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Jonathan Muth

Liebt das „Zwischen“ in seinem CCM-Studium: zwischen Moderne und nächster Gesellschaft, Mensch und Maschine, Soziologie und Kulturwissenschaft

Jonathan Muth

Wer bist Du in der Länge eines Tweets?
Studieren am Tag. Gestalten bei Nacht. Programmieren bis in die Morgenstunden. Niemals-Neinsager. Allo-Didakt.

Welche akademischen Schwerpunkte setzt Du in Deinem Studium?
Diszipliniert undiszipliniert soll ein Studium an der ZU sein. Mit der Festlegung auf die Nichtfestlegung rückt das Zwischen ins Zentrum: Zwischen Moderne und nächster Gesellschaft, zwischen Mensch und Maschine, zwischen Soziologie und Kulturwissenschaft – und genau dort haben sich mir die spannendsten Fragen gestellt. Wie wird ein Zettelkasten zur „größten nicht-menschlichen Intelligenz unserer Zeit”? Was passiert eigentlich, wenn man die Welt in Bits und Bytes zerlegt? Wie geht die Gesellschaft damit um, dass Menschen beginnen mit ihren Computern zu sprechen? Auch wenn sich auf den ersten Blick weder Kommunikation noch Kultur, geschweige denn Management in diesen Fragen wiederfinden, ist die ZU doch der richtige Ort, um genau diese Fragen zu stellen. Denn dort, wo Unkonventionelles zur Konvention erhoben wird, setzen sich akademische Schwerpunkte immer wieder aufs Neue.

Bei welchen studentischen Initiativen und Projekten bist Du beteiligt?
Studentisches Engagement ist sicher nicht der einzige, aber mindestens ein guter Grund sich für ein Studium an der Zeppelin Universität zu entscheiden. Am Anfang war ich von der Bandbreite der Initiativen ziemlich überwältigt und fragte mich: Wo kann ich was bewegen? Wo pass ich rein? Was macht mir Spaß?
Ein Coding Summer Camp, zwei interdisziplinäre Forschungskonferenzen und drei Kulturfestivals später steht für mich fest: Ohne studentisches Engagement wäre ein Studium in Friedrichshafen nur halb so schön. Die Verbindung von Theorie und Praxis wird nirgends so offensichtlich. Oft kommt man mit neuen Ideen aus einem Seminar und kann sie in einer Initiative direkt umsetzten.
Egal ob in organisatorischer Funktion, als Programmierer oder Designer, die Arbeit in und mit Initiativen war oft ein willkommener „nasser” Ausgleich zum „trockenen” Studium.
Persönliche Highlights: Eine eigene Forschungskonferenz aus dem Nichts auf die Beine stellen und 50 Kommilitonen die Möglichkeit dazu geben, sich über die Sommersemesterferien das Programmieren beizubringen. Ein „geht nicht“ gibt‘s nicht. Und ein „gibt‘s nicht“ gibt‘s nicht.

Welche Praxiserfahrungen hast Du während Deines Studiums gemacht?
Für mein Vorpraktikum war ich drei Monate in Jordanien und habe dort bei einer Grafikdesignagentur gearbeitet. Die Gelegenheit, schon vor dem Studium einen Einblick in eine fremde Kultur zu bekommen, bot sich nur, weil die ZU so explizit verlangt, dass man sein „School-Mindset” hinter sich lässt. Dafür bin ich ihr dankbar.
Nach dem dritten Semester ging es für sechs Wochen zu einem Mittelständler im Allgäu, bei dem ich, gemeinsam mit einem Kommilitonen, das Innovationsmanagement neu aufstellen durfte. Rückblickend war das sehr viel Verantwortung für zwei Bachelorstudenten – das Ergebnis, eine selbstprogrammierte Innovationsmanagement-Plattform, lässt sich aber auch heute noch sehen.
Nach dem fünften Semester legte ich ein Praxissemester ein, um bei einer Berliner Webentwicklungsagentur weitere Erfahrung im Digitalbereich zu sammeln. Als Webentwickler konnte ich dort an mehreren internationalen Projekten mitwirken, aus denen unter anderem eine Crowd-Funding-Plattform für Sozialunternehmer geworden ist. Am Ende des Studiums steht noch ein abschließendes Auslandspraktikum aus – ich denke allerdings, man kann jetzt schon erkennen, dass Praxiserfahrung an der ZU nicht zu kurz kommt – und, was noch viel wichtiger ist, dass man als Praktikant von der ZU ernstgenommen wird.

Was ist für Dich das Besondere am CCM-Studium?
Für mich war es nie ein einzelner Studiengang, der die ZU besonders gemacht hat, sondern vielmehr die Möglichkeit, über die Grenzen der Disziplinen hinaus mit Andersdenkenden anders zu denken.

Hast Du einen ZU-Moment, den Du teilen möchtest?
Wenn du ab und zu freiwillig eine Nacht in der Bibliothek verbringst, weil es zwischen den Büchern und Tolomeos einfach viel schöner als zuhause in deiner WG ist.



Interview und Foto: Florian Gehm

  • Billy Penacontreras hat während seines CCM-Studiums die Initiative P[art]y mitgegründet und interessiert sich für soziologische, medientheoretische und kulturwissenschaftliche Fragen
  • Daniel Bastan Setzt in seinem CCM-Studium auf die theoretische Auseinandersetzung mit Soziologie, Wirtschaft, Medienwissenschaft und Cultural Studies
  • Jonathan Muth Liebt das „Zwischen“ in seinem CCM-Studium: zwischen Moderne und nächster Gesellschaft, Mensch und Maschine, Soziologie und Kulturwissenschaft
  • Charlotte Cassel Beschäftigt sich in ihrem CCM-Studium am Liebsten praktisch mit Medien, Digitalisierung und Gesellschaft
  • Amina Heinemann Koordiniert die studentischen Medienprojekte an der ZU und setzt in ihrem CCM-Studium auf die Praxis der Medien
  • Jonas Kellermeyer Manövriert in seinem CCM-Studium theoriegeleitet zwischen den Grundlagen der Philosophie und kultur- und kunsthistorischen Kursen
  • Nico Stockmann Entwickelt in seinem CCM-Studium praktische Kulturkonzepte für Städte und interessiert sich für kuratorische Praxis und ästhetische Theorie
  • Carolin Storch Kombiniert in ihrem CCM-Studium die Praxis der Kulturproduktion mit einer wissenschaftlichen Fundierung
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