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Gastprofessur für Kultursoziologie

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Kultur ist ein Kalkül. Dieser Kalkül setzt ein Ding, ein Ereignis, einen Wert x in ein Verhältnis zu einer Praxis, zu einer Poiesis, zur Lösung eines Problems, zur dynamischen Stabilisierung einer Evolution, zu einem Netzwerk von Hierarchien, zur Verschaltung einer Selbst- mit einer Fremdreferenz. Oder kurz:

Im Spiel sind immer Körper und Geist, Technik und Gesellschaft. Der Kulturkalkül errechnet Werte eines x im Kontext von Medium, Funktion, Evolution, Netzwerk und System. Unter diesen Umständen wird ungewiss, wie ein x noch gezählt werden kann: im Rahmen einer platonischen Einheit (Form als Idee, begrenzte Einheit), der die Vielheit ihrer nur selten perfekten Realisationen gegenübergestellt werden kann (unbegrenzte Zweiheit), im Rahmen einer booleschen 0/1-Schematik, die darauf besteht, dass ein x entweder etwas (a universe) oder nichts (nothing) ist, oder nicht vielleicht doch im Rahmen einer peirceschen Semiotik, die Erstheit, Zweitheit und Drittheit (icon, index, interpretant) unterscheidet und so bestens davor gefeit ist, sich etwas vormachen zu lassen.

Grafik

Forschung und Lehre am Lehrstuhl für Kulturtheorie und –analyse arbeiten mit einem Kulturkalkül, das den Übergang von der modernen Buchdruckgesellschaft zur nächsten Computergesellschaft begleitet und beobachtet. Die Ansprüche an eine soziologische Theorie der Kultur sind gestiegen, seit komplexe Referenzen auf Körper und Gehirn ebenso sehr berücksichtigt werden müssen wie neue Modalitäten der Kommunikation von Politik und Wirtschaft, Religion und Wissenschaft, Kunst und Recht, Organisation und Interaktion.

Baecker, Dirk Prof Dr rer soc

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