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Gastprofessur für Kultursoziologie

Forschungsprojekte

Marktsoziologie ist keine Wirtschaftssoziologie. These zur Begründung einer soziologischen Disziplin

Projektbeschreibung

Die zentrale These der Arbeit lautet, dass es sich beim Markt nicht (nur) um ein Phänomen der Wirtschaft handelt, oder in anderen Worten: Dass es (auch) nicht-ökonomische Märkte bzw. einen trans-ökonomischen Markt gibt. Entsprechend gilt dann, dass eine Soziologie des Marktes sich nicht (nur) als Teildisziplin der Wirtschaftssoziologie begreifen kann. Obgleich also die Wirtschaftssoziologie ihren soziologischen Alleinzuständigkeitsanspruch für den Markt mit allem erdenklichen Nachdruck unterstreicht und dabei jede Ausweitung der "Markt-Metapher" auf nicht-ökonomische Teilsysteme der Gesellschaft als "ökonomischen Kolonialismus" brandmarkt, schält die Arbeit ausgerechnet aus diesem Diskurs alle Argumente heraus, die notwendig sind, um die Idee von der Existenz nicht-ökonomischer Märkte zu plausibilisieren. Im Anschluss an die entsprechende Beweisführung auf Grundlage einer systemtheoretisch geschärften Mengenlehre zeigt die Arbeit dann, dass es gerade die Idee nicht-ökonomischer Märkte ist, die einer zunehmenden Ökonomisierung der Gesellschaft entgegenwirken kann. Als zentrale weiterführende Forschungsfrage diskutiert sie schliesslich die nach den "Wechselkursen" zwischen den (nicht-) ökonomischen Märkten der Gesellschaft.

Ansprechpartner: Steffen Roth

Projektlaufzeit

von 01.03.2009 bis 01.11.2009

Projektleitung

Prof. Dr. Dirk Baecker

Projektbearbeitung

Dipl.-Soz. Steffen Roth

Finanzierung





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