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Lehrstuhl für Sozioökonomik

Forschungsprojekte

Modelling Sustainable Impact Measurement of HOCHTIEF-Construction Projects

Laufzeit:


Projektkoordinator: Professor Dr. Dr. Manfred Moldaschl


As an international construction company, HOCHTIEF exerts direct and indirect influence on the environment and society through its business operations in several ways, both during the course of its project work and after the conclusion of its projects. To further enhance the sustainability of its operations is of long-term strategical relevance for HOCHTIEF. But in the face of the great variety of the 4.000 construction projects, it is a challenging task HOCHTIEF to evaluate approaches for construction planning and develop standards for techniques, methods and implementation, that help to increase sustainability. Therefore, the HOCHTIEF AG and the Zeppelin University are starting a joint research project to develop a standardized instrument for sustainability measurement including an indicator system that fits the processual characteristic of the HOCHTIEF business operations.
Manfred Moldaschl and his team have developed a unique approach to sustainability measurement (called Polychrome Sustainability) and worked in inter-disciplinary and international projects to operationalize this approach for infrastructural development. Due to our partnership with the Zeppelin University, the joint project brings the opportunity to develop an analytical instrument customized to the process structure of HOCHTIEF business operations.
The project introduced here is part of a longer journey: In this 1-year project, we will define indicators to report the impacts of construction processes on the social and ecological environment. In the medium term, we plan to expand this set of indicators to an integrated instrument for the measurement of the impacts on a project level that is adequate and transferable to the various projects of HOCHTIEF and their processual structure. In the long run, we aim to develop a company-specific standard for sustainability measurement and reporting on project level.
The project is explorative – that means, we renounce the aim to validate a measurement tool that already exists in favor of the empirically based identification of the most important impact areas and the development of a small set of indicators that works in nearly all projects. In a nutshell: We search for operable impact indicators in certain relevant fields like procurement, on-site construction activities, stakeholder dialogue, fair wages and fair contracting. We look forward to discussing the relevance of these impact fields with the project professionals of HOCHTIEF and the stakeholders of reference projects and adapt this list of impact fields and broaden our research focus.


ReProNa: Reflexives Projektmanagement für nachhaltige Innovationsarbeit

Laufzeit: April 2016 bis März 2019

Website: www.reprona.de


Projektkoordinator: Professor Dr. Dr. Manfred Moldaschl


Projektarbeit: Zwischen Grenzerfahrung und Potentialentwicklung

Projektarbeit und Projektmanagement sind Arbeits- und die Führungsformen der Zukunft. Dies gilt besonders für wissens- und dienstleistungsintensive Branchen. Doch geht Projektarbeit mit besonderen Bedingungen einher: hochgradig vernetzte und kurzzyklische Entwicklungsprozesse, hybride Teamkonstellationen, fragmentierte Interaktions-, Verständigungs- und Aushandlungsmuster, komplexe Entscheidungs-, Weisungs- und Koordinationsbeziehungen u.v.m. Vor diesem Hintergrund treten spezifische Belastungskonstellationen zutage - eine brisante Gemengelage aus Leistungsdruck, Improvisation und Selbstregulation, der mit traditionellen Maßnahmen präventiver Arbeitsgestaltung kaum beizukommen ist. Gleichwohl bleibt betriebliche Gesundheitspolitik zumeist auf verhaltsorientierte Intervention gerichtet. Die Problemlösung wird damit einseitig den Beschäftigten auferlegt. Doch wo psychosoziale Belastungs- und Erschöpfungssymptome zur Normalität werden, ist es umso dringlicher, nicht nur die Symptome, sondern die darunterliegenden Ursachen in den Blick zu nehmen.


Kompetenzen zur salutogenen Arbeits- und Organisationsgestaltung entwickeln

Hier setzt das Forschungsprojekt "ReProNa - Reflexives Projektmanagement für nachhaltige Innovationsarbeit" an. Es zielt darauf ab, "Managementsysteme" zu entwickeln, die selbst salutogene Arbeits- und Organisationsbedingungen hervorbringen - und zwar unter sich wandelnden Kontextbedingungen immer wieder neu. Hierfür müssen Strukturen und Prozesse in der Projekarbeit neu entworfen werden. Prävention liegt dann nicht primär in der Definition salutogenetischer Bedingungen, sondern in der Kompetenz, diese kontextuell angemessen zu gestalten. Hierfür werden projektspezifische Belastungen analysiert, personale und organisationale Kompetenzen für ihre Bewältigung erfasst und Instrumente zur Evaluation der Nachhaltigkeit betrieblicher Arbeitsorganisation entwickelt. Eine Unternehmensbefragung in wissensintensiven, innovationsrelevanten Branchen der Privatwirtschaft liefert Daten zur Verbreitung belastungssensibler Formen des Projektmanagements. Empirische Fallstudien geben Antwort auf die Frage, wie personale Kompetenzen zur Bewältigung unterschiedlicher Balastungsformen mit institutionellen und kulturellen Bedingungen in Unternehmen interagieren und welche Konsequenzen für die nachhaltige Organisation projektförmiger Arbeit zu ziehen sind.


Reflexives Potentialentwicklungssystem für Projektmanagement

Ein verbundeigener Ansatz zur Nachhaltigkeitsanalyse (1) wird in ein auf Web 2.0-Technologie basierendes Nachhaltigkeitscontrolling umgesetzt und unmittelbar nach Projektende durch das Team der Zeppelin Universiät und die Rolls-Royce Power Systems AG zur Marktreife gebracht. Der Verbundkoordinator erarbeitet ferner ein evaluierungsbezogenes Modell reflexiven Projektmanagements (2), das in mittelfristiger Perspektive auf Projektmanagementprozesse der Umsetzungspartner angewendet und an die betriebsspezifischen Bedingungen vor Ort adaptiert wird. Zu den längerfristig angelegten Verwertungsperspektiven zählt u.a. ein empirisch fundiertes Führungskräftebeurteilungs- und Auswahltool (3), welches salutogene Kompetenzen operationalisiert und den Transfereinrichtungen nach Projektabschluss zur Verfügung gestellt wird. Die empirischen Forschungsergebnisse werden modellhaft als "good practices" bzw. als "failure cases" betriebsgrößen-bezogen aufbereitet (4), sodass sie insbesondere von KMUs genutzt werden können. Das COGITO-Institut erarbeitet Methoden und Workshop-Konzepte (5), mit  denen in Multiplikatoren-Seminaren der Transferpartner die Anwendung der im Projekt entwickelten Instrumente erlernen kann. Adressaten sind u.a. betriebliche Gesundheitsexperten, Personalverantwortliche und Betriebsräte. Die Praxispartner Rolls-Royce Power Systems AG und Balluff GmbH werden langfristig als Leuchtturm für eine gesundheitsförderliche Arbeits- und Organisationsgestaltung fungieren und die entwickelten Tools auf andere Standorte übertragen. Alle im Forschungsverbund entwickelten Verfahren - Nachhaltigkeitsanalytik, Projektevaluierung, Führungskräftebewertung und Workshop-Konzepte - werden zu einem marktfähigen modularen Entwicklungssystem integriert.

Reflexivität und Kreativität als Kompetenz – Innovationsfähigkeit im Kontext alternder Gesellschaften (InnoRix)

Wie kann man Reflexivität als personale Kompetenz operational fassen? Welche Rolle spielt Reflexivität auf der Ebene betrieblicher Experten und inwieweit lassen sich kausale Zusammenhänge mit dem Lebens- und Berufsalter herstellen? Welcher Typus von Unter-nehmenskultur befördert die Integration der demografischen Frage in die Unternehmenspolitik und welcher behindert sie eher? Wie interagieren, konfligieren und koevolvieren reflexive Kompetenzen mit den Innovationsmilieus von Organisationen bzw. Organisationseinheiten?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich das Forschungsprojekt "Reflexivität und Kreativität als Kompetenz. Innovationsfähigkeit im Kontext alternder Gesellschaften". Ergänzend zu einem bereits entwickelten Instrument zur Analyse und Gestaltung der Innovationsfähigkeit auf institutioneller Ebene wird ein komplementäres Instrument auf personaler Ebene vorgelegt.

Das Forschungsvorhaben fasst Innovationskompetenz konzeptionell neu und strebt damit an, die bislang diffuse Diskussion über die Innovationsfähigkeit Älterer mit einem klaren, interdisziplinär fundierten Kompetenzmodell voranzubringen. Im Einzelnen wird dieses Ziel verfolgt in Gestalt von fünf wissenschaftlichen und technischen Arbeitszielen: der Arbeit an einer Theorie personaler Innovationsfähigkeit (1), einem Verfahren der Bewertung von Innovationskompetenz (2), einem Ansatz zur Analyse förderlicher und hemmender Bedingungen (3), einer Typologie demografiebezogener Innovations- und Unternehmenskultur (4) und einem Gestaltungskonzept der Innovationsfähigkeit (5), hier bezogen auf das Arbeitsvermögen und seine Entwicklung bis in den Übergang zum Ruhestand.

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Produktivität und Effektivität produktionsnaher und wissensbasierter Dienstleistungen (EFFInDi)

Wie kann man Wissensproduktivität, Lerneffekte, Innovativität messen und in ihrer Wirkung besser verstehen, beobachten und steuern? Was können die etablierten Verfahren der Produktivitätsmessung zur Lösung dieser Probleme beitragen? Wo liegen ihre Grenzen? Wie kommen die Controller selbst damit zurecht? Wie lässt sich Controlling als Praxis sozialen Lernens in Betrieben institutionalisierten?

Diesen und anderen Fragen geht das EFFInDi-Team nach. Wir diskutieren dazu Controlling unter dem Gesichtspunkt seiner Reflexivität, indem wir aufbauend auf das Konzept der Institutionellen Reflexivität Controlling als potentiell (formal) reflexives Verfahren betrieblicher Selbstregulation fassen und nach dem tatsächlichen Reflexivitätsgrad von Controlling-Anwendungen fragen.

Das EFFInDi-Team hat den Anspruch Erfahrungen und Befunde aus der Praxis an die Controlling-Profession zurück zu spiegeln. Praktiker sind die wesentlichen Ansprechpartner – sowohl was die Gewinnung unserer Erkenntnisse angeht, als auch hinsichtlich deren Verwertung.

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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Entwicklung von Innovationsfähigkeit durch Institutionelle Reflexivität (IIRLicht)


  • Sonderforschungsbereich 457 “Hierarchielose regionale Produktionsnetze”, Teilprojekt A4 (DFG)
  • Organisationsberatung – Importgut oder Exportschlager für deutsche Unternehmen?
  • Quasi-unternehmerische Entgeltkonzepte
  • Governance and Leadership in the Public Sector
  • Nachhaltigkeit von Arbeit und Rationalisierung
  • Subjektivierung von Arbeit
  • | OMedeR: Objekte als Medien der Reflexivität