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Die ZU und ihre Studierenden


Name: Andreas Rapp
Alter: 23
Studiengang: CME
Semester: 6. Studiensemester (5 Fachsemester + 1 Forschungssemester)


Bereits in der Oberstufe begeisterte sich Andreas Rapp für Wirtschaftsfragen und unternehmerisches Denken. Eine sicherlich prägende Erfahrung war seine Teilnahme an der Initiative business@school der Boston Consulting Group. Im Rahmen des Wirtschaftswettbewerbs schaffte er mit seinem Team nach einem Sieg auf Regional- und Landesebene den Einzug ins europäische Finale, in dem er 2004 mit seiner Geschäftidee „escaria“ den dritten Platz belegte. So wundert es nicht, dass es diese Erfahrungen waren, die seine Überlegungen über ein Studium der Wirtschaftswissenschaften anregten. Direkt nach dem Abitur absolvierte er bereits ein Praktikum in der Konzernentwicklung der ARAG AG. Während des Studiums folgten Auslandspraktika bei Liebherr (USA) und der Daimler AG (Singapur).

Derzeit ist Andreas Rapp Student im fünften Fachsemester der Wirtschaftswissenschaften der ZU und neben dem Studium als Vorstand der studentischen Organisationsberatung whyknot e.V. und als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Unternehmer- und Finanzwissenschaften tätig. Ab dem dritten Semester trat er zudem als (Mit-)Initiator erweiterter Lehrformate (StudentStudies und Zusätze) im Bereich Mathematik, Ökonometrie sowie Finanz- und Kapitalmärkte auf. Zu Beginn des Jahres nahm er an der National Model United Nations 2009 UN-Simulation in New York teil; als Mitglied der Delegation der Stiftung der Deutschen Wirtschaft vertrat Rapp die Republik Ukraine in der World Trade Organization. Von Januar bis Mai 2009 wurde er für ein gebührenfreies Forschungsfreisemester in Zusammenarbeit mit dem Buchanan Institut für Unternehmer- und Finanzwissenschaften unter der Betreuung von Prof. Dr. Marcel Tyrell freigestellt. Dabei forschte er zur aktuellen Situation an den Finanzmärkten. Mit der entstandenen Forschungsarbeit belegte er gemeinsam mit vier Kommilitonen beim „Postbank Finance Award“ den dritten Platz und gewann zusätzlich den „F.A.Z. Finance Essay Award“.

Neben seinen Verpflichtungen innerhalb der Universität hat er in den letzten beiden Jahren insbesondere die Betreuung von Schüler-Teams im Rahmen des Wirtschaftswettbewerbes business@school übernommen. Als ehrenamtlicher Alumni-Betreuer unterstützt Rapp seit 2007 Gymnasien in Süddeutschland in ihren Bemühungen im Wettbewerb. Seit Mitte dieses Jahres ist er darüber hinaus auch als Juror im Rahmen der Initiative „start social“ von McKinsey engagiert. Abgesehen von seinen universitären und ehrenamtlichen Ambitionen gilt seine Leidenschaft dem Sport und dabei insbesondere den Disziplinen Rugby und Rudern. So ist er seit seinem 14. Lebensjahr Mitglied der Rugbyabteilung des TSV Handschuhsheim. Derzeit leitet er zusammen mit einem Kommilitonen eine kleine Rugby-Mannschaft an der Universität. