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Gastprofessur für Kultursoziologie

Forschungsprojekte

Strukturwandel der Pharmakon-Kommunikation

Projektbeschreibung

Die Dissertation untersucht den Strukturwandel der Pharmakon-Kommunikation. Ausgangspunkt ist die Verwunderung darüber, dass Dinge als heilsame Arzneimittel ganz selbstverständlich verwendet werden, obwohl es sich dabei zunächst um obskure – im Sinne von für den Laien weder in ihrer Identität noch in der Art ihrer Wirksamkeit erkennbare – Dinge handelt: Aspirin ist zunächst nichts weiter als eine kleine, weiße Tablette, die von einem Antibiotikum oder einer Vitamintablette nicht ohne weiteres unterscheidbar ist. Untersucht wird im ersten Schritt mit Hilfe einer semantischen und sozialstrukturellen Analyse, wie diese spezifische Unwahrscheinlichkeit der Verwendung obskurer Mittel in Wahrscheinlichkeit transformiert wird. Im zweiten Schritt werden aus dieser soziologischen Erschließung des Pharmazeutischen als Beobachtungsgegenstand aktuelle gesundheitspolitische Fragen neu reflektiert, insbesondere die Legalisierung des Versandhandels, die diskutierte Ermöglichung von Apothekenketten und die gezielt intendierte Ausweitung der sogenannten Selbstmedikation. Die Arbeit umfasst neben einer aktuellen empirischen Untersuchung einen historischen Teil.

Ansprechpartner: Anna Henkel

Projektlaufzeit

von 01.11.2004 bis 31.03.2010

Projektleitung

Prof. Dr. Dirk Baecker

Projektbearbeitung

Dipl.-Oec. Anna Henkel

Finanzierung





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