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WÜRTH Chair of Cultural Production

Forschung & Lehre | Lehre & Forschung

Die Forschung am WÜRTH Chair of Cultural Production unter Leitung von Martin Tröndle ist weniger einer Disziplin verhaftet, als von echten Problemen inspiriert: Da sich Probleme nicht an die engen Grenzen wissenschaftlicher Disziplinen halten, sind die Forschungsprojekte des Lehrstuhls zumeist inter- und transdisziplinär ausgerichtet.

Die Lehre geht nicht von einem festen Wissenskorpus aus, den es zu vermitteln gilt. Vielmehr soll bei den Studierenden durch den Ansatz des forschenden Lernens Eigenständigkeit im Denken und Begeisterung für wissenschaftliches Problemlösen geweckt werden. Im Zentrum stehen dabei die Forschungsprojekte der Studierenden.

Der Entscheidungsbegriff als Kondensat fokaler Systemlogiken

Künstler fällen bewusst oder unbewusst Entscheidungen bei der Herstellung oder Interpretation von Werken. Im „Kunstsystem“ wird entschieden, welches Werk Kunst ist und welches nicht. Kulturpolitiker fällen Entscheidungen darüber, was in Zukunft förderungswürdig ist oder nicht. In Kulturorganisationen wird entschieden, was zu tun ist und wie – und auch die Besucher von Kulturorganisationen entscheiden sich für oder gegen ein Kulturangebot. Mit dem Entscheidungsbegriff lässt sich also in unterschiedlichen Kontexten operieren. Gleichzeitig lässt sich die jeweiligen Systemrationalität vergleichen und auf ihre Spezifik hin untersuchen. Diese Perspektive eröffnet einen Blick auf die spezifischen Gegebenheiten in der jeweiligen Entscheidungssituation. Die Entscheidung (implizit, explizit, verkörpert, intendiert oder sozial präformiert) als kleinste zu untersuchende Einheit macht daher den Kern der Forschung und Lehre des Lehrstuhls aus. Dazu werden quantitative, qualitative als auch künstlerisch-experimentelle Methoden herangezogen.

Netzwerk
Forschungspartner sind aktuell: Universität Bern, Max-Planck Institut für Empirische Ästhetik, Kunstmuseum St. Gallen, Akademie Schloss Solitude, Radialsystem Berlin, Leuphana Universität Lüneburg und die Alfred Toepfer Stiftung, Hamburg.

Der Lehrstuhl ist mitverantwortlich für das Zentrum für Kulturproduktion und das artsprogram der Zeppelin Universität.


Forschungsfelder sind

  • Museum- und Konzertforschung
  • Besucherforschung
  • Inszenierungsformen
  • Organisationsformen von Kulturbetrieben
  • Theorie des Kulturmanagements
  • Die Logiken der Kulturpolitik
  • Wirtschaftsästhetik und Kunstforschung

Forschungsprojekte

Studentische Forschungsprojekte

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From Practice to Theory: Understanding Arts Organizations

Martin Tröndle, Johanna Schindler, Claudia Steigerwald und Studierende

Das Seminar erforscht die Handlungsrationalität von Kulturorganisationen. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Was bestimmt die Arbeit in Galerien, Festivals, Konzerthäusern oder Kulturämtern jenseits idealisierter Handlungsempfehlungen der how-to Literatur des Kulturmanagements? Wie kommen Entscheidungen zum Programm, zu Künstlern, Ausstellungen und Produktionen aber auch der Finanzierung zustande?
Im Rahmen einer Feldforschungsphase werden verschiedene Kulturorganisationen ethnografisch untersucht und die Ergebnisse anhand der organisationssoziologischen Literatur perspektiviert. Das Seminar erlaubt den Studierenden so einen forschenden Zugriff auf mögliche Arbeitsfelder, zudem entstehen empirisch basierte studentische Forschungsarbeiten zum Thema Kulturproduktion. 


Die Ergebnisse der individuellen Ethnographien wurden von den Studierenden in Form eines Papers oder eines Hörspiels festgehalten.

Feature Jonas Pirzer: „Das Deplatzierte auflösen“ | Beobachtungen im Theaterhaus Stuttgart

Paper Julian Stahl: "Über Sinn und Unsinn in Kulturbetrieben"

Paper Julia Zirn: "Feudalismus oder kreativer Kommunitarismus?"

