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Charlotte Cassel

Beschäftigt sich in ihrem CCM-Studium am Liebsten praktisch mit Medien, Digitalisierung und Gesellschaft

Charlotte Cassel

Wer bist Du in der Länge eines Tweets?
Sweatpants, HipHop & Book loving Globetrotter Princess who accidentally landed at ZU.

Welche akademischen Schwerpunkte setzt Du in Deinem Studium?
Im und kurz nach dem Zeppelin Jahr hat sich meine Schwerpunktsetzung schnell herauskristallisiert und so habe ich in meiner Zeit an der ZU hauptsächlich Kurse im Bereich der Medien- und Kommunikationswissenschaften sowie der Soziologie belegt. Für letzteres war der Kurs „Gesellschaftstheorien“ in meinem zweiten Semester ausschlaggebend, auch wenn es seine Zeit gebraucht hat, bis ich Simmel oder Tönnies auch nur annähernd einen Sinn entnehmen konnte. Nun beschäftige ich mich akademisch am liebsten mit allem, was sich um Medien, Digitalisierung und Gesellschaft dreht, und widme mich der Kommunikation eher im praktischen Bereich.

Bei welchen studentischen Initiativen und Projekten bist Du beteiligt?
In meinem zweiten und dritten Semester war ich Vorstand für Kommunikation und Marketing unserer Student Lounge. Das heißt, dass ich in vielen Formaten über die Student Lounge berichtet und informiert sowie eine Kampagne zum Weiterbestand konzipiert habe. Dazu war ich Teil des Akkreditierungsausschusses für neue Initiativen und des zu.de-Beirates für unsere neue Homepage. Hauptsächlich habe ich mich mit dem Rest des Vorstands aber der Neustrukturierung des Vereines gewidmet. Dabei haben wir unter anderem das Student Project Office geschaffen, eine neue Satzung verabschiedet und einen strukturellen Neuaufbau umgesetzt. In meinem dritten Semester nahm ich mit einer Gruppe Wagemutiger am „GWA Junior Agency Award“ teil. Die GWA ist der Dachverband der Werbeagenturen und versucht mit diesem Wettbewerb Studierende, Agenturen und Kunden an einen Tisch zu bekommen und mit kreativen Marketingkampagnen gegeneinander antreten zu lassen. Wir waren mit Abstand das kleinste Team und doch konnten wir nach unserer Präsentation und einem langen Tag den Publikumspreis mit nach Hause nehmen.
Danach brauchte ich dann erstmal etwas Zeit, um mich selber wieder zu orientieren, und habe immer wieder sporadisch andere Initiativen unterstützt. Dazu gehört für mich auch der Sport – ich spiele Tennis in der 1. Damen-Mannschaft des TC Friedrichshafens, Lacrosse und Fußball. Im Winter versuche ich so oft es geht auf dem Snowboard zu stehen. Über den Sport nahm ich auch dreimal an den Euromasters und den Snowdays, zwei großen Uni-Sportturnieren, teil. Seit über einem Semester bin ich nun wieder fest in einer Initiative, der sogenannten „CCM Task Force“, in der wir uns intensiv mit unserem Studiengang und dessen Kommunikation auseinandersetzen.
Zum Thema Universitätskommunikation schreibe ich nun auch meine Bachelorarbeit.

Welche Praxiserfahrungen hast Du während Deines Studiums gemacht?
Meine größte Praxiserfahrung habe ich vor Beginn meines Studiums gesammelt. Ich habe zweieinhalb Jahre bei der „TBWA\ Werbeagentur Düsseldorf“ meine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation absolviert und in alle Abteilungen einer solchen Fullservice-Agentur reingeschnuppert. Besonders gut hat es mir in der Strategischen Planung gefallen und ein wenig liebäugle ich immer noch damit dorthin zurückzukehren. Im Anschluss entschied ich mich auf Grund der rasanten Digitalisierung und meiner Liebe zur Hansestadt Hamburg für ein viereinhalbmonatiges Praktikum bei der d-group im Altonaer Kaispeicher. Hier lernte ich den eCommerce in all seinen Facetten kennen und konnte einige spannende Projekte begleiten. An der ZU habe ich meine zwei Pflichtpraktika in kleineren Start-Ups verbracht: Funus in Berlin und Idyoma in Sevilla, im Anschluss an mein Auslandssemester. Unterhalb der Semester habe ich nebenher immer als Hilfskraft an der Uni gearbeitet – beim OTTO Stiftungslehrstuhl für Service Marketing & Distanzhandel, in der Abteilung Strategische Partnerschaften und im Talent Center. Und als Babysitterin habe ich nebenbei noch auf die zwei bestimmt süßesten Kinder Friedrichshafens aufgepasst.

Was ist für Dich das Besondere am CCM-Studium?
CCM hat mir immer den Freiraum gelassen, mich in den Bereichen akademisch auszutoben, denen ich mich widmen wollte oder die ich auf dem Weg für mich entdeckt habe. Der Studiengang in der Kombination mit der ZU hat mich gelehrt, Dinge anders zu hinterfragen, zu betrachten und wahrzunehmen, wofür ich wahnsinnig dankbar bin.

Hast Du einen ZU-Moment, den Du teilen möchtest?
Für mich gibt es sogar drei Momente, die sich immer wieder wiederholen und bei denen ich mich jedesmal wieder glücklich fühle: Der eine ist, wenn ich „abgefuckt“ aus einem Kurs rausgehe, weil er bei mir so viele Fragen aufgeworfen hat, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll diese für mich zu reflektieren oder auch nur annähernd zu beantworten. Der zweite ist, diese Fragen hier immer wieder mit Freunden aufgreifen zu können und diese lange und ausgiebig, mal mehr und mal weniger laut, zu diskutieren. Und der dritte Moment ist dann, wenn ich ein kühles Bier oder eine Apfelschorle in der Hand habe, Musik im Hintergrund läuft, ein paar Leute im See schwimmen und ein paar tanzen, die Sonne scheint und alle schneebedeckten Gipfel auf der anderen Seeseite zu sehen sind. 



Interview und Foto: Florian Gehm

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  • Carolin Storch Kombiniert in ihrem CCM-Studium die Praxis der Kulturproduktion mit einer wissenschaftlichen Fundierung
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