Die „Zeppelin University Graduate School | ZUGS“ wurde nach erfolgreicher Akkreditierung der ZU durch den Wissenschaftsrat und der Verleihung der Promotions- und Habilitationsrechte durch das Land Baden-Württemberg am 20. Januar 2012 offiziell eröffnet. Sie bündelt alle Programme für Graduierte – also die Vollzeit-Masterstudiengänge, die teilstrukturierten Promotionsprogramme und die Habilitation in den Wirtschafts-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Auf der Eröffnungsfeier der ZUGS hielt Professor Dr. Peter Strohschneider, Vorsitzender der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der in seiner Zeit als Vorsitzender des Wissenschaftsrates bereits die institutionelle Akkreditierung der ZU begleitet hatte, den Vortrag „Irritationen. Über Selbstbezug und Fremdbezug von Wissenschaft“. Sie können diesen hier in englischer und deutscher Sprache herunterladen.
Hier ein Link zu mehr Informationen zu Promotion und Habilitation an der ZU.
Rigorosität, Riskanz, Relevanz und Resonanz Qualifikation zur Wissenschaft jenseits der Infantilisierung
Die „Zeppelin University Graduate School | ZUGS“ verpflichtet sich der methodischen Rigorosität, der thesenbezogenen Riskanz, der themenbezogenen Relevanz und der anspruchsgruppenbezogenen Resonanz der Forschung.
Die Qualität dieser Qualifikationsphase des wissenschaftlichen Nachwuchses liegt in einer Balance von Eigenständigkeit der Arbeit und einer kooperativen Förderung durch die in der Betreuungsvereinbarung vorgesehenen Promotoren sowie durch das akademische Umfeld der ZUGS und deren Partner.
II. Exzellenz und Experiment
Interdisziplinäre Experimente bei disziplinärer Exzellenz Anschlussfähigkeit durch themen- und phänomenbezogene Eigenwilligkeit: Fragen statt Fächer
Die Zeppelin Universität (ZU) als Universität zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik verfolgt seit Gründung einen interdisziplinären Ansatz. Die „Zeppelin University Graduate School | ZUGS“ verpflichtet sich der soliden disziplinären Verankerung in Verbindung mit einer Bereitschaft aller Forschenden, sich auf Fragestellungen und Perspektiven anderer Disziplinen einzulassen.
Die Forschungsverbünde und akkreditierten Forschungscluster der ZU bilden eine der institutionellen Basen zur Identifizierung interdisziplinärer Forschungsthemen für Promotionsprojekte. Es werden eigenwillige Fragestellungen abseits des Mainstreams ohne theoretischen und methodischen Dogmatismus gefördert.
III. Wirksamkeit von Wissenschaft
Gesellschaftliche Relevanz – Arenen des Austausches
Forschung mit Relevanz für die Lösung gesellschaftlicher Probleme erfährt in der ZUGS besondere Wertschätzung. Damit ist für Forschungsprojekte keine Verpflichtung, aber eine eindringliche Anregung verbunden, Empfehlungen für die Praxis von Wirtschaft, Kultur und Politik zu entwickeln.
Gesellschaftliche Relevanz entsteht sowohl in den empirischen wie in vermittlerischen Perspektivierungen der Forschung von und in Gesellschaft. Die ZUGS fördert dabei Arenen des Austausches sowohl zwischen Vertretern der Wissenschaft untereinander wie mit Anspruchsgruppen und Praxisvertretern.
III. Umgang mit Methoden
Reflexion durch Theorien- und Methodenpluralismus
Forschung setzt zunächst fundierte Kenntnisse der einschlägigen Theorien und Methoden des Promotionsfaches voraus. Das Doktorandenprogramm der ZU ist so angelegt, dass die Kandidatinnen und Kandidaten darüber hinaus Überblicke und Vertiefungen auch anderer disziplinär verankerter Theorien und Methoden kennenlernen, die für ihre Fragestellung instruktiv sind.
Die Interdisziplinarität und Vielfalt der Theorien und der Methoden schaffen die Basis für eine reflexive Verwendung der gewählten Ansätze sowie für die Entwicklung eigener Ansätze.
IV. Internationale Wissenschaft und deren Systeme
Internationale Sichtbarkeit – Vermittlung von Einsichten
Das Promotionsprogramm der ZU ist international angelegt. Professoren international renommierter Universitäten sind im wissenschaftlichen Diskurs der ZU präsent; die Doktorandinnen und Doktoranden werden ermutigt, ihre Forschungsergebnisse auf internationalen Konferenzen vorzustellen.
Ein einsemestriger Forschungsaufenthalt zum Kennenlernen eines ausländischen Wissenschaftssystems wird durch die Lehrstühle und die ZUGS entsprechend unterstützt. Eine Summer School mit internationalen Partnern ist ein zentraler Bestandteil des eigenständigen Angebots für das Promotionsprogramm.
V. Lehre für Hochschullehrerinnen und -lehrer
Kommunikative Vermittlungskompetenz
Die ZUGS qualifiziert Wissenschaftsnachwuchs mit der Perspektive einer Laufbahn als Hochschullehrer oder -lehrerin oder einer wissenschaftsbasierten Karriere in der Praxis.
Forschungsbasierte Lehre ist ein wesentlicher Teil der Wissenschaft und wird deswegen in der ZUGS und im Promotionsprogramm akzentuiert. Ziel ist die Entwicklung einer Kompetenz zur Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte. Gestützt wird diese Haltung durch Studienergebnisse, denen zufolge sich Lehrerfahrung positiv auf die Qualifikation von Nachwuchswissenschaftlern auswirkt.
Im Doktorandenprogramm der ZU wird deshalb auch ein besonderer Wert auf eine hochschuldidaktische Ausbildung und auf aktive Beteiligung in der Lehre gelegt.
VI. Qualitätsermöglichung und -sicherung
Qualität: Betreuung und Feedback
Doktoranden und Doktorandinnen stehen in kontinuierlichem Kontakt mit ihren Betreuern und sichern sich somit regelmäßiges Feedback und Qualitätskontrolle ihrer Arbeit. Eine zu Beginn gemeinsam zwischen dem Betreuer und dem Doktoranden erarbeitete Betreuungsvereinbarung bildet einen verlässlichen Rahmen, der durch regelmäßige Jahresberichte konkretisiert und fortgeschrieben wird.
Bei Erreichung von Meilensteinen – die statt in bloßen Zeitabständen in Projektphasen definiert werden – erhalten Doktorandinnen und Doktoranden ausführliches Feedback – und dies nicht nur von ihren Betreuern, sondern auch im Rahmen kollegialer Diskurse.
VII. Intellektuelle Geselligkeit für soziale Integration
Die ZUGS ist überzeugt: Intellektuelle Geselligkeit bereitet den Humus für innovative Ideen. Doktoranden und Doktorandinnen berichten über die Fortschritte ihrer Projekte. Wissenschaftler stellen Forschungsergebnisse vor. Doktoranden und Doktorandinnen organisieren Kolloquien, Seminare und Klausurtagungen.
Alle diese Aktivitäten bringen Forscher aus verschiedenen Disziplinen zusammen. Initiativen gehen von Angehörigen aller Gruppen aus. Gelegentlich auftretende Spannungen zwischen Disziplinen und wissenschaftlichen Ansätzen lösen sich auf in integrativen Ansätzen – ganz wesentlich mit (Selbst-)Ironie und Humor.
Intellektuelle Geselligkeit ist dann eine, die das Intellektuelle und das Soziale miteinander verbindet. Angehörige der ZUGS stehen mit wissenschaftlichem Rat zur Seite – und mit Empathie.