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Forschung des Civil Society Center | CiSoC

Laufende Forschungsprojekte

Forschungsstelle: Innovationssysteme der Wohlfahrtsorganisationen (FIWo)

Das Forschungsprojekt „Innovationssysteme der Wohlfahrtsorganisationen“ (initiiert von der Zeppelin Universität in Friedrichshafen und dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart) nimmt sich der wissenschaftlichen Fragestellung einer als postmodern zu definierenden zivilgesellschaftlichen Rolle von Nonprofit-Organisationen – speziell der konfessionell gebundenen Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege in der Bundesrepublik Deutschland an.

Die komplexen sozialstaatliche Entwicklungen seit den 1990er Jahren zeigen, dass die betreffenden Organisationen als (1) Partner des korporatistisch organisierten Sozialwesens, als (2) Interessensvertreter der konfessionsgebundenen Sozialwirtschaftsbranche und (3) als institutionalisierte Teile des Sendungsauftrags der Kirchen nicht mehr allein als Großanbieter professionalisierter sozialer Dienstleistungen angemessen erfasst werden können.
Das Forschungsprojekt fokussiert auf Basis der zu beobachtbaren Hybridisierungstendenzen die Funktionalität traditionsreicher Verbände als Akteure der Solidaritätsstiftung „in“ „mit“ und „für“ die Zivilgesellschaft. Inwieweit Wohlfahrtsverbände schon aus dem historischen Kontext heraus begründet, im Hier und Heute der sozialwirtschaftlichen und sozialpolitischen Wirklichkeit wieder Operationalisierungsinstrumente und Medien politischer Kommunikation werden oder als Korrektiv des Staats- und Marktversagens einer erstarkenden Zivilgesellschaft dienlich sein können, sind Fragen, die Sinn und Fortbestand des spitzenverbandlichen Zusammenschlusses massiv in Frage stellen oder zukunftsfähig sichern. In diesem Sinne sind Innovationssysteme der Wohlfahrtsorganisationen zu erforschen, die zwischen den Polen „Neuorientierung“ und „Rückbesinnung“ im Gleichschritt mit der Vorwärtsbewegung postmoderner ziviler Gesellschaften als überadditive Elemente der Verbandsarbeit gelten können.

International Research Network on Social Economic Empowerment | IRENE SEE

Interdisziplinäre Verortung von Sozialunternehmertum in ausgewählten Ländern Afrikas und Lateinamerikas.


Partner


Das Forschungsnetzwerk IRENE | SEE wird von der Siemens Stiftung gefördert und von der Zeppelin Universität koordiniert. Die internationale Ausrichtung wird durch die Kooperation mit Partneruniversitäten in Äthiopien (Adama Universität), Kolumbien (Universidad de los Andes), Mexiko (EGADE Business School) und Südafrika (University of Stellenbosch Business School) realisiert.
Die Projektkoordination erfolgt durch regelmäßige Treffen sowie durch virtuelle Konferenzen, welche von der Zeppelin Universität organisiert werden. Jährliche Berichte und Konferenzen gegen Ende des Programms dienen darüber hinaus dem Monitoring, der Evaluation sowie der Kommunikation des Netzwerkes und seiner Forschungsergebnisse.


Fokus


Das zunächst auf vier Jahre angelegte Forschungsnetzwerk untersucht Anwendbarkeit, Nutzen und Grenzen sowie langfristige Wirkungen von „Social Economic Empowerment“ (SEE) in ausgewählten Ländern Afrikas und Lateinamerikas. „Social Economic Empowerment“ wird dabei als der Prozess der wirtschaftlichen Selbstbefähigung durch professionelle Unterstützung verstanden. Ein verstärkter Fokus gilt dabei sogenannten „unternehmerischen Lösungen sozialer Probleme“, die insbesondere im Kontext der vielfach kritisierten traditionellen Entwicklungszusammenarbeit seit einigen Jahren als neue Hoffnungsträger diskutiert werden.


Die Forschung umfasst neben theoretischen Analysen insbesondere auch Primärdatenerhebung und evaluation in Kolumbien, Mexiko, Äthiopien und Südafrika im Rahmen von sechs lokal verankerten Dissertationen. Die Berücksichtigung der Vielfältigkeit, der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Ländern steht im Fokus des Projektes. Die Forschungsergebnisse schaffen so die Grundlage zur Entwicklung und Förderungen von Projekten, die nicht nur die spezifischen regionalen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Besonderheiten berücksichtigen, sondern auch nachhaltig sind.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Studie für die KfW Bankengruppe zur Finanzierung von Sozialunternehmen

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Im Auftrag der KfW Bankengruppe entstand im Zeitraum von Dezember 2012 bis März 2013 eine Studie zu der Finanzierung von Sozialunternehmen. Nach einer Darstellung der Finanzierungsoptionen und der Finanzierungslandschaft für Sozialunternehmen erfolgte eine Darstellung der Finanzierungsprobleme und möglicher Lösungsansätze.
Die KfW ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und mit einer Bilanzsumme von €511,6 Mrd. die größte nationale Förderbank der Welt.


Ex-Ante Evaluation für die Europäische Kommission zum Thema „Imperfections in the social investment market and options on how to address them“
Im Auftrag der Europäischen Kommission (GD Beschäftigung, Soziales und Integration) entstand im Zeitraum von März bis Oktober 2013 eine Studie zum sozialen Kapitalmarkt und möglichen politischen Handlungsoptionen. Nach einer Analyse des europäischen sozialen Kapitalmarkts und den Schwierigkeiten der Finanzierung wurden Handlungsoptionen für die Ausgestaltung eines europäischen Förderprogramms erörtert. Der Fokus lag dabei auf der Bereitstellung von Investitionen, Garantien und Spenden zur Förderung des sozialen Kapitalmarkts in Europa.
Die Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration koordiniert und trifft Maßnahmen im Rahmen der EU-Beschäftigungs- und Sozialpolitik.

Mercator Forschungsnetzwerk Social Entrepreneurship (MEFOSE)

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Organisation, Kommunikation, Finanzierung und Märkte von Sozialunternehmen unter Gesichtspunkten der Emergenz, Legitimität und Governance
Das Projekt beschäftigte sich mit der Frage nach dem Unternehmertum im Sozialen. Ausgewählte Themen waren Entstehungsumstände, organisationale Besonderheiten, Wachstumsherausforderungen und die Finanzierungsstrukturen von Sozialunternehmen. Die Forschung erfolgte sowohl theoretisch als auch empirisch mit semi-strukturieren Interviews und Fragebögen. Die Ergebnisse des Projekts können in diesem Sammelband nachgelesen werden.


Das Forschungsnetzwerk wurde von der Stiftung Mercator finanziert und vom Civil Society Center koordiniert. Weitere Projektpartner waren das Centrum für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) der Universität Heidelberg und das Center for Entrepreneurial and Financial Studies (CEFS) der TU München. Die Praxispartner waren Ashoka Deutschland und die Schwab Foundation for Social Entrepreneurship.
Das gesamte Projekt war eingebettet in den Forscherverbund „Innovatives Soziales Handeln – Social Entrepreneurship“ mit den Universitäten Bochum, Greifswald, Jacobs und Leuphana und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin.

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