Universität 2.0: Ein experimentelles Forschungsprojekt zur studentischen Beteiligung in Seminaren

Martin Tröndle, Irina Spokoinyi, Nicoletta Wagner, Sanya Zillich


Das Projekt "Universität 2.0" untersucht mögliche Innovationen im Bereich der Hochschuldidaktik, die im "Bologna-Prozess" weitestgehend unterbelichtet bleiben. Dabei werden, ausgehend von der allgegenwärtigen "Digitalisierung", weitere Interaktionsformen in der Rolle der Studierenden neben dem reinen "Zuhören" erforscht. Während ein Großteil der Literatur die zeitliche und räumliche Flexibilität, für Lehrende und Lernende diskutiert, die durch das Distributionspotential der computerbasierten Kommunikationstechnologien ermöglicht wird, findet das Interaktionspotential als weitere Form eines Mehrwerts kaum Beachtung. Das Forschungsprojekt untersuhct daher, inwiefern unter den Bedingungen netwerkbasierter Kommunikation Wissensaustausch und -erwerb interaktiv gestaltet und ein Mehrwert für die Partizipationskultur der Lernenden generiert werden kann.

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Universität 2.0
Universität 2.0

Kulturkonzept Ravensburg

Martin Tröndle, Dieter Haselbach, Margit Czenki, Christoph Schäfer und Studierende


In dem zweisemestrigen Projekt „Kulturkonzeption Ravensburg“ erarbeiten wir im Auftrag der Stadt Ravensburg eine Kulturkonzeption. Das Projekt besteht aus zwei aufeinander folgenden Teilen Spring 2014, Teil I – Analysephase und Fall 2015 Teil II – Entwurfsphase.
Analysiert werden in Teil I das Kulturangebot der Stadt und die Kulturinstitutionen, die Besucher und die Nicht-Besucher der Kulturorganisationen, Konkurrenz- und Komplementärveranstaltungen in der Region sowie die Stadt selbst mit ihren spezifischen Orten und Atmosphären. In Teil II fragen wir dann danach, wie die verschiedenen Analysen genutzt werden können, um daraus eine Kulturkonzeption zu entwerfen.
Es kommen künstlerische als auch wissenschaftliche Untersuchungsmethoden zum Einsatz. Durch die verschiedenen Kompetenzen der Lehrenden (Schäfer und Czenki, Haselbach, Tröndle) werden experimentell-künstlerische als auch sozialwissenschaftliche Untersuchungsmethoden angewendet.
Das Projekt schließt mit der Präsentation der Ergebnisse vor dem Gemeinderat Ravensburg Ende 2015.

TAKsi. Portrait eines Theaters

Giordano Blume, Frederic Thywissen, Matthias Hermann


Ziel des Projekts war es, die Rolle und Funktion eines Theaters im Kleinstaat Liechtenstein zu beleuchten. Im Herbst 2012 wurden dazu an insgesamt zwölf Abenden 22 Gäste des TAK in einem besonderen Setting interviewt. In einer mit Bild- und Tontechnik ausgestatteten Limousine wurden die Gäste von zuhause abgeholt sowie nach der Vorstellung wieder nach Hause gebracht.

Das TAK stellt für diese Projekt eine einmalige Umgebung dar, weil es in der durch die Staatsgrenzen Liechtensteins bzw. dem Rheintal definierte Forschungsregion das einzige Theater seiner Art ist.

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TAKsi
TAKsi

Neue Konzertformate für das Stadtorchester Friedrichshafen

Michaela Meeßen, Daria Reinbold, Elisabeth Leisinger, Dorothea Peters, Tamara Gielow


Viele Musikfreunde setzen Blasmusik noch mit Bierzeltatmosphäre gleich. Dieses Vorurteil will das Stadtorchester Friedrichshafen eliminieren: Studentinnen der Zeppelin Universität entwickelten deshalb im Rahmen eines neuen Marketingkonzeptes für das Orchester vier neue Konzertformate, die alte Konventionen durchbrechen: Classic Winds, Kids Winds, Summer Winds und Entertaining Winds. Der Konzerttyp Kids Winds wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, jüngere Generationen für sinfonische Blasmusik zu begeistern. Beim Eventkonzert Entertaining Winds und Summer Winds soll das Publikum durch einen einizigartigen Konzertort fasziniert und mitgerissen werden. Classic Winds bietet den Zauber einer glamourösen Konzert-Gala.


Classis Winds

Kids Winds

Summer Winds

Entertaining Winds

Stadtorchester Friedrichshafen
Stadtorchester Friedrichshafen