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Gastprofessur für Kultursoziologie

Lehre


Mittelpunkt

Die Universität ist ein privilegierter, weil unbedingter Ort. Und nirgendwo ist sie privilegierter, weil unbedingter als im Seminar. Wir verstehen das Universitätsseminar als einen Ort der Schulung von Intelligenz auf der Grundlage von Forschung und Diskussion. Unsere Themen umkreisen die Theorie und Analyse der Kultur, verstanden als das Gedächtnis der Gesellschaft. Wir schulen uns in den Höhepunkten und in der Weiterentwicklung der soziologischen Theorie und wir entwickeln ein Bewusstsein für unsere Rolle als Beobachter der Gesellschaft. Was wir über die Gesellschaft herausfinden, gilt auch für uns selbst. Unser Anspruch an die Gesellschaft erweist sich daran, wie wir mit uns selber umgehen.

Arbeitsweisen

Wir beobachten und wir diskutieren. Wir lesen Texte und beschäftigen uns mit Fällen. Wir üben uns in der Kunst der Problemstellung, der anspruchsvollsten von allen, und wir suchen nach Hypothesen, die es uns ermöglichen, ein Gefühl für die Gesellschaft und für uns im Umgang mit dieser Gesellschaft zu entwickeln. Unsere wichtigste Methode ist die Selbstbeobachtung auf dem Umweg über die Gesellschaft und ihre Kultur. Und wir versuchen zu rechnen und die dafür erforderlichen Modelle zu formulieren.

Disziplinärer Hintergrund

Soziologie, mit einer gewissen Leidenschaft für die Mathematik.


Literatur zur Einführung

Giambattista Vico, Die neue Wissenschaft von der gemeinschaftlichen Natur der Völker (1744), dt. Berlin: de Gruyter, 2000
Jean-Jacques Rousseau, Über Kunst und Wissenschaft: Discours sur les Sciences et les Arts, in: ders., Schriften zur Kulturkritik, dt. Hamburg: Meiner, 1983
Bronislaw Malinowski, Eine wissenschaftliche Theorie der Kultur, in: ders., Eine wissenschaftliche Theorie der Kultur und andere Aufsätze, dt. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005
Dirk Baecker, Wozu Kultur? 2., erw. Aufl., Berlin: Kulturverlag Kadmos, 2001
John W. Meyer, Weltkultur: Wie die westlichen Prinzipien die Welt durchdringen, dt. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005