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01.06.2010

Florian Bandel

Wenn es draußen am See vor der Uni richtig stürmt und sich die meisten Studierenden in die Mensa flüchten, dann hat Florian Bandel meist schon das Surfbrett aus seinem VW-Bus geholt und sich in die Wellen gestürzt. Der 22-jährige Bachelor-Studierende der Wirtschaftswissenschaften stand bereits mit fünf Jahren auf dem Brett und gehört zu den besten Windsurfern in Deutschland.


Am Bodensee aufgewachsen, verbrachte Florian Bandel jede freie Minute auf dem Wasser. „Ich bin ein Wettkampftyp. Und ich gewinne gerne“, sagt Bandel mit einem selbstbewussten Lächeln. Sein Ehrgeiz zahlt sich aus: Als Elfjähriger nahm er an seiner ersten Jugend-Regatta auf dem Silvaplana-See bei St. Moritz teil und landete im Mittelfeld. Im Jahr darauf gewann er diese Regatta, mit zwölf Jahren unterschrieb er seinen ersten Sponsorenvertrag, mit 15 Jahren belegte er den dritten Platz bei der Jugendweltmeisterschaft. Es folgten Verträge und Vereinbarungen mit zahlreichen internationalen Unternehmen. „Wenn ich etwas mache, dann will ich auch richtig gut darin sein, das betrifft nicht nur das Thema Sport“, sagt Bandel. Neben vielen anderen Erfolgen dominierte er über mehrere Jahre die deutsche und Schweizer Jugendklasse, konnte mit 18 Jahren beim Euro-Cup in der Herrenklasse im Slalom auf den 12. Platz fahren und gewann die Teamwertung bei der Deutschen Meisterschaft auf Sylt 2008.


Seine Entscheidung an der ZU zu studieren, hat wider Erwarten nur am Rande mit der Lage am Bodensee zu tun. „Ich musste mich zwischen der Hochschule St. Gallen und der ZU entscheiden. Mein PW-Auswahlgespräch mit Stephan Jansen hat schließlich den Ausschlag für die ZU gegeben, danach wusste ich, dass ich hier an der richtigen Adresse bin“, begründet Florian Bandel seinen Entschluss.


Im Studium beschäftigt er sich am liebsten mit dem Gebiet der Unternehmensfinanzierung, leitete erfolgreich Projekte bei der studentischen Unternehmensberatung „Whyknot“ und ist studentischer Mitarbeiter bei Prof. Marcel Tyrell am Buchanan Institut für Unternehmer- und Finanzwissenschaften an der ZU. Im vergangenen Frühjahr studierte er ein Semester an der renommierten Butler-University in Indianapolis und durfte als erster Bachelor-Student den MBA-Kurs in Corporate Finance belegen, den er zugleich mit Auszeichnung als Kursbester abschloss. Sein Praxissemester im Herbst 2009 absolvierte er bei PricewaterhouseCoopers in Frankfurt in der Wirtschaftsprüfung und arbeitete unter anderem am Jahresabschluss der Puma-Group mit.


Mit dem Studium und dem Windsurfen offenbar noch nicht voll auslastet, arbeitet Florian Bandel seit der Gründung im Jahr 2008 als Analyst und Projektleiter für die „Swiss Real Estate Capital AG“. Er strukturiert Sale&Rent-/Lease-Back-Transaktionen der Betriebsimmobilien, vor allem für Portfolio-Unternehmen von Private Equity Gesellschaften. In Zürich als begehrter Analyst gehandelt, übernahm er seit Oktober 2009 zusätzlich bei der Schweizer Private Equity Gesellschaft „Novus-Partners“ projektspezifisch das Financial Modeling und Capital Budgeting. „Beim Financial Modeling geht es um das Herzstück der Deals, da darf man sich keine Fehler erlauben. Das macht es gerade so spannend“, sagt Bandel.


Als Leistungssportler braucht Florian Bandel selbstverständlich auch noch einen Ausgleich in den kalten Monaten: Er ist begeisterter Skifahrer, mehrmaliger Jugend-Bezirksmeister im Slalom und Riesenslalom im Bezirk Hegau/Bodensee, sowie ehemaliger Kaderfahrer. „Ich will immer an meine Grenzen und darüber hinaus gehen. Da ist Ski-Fahren der perfekte Ausgleich im Winter.“ Momentan fährt er allerdings selten Rennen und stürzt sich dafür lieber mit einem Backflip im Funpark oder die Tiefschneehänge der benachbarten Alpen hinunter.


„Nach dem Studium möchte ich mich weiter mit Corporate Finance und hierbei speziell mit Alternative Investments wie Private Equity beschäftigen. Als Eigentümer Restrukturierungen durchzuführen, Prozesse effizienter zu organisieren, renditeorientierte Unternehmenskultur zu implementieren und dabei Unternehmenswert schaffen, das würde mir viel Spaß machen“, sagt Bandel. Einen Master in diesem Bereich kann er sich auch gut vorstellen - aber wo, wann und in welcher Form weiß er derzeit noch nicht genau. Wichtig aber ist: Die nächste Surfgelegenheit sollte nicht zu weit entfernt sein.