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Lehrstuhl für Soziologische Theorie | Lehre

Frühjahrssemester 2014

Organisation und Netzwerk
Organisationen und Netzwerke sind zwei Begriffe und zwei Lösungsvarianten für ein Problem: die Frage danach, wie soziale Ordnung möglich ist. Das Seminar wird auf die Frage eingehen, wie beide sich unterscheiden, und es wird danach fragen, ob beide historisch stets nebeneinander bestanden haben - denn wenn dem so ist, dann könnten sowohl Organisationen als auch Netzwerke auf ihre evolutionären Varianten hin, aber nicht zuletzt auch auf ihre gegenseitigen Abgrenzungsstrategien hin beobachtet werden.
Darüber hinaus wird das Seminar danach fragen, ob es neben Organisationen und Netzwerken weitere Begriffe und Lösungen für dieses Problem der Möglichkeit sozialer Ordnung gibt; denn diese weiteren Möglichkeiten könnten die Kontexte bilden, in denen Organisationen und Netzwerke sich ausdifferenzieren, und sie könnten Konkurrenten sein, gegen die sie sich zu behaupten haben.

Nach der Vorlesung über klassische Theorien schließt sich in diesem Semester die Vorlesung über transklassische Theorien an.

Pflichtseminar BA SPE, Di 10:00 - 12:30 Uhr
(mit Vorlesungsanteil; hochschulintern öffentlich als Mitschnitt via SystemOne)


Kultur und Zensur (mit Joachim Landkammer)
Zensur ist eine Form der Kontrolle, insbesondere des ausschließenden Urteils. Als solche aber ist Zensur ein »transepochales Kulturphänomen« (Reinhard Aulich). Sie kann die Produzenten von kulturellen Möglichkeiten treffen, die Multiplikatoren, die Rezipienten. Sie versucht, bestimmte Programme durchzusetzen (die Ideologien und normative Borniertheiten aller Art sein können, aber auch Stile, Kanones oder einfach qualitative oder moralische Ansprüche eines Autors an sein Werk, eines Verlages oder einer Agentur an ihr Produkt, eines Lesers an seine Bibliothek, eines Darstellers an sein Repertoire oder eines Managers an seine Mittel).
Zensur ist also eine alle Formate, Genres und Umgebungen übergreifende (oder unterwandernde) Form der Regulierung und Verwaltung von Kultur - mithin: eine Form des Kulturmanagements. Das Seminar wird diese Form zu bestimmen versuchen und danach fragen, ob es sich um eine wuchernde, ihre Grenzen unvermeidlich überschreitende Form handelt (die, wenn dem so wäre, ihrerseits des Managements bedürfte).

Wahlpflichtseminar BA CCM, Di 16:30 - 19:00 Uhr


Spirituskreis (mit Joachim Landkammer und Christina Weiss)

Frühjahr 2014: Theodor W. Adorno, Negative Dialektik

Herbst 2013: Friedrich Schleiermacher, »Hermeneutik und Kritik« (in Verbindung mit Friedrich Schlegel, »Über die Unverständlichkeit« & ders., »Philosophie der Philologie«)

Frühjahr 2013: Karl Marx, Frühschriften

Lektüreseminar; Mi 19:00 - 21:00 Uhr

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Formlabor (mit Dirk Baecker)

Gemeinsames Doktoranden- und Habilitandenkolloquium der Lehrstühle für Kulturtheorie und Soziologie; Termine nach Vereinbarung

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Zeppelin Projekt

Studierende der ZU beschäftigen sich von ihrem Studienstart an mit Fragen und Problemen, für die sich durch Forschung Antworten und Lösungen finden lassen, die aber auch neue Fragen und Probleme aufwerfen, denen sich das anschließende Studium widmen kann.

Diesem forschenden Studium widmet sich das Zeppelin Projekt. Es steht immer unter einem Rahmenthema, das unter den Kriterien interdisziplinärer Offenheit, disziplinärer Präzisierbarkeit und gesellschaftlicher Aktualität ausgewählt wird.

Frühjahr 2014 | Herbst 2014: »Städte«
Herbst 2013 | Frühjahr 2014: »Revolutionen«
Frühjahr 2013 | Herbst 2013: »Energien«
Herbst 2012 | Frühjahr 2013: »Architekturen«
Frühjahr 2012 | Herbst 2012: »Krisen & Katastrophen«
Herbst 2011 | Frühjahr 2012: »Region & Globalisierung«

Projektarbeit BA CCM | CME | PAIR | SPE