Gastprofessur für Informationsmanagement & Handelsinformationssysteme

Profil

Informationsmanagement bezeichnet aus einer ressourcenorientierten Perspektive die effiziente Bereitstellung der erforderlichen Daten (Automaten) und Informationen (durch menschliche Verarbeitung der Daten) zur Unterstützung des Unternehmenszwecks. In einer weiten Auslegung des Begriffs ist dieser synonym zur Wirtschaftsinformatik zu verstehen. Es geht um die Fragestellungen, warum, in welchem Umfang und wie Informationen in und zwischen Institutionen entstehen und prozessual für weitere Zwecke bereitgestellt und aufbereitet werden müssen, damit die Organisationen ihren Geschäftszeck erfüllen können. Die zunehmende Durchdringung sämtlicher Aktivitäten der Wertschöpfungskette mit Informationssystemen (automatisierter und nicht automatisierter Art) führt dazu, dass die Rolle des Informationsmanagements als Teildisziplin des Managements immer größere Bedeutung erlangen sollte, auch wenn dies in der betrieblichen Praxis nicht der Fall ist.

Informationstechnologie

Zumeist werden IT-Systeme in Institutionen als kostenzehrend bewertet. Der Zusammenhang der Kosten zu den Leistungen ist selten geben. Die meisten Entscheidungsträger gehen bei der Informationstechnologie von einer vorgegebenen Größe aus, deren Nutzen als gegeben aber nicht bewertbar angesehen wird. Diese schlecht.-strukturierten Entscheidungssituationen führen i.d.R. zu verbesserungsfähigen Zuständen in Unternehmen. Die signifikant in den letzten Jahrzehnten gestiegenen Kosten sind selten begleitet von einer Leistungs- oder Nutzenbetrachtung. Das Defizit der betriebswirtschaftlichen Praxis, der Mangel einer Leistungsrechnung, schlägt sich aber bei den IT-Kosten in besonderem Maße nieder. Nur bei einer Gestaltung der Informationssysteme, die die Strategie des Unternehmens angemessen unterstützen und ermöglichen, wird der Nutzen einer Investition überhaupt realisierbar. Es handelt sich um Fragestellungen, die in der Literatur unter dem Produktivitätsparadoxon der Informationstechnologie diskutiert werden (der Fundamentalkritik des Einsatzes von Informationstechnologien in Unternehmen).

Institutionalisierung des Handels in Zeiten des Internetzeitalters?

Das Internet ist möglicherweise die wichtigste informationstechnische Veränderung in der betrieblichen Welt der letzten 20 Jahre. Das Internet hat viele neue Geschäftsmodelle ermöglicht, hat die Prozesse in den Unternehmen und zwischen Institutionen auf neue Leistungsniveaus gehoben und nicht zuletzt eine andere Wettbewerbssituation geschaffen. Für Handelsunternehmen hat sich die Veränderung des digitalen Zeitalters in vielen Branchen durch neue, ausschließlich im Internet agierende Wettbewerber niedergeschlagen. Diese Wettbewerber sind i.d.R. technologisch führend und ziehen aus dieser Dominanz zu den alten Wettbewerbern einen Vorteil, der es ihnen ermöglicht, eine für alte Wettbewerber kritische Wettbewerbssituation zu kreieren. Die ökonomische Legitimation für Handelsunternehmen besteht in den Transaktionskosten, die entstehen würden, wenn Handelsunternehmen nicht existieren. Aufgrund der dramatischen Bedeutung des Internets für die Transaktionskosten ist aus der Kombination von Handelsunternehmen und Digitalisierung ein weites wissenschaftliches Feld zu bearbeiten, wie Internettechnologien die Wettbewerbsfähigkeit (und letztlich auch die Existenz) von Handelsunternehmen beeinflussen.

Informationssystem-Architekturen und Informationsmodellierung

Der Lehrstuhl für Informationsmanagement an der Zeppelin Universität ist der erste betriebswirtschaftliche Lehrstuhl mit einer expliziten Ausrichtung auf Handelsinformationssysteme. Dies unterscheidet ihn von anderen weithin domänenneutralen Lehrstühlen. Auf Basis eines ausgeprägten Wissens über Referenzmodelle im Allgemeinen und Referenzmodelle für Handelsinformationssysteme im speziellen werden IS-Architekturen für Handelsunternehmen entworfen. Diese werden auf einer fachkonzeptionellen Ebene verfeinert und vor allem auch für eine applikationstechnische Gestaltung nutzbar gemacht.

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