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Lehrstuhl für Medientheorie & Kulturgeschichte

Aktuelles

1.12. 2017, 17 Uhr | Radikal anders. Eine Polyphonie.

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Eine Lecture-Performance von pulp.noir, dem Lehrstuhl Medientheorie und Kulturgeschichte, den Master-Studierenden CCM der Zeppelin Universität Friedrichshafen und dem Master Trends der Zürcher Hochschule der Künste in der Roten Fabrik, Zürich.

Profil

Einer der bekanntesten Entwickler der grafischen Benutzeroberflächen bei XeroxParc, der Mathematiker Alan Kay, war ein begeisterter Leser Marshall McLuhans. Die »digitalen Papierformate«, die Vorläufer der Windows, machten das alte, analoge Medium Papier zum Inhalt eines neuen, digitalen Mediums. Sie waren nicht nur Medium und Gegenstand zugleich, sondern haben Medientheorie auch in eine Praxis überführt, die die kulturwissenschaftliche Medienwissenschaft und ihre praxisorientierten Studiengänge auf vielfältige Weise anregen kann.


Der Lehrstuhl für Medientheorie und Kulturgeschichte vertritt in Forschung und Lehre eine kulturwissenschaftlich orientierte Medienwissenschaft. Medientheorie wird weniger als Ort oder Kanon spezifischer Theorien begriffen, sondern vielmehr als formbares Werkzeug, das 

|  historische Medien befragen und beschreiben, 

|  eine gegenwärtige Medienpraxis analysieren und kritisch kommentieren und

| nicht zuletzt im Kontakt mit der Praxis die Diskussion über zukünftige Medien moderieren und gestalten kann.


Entstand die kulturwissenschaftliche Medienwissenschaft zunächst als Antwort auf eine medienvergessene Geisteswissenschaft, Wissenschaftsforschung und Technikgeschichte, muss sie heute nicht selten das Medienapriori ihrer Anfangsjahre relativieren und den Methoden- und Gegenstandsbereich erweitern, etwa die hardwarenahe Betrachtung digitaler Medien durch Begriffe der Sozialität, Übertragung Rückkopplung, Ansteckung und Abweichung ergänzen. Statt einer Historiographie der Urszenen und Einzelmedien fokussiert der Lehrstuhl Medientheorie & Kulturgeschichte darum erstens Medienverbünde, Problemfelder und Wechselwirkungen zwischen Kultur, Technik, Politik, Ökonomie und Gesellschaft und agiert dabei zweitens notwendig interdisziplinär. Kulturgeschichte und Medientheorie werden dabei nicht als zwei autonome Felder begriffen. Aufbauend auf einer Theorie und Geschichte der Kulturtechniken verfolge ich in Forschung und Lehre einen operationalen Ansatz, der Medienkulturen historisch und systematisch kontextualisiert, um auf diese Weise die Narrationen der Medientheorie im Rahmen einer Kulturgeschichte der Medienwissenschaft zu befragen und zur Diskussion zu stellen. Die Aufgabe einer systematisch wie historisch formierten Medientheorie, ist demnach nicht nur die Analyse und Beschreibung spezifischer kultureller, sozialer, politischer Konstellationen, sondern Medien an paradigmatischen Beispielen als Werkzeuge kultureller, sozialer und politischer Erfahrungen, Praktiken und Entscheidungen zu analysieren und ins Spiel zu bringen.


Schwerpunkte in Forschung und Lehre

| Kultur- und Wissensgeschichte der Medientheorie

| Medien- und Kulturgeschichte technischer Bilder

| Narrationen des Wissens

| Kulturtechnik-Forschung

| Theorien der Zukunft

| Bürolandschaften

Heinrich Berghaus, “Karte vom Großen Ozean zur Übersicht der Strömungen und Handelsstraßen”  und Flußdiagramm des Weltmodells von Dennis Meadows in The Limits to Growth, 1972 (Auschnitte).
Meynen, Gloria Prof Dr phil habil
 

Team

Meynen, Gloria Prof Dr phil habil
Tel:+49 7541 6009-1331
Fax:+49 7541 6009-1399
Raum:FAB 3 | 1.49


Studentischer Mitarbeiter: Felix Arhelger (f.arhelger@zeppelin-university.net)