1% Inspiration und 99% Transpiration“ – dieses Zitat des Physikers und Erfinders Thomas Alva Edison steht eingerahmt auf dem Schreibtisch von Fabiola Gerpott. Sie hat es als Abschiedsgeschenk von Trainingskollegen aus ihrer Zeit als Triathletin erhalten, als sie sich nach einem 1,0-Abitur gegen eine Leistungssportkarriere und für einen Weg an die Universität entschied. Talent allein reicht nicht aus, das hat die ZU-Studentin in vielen Trainingsstunden im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen gelernt: „Im Sport wie in der Wissenschaft sind Leidenschaft und Spaß genauso wichtig wie Ausdauer und die richtige Förderung. Ich hatte das Glück, an der ZU genau so ein Umfeld vorzufinden.“


Eine akademische Laufbahn war zwar grundsätzlich eine wünschenswerte Möglichkeit für Fabiola Gerpott. Dass es so gut klappen würde, hätte sich die inzwischen angehende Doktorandin aber selbst nicht vorstellen können. Den Bachelor in Wirtschaftspsychologie an der Ruhr-Universität Bochum schloss sie mit einem 1,0er-Schnitt ab, ihre Thesis mit dem Titel „Oben ohne Frauenquote – Abschätzungen des potenzialadäquaten Anteils von Frauen in Führungspositionen“ erhielt zudem den Rotary Club Bochum Universitätspreis und landete in den Top 10 des Bachelorpreises der Deutschen Gesellschaft für Personalführung. Während ihres Masterstudiums an der ZU hat sie nicht nur studentische Forschung auf Konferenzen präsentiert, sondern wurde auch als „HR Nachwuchs des Jahres“ für ihre Masterarbeit ausgezeichnet und konnte erste wissenschaftliche Beiträge publizieren.


„Forschung hat mich seit Beginn meines Studiums sehr interessiert. Nach meinem Bachelor war ich auf der Suche nach einem Masterstudiengang, der eine starke Forschungsorientierung aufwies. Auf die ZU bin ich durch Zufall gestoßen und war zunächst kritisch, ob eine Privatuniversität wirklich studentische Forschung fördert. Das Auswahlteam hat mich schließlich überzeugt, zum weiteren Studium nach Friedrichshafen zu kommen“, erzählt Gerpott.


Ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Bereits im ersten Semester erhielt sie im Rahmen eines SPSS-Zusatzkurses die Möglichkeit, einen vorhandenen Datensatz als Grundlage für eigene Publikationen zu verwenden. Mit Unterstützung des Marketing-Lehrstuhls wurden Artikel von ihr bei zwei großen Marketing-Konferenzen in Lissabon und Mailand eingereicht und dort auch angenommen. „Die Forschungsförderung der Uni übernahm für beide Veranstaltungen beträchtliche Anteile der Teilnahmekosten, sodass ich hinfahren und meine Ergebnisse der Fachwelt präsentieren konnte“, berichtet sie. „Als Studentin bereits an renommierten Konferenzen teilzunehmen, war großartig und hat mir darüber hinaus bei Bewerbungen um wissenschaftliche Stellen geholfen.“


Aus einer Seminararbeit bei Professor Alfred Kieser im zweiten Mastersemester wurde ein weiteres Paper, das sich kritisch mit der Charismatisierung von Gründern auseinandersetzt. „Unternehmer werden – auch an der ZU – oftmals als sehr visionäre und außergewöhnliche Persönlichkeiten dargestellt, selbst wenn sie in Wirklichkeit gar nicht viel anders als alle anderen sind. Als Vorbilder sollen sie andere zu Gründungen motivieren und verschleiern, dass viele Start-ups klein bleiben oder zugrunde gehen“, sagt Gerpott. Nach einem Praxissemester im Consulting kehrte sie an die Universität zurück. Im dritten Semester besuchte sie noch einige Seminare und schrieb parallel ihre Masterarbeit in einem Forschungsprojekt über generationenspezifische Maßnahmen zur Gewinnung sowie Bindung hoch qualifizierter Fachkräfte. „Auch hier waren die intensive Betreuung und Möglichkeiten zur Veröffentlichung der Ergebnisse hervorragend. Die Unterstützung für studentische Forschung an der ZU ist wirklich einmalig und hat mir den weiteren akademischen Weg geebnet.“


Ab September promoviert Fabiola Gerpott nun bei der Daimler AG in Betriebswirtschaftslehre und Psychologie. Das Double-PhD-Programm wird in Bremen und Amsterdam betreut und befasst sich mit intergenerationalen Qualifizierungsmaßnahmen. Der ZU will sie weiterhin treu bleiben. „Ich hoffe, die Forschungszusammenarbeit aufrechterhalten zu können“, berichtet sie. „Vielleicht komme ich ja eines Tages zurück an die ZU, wer weiß...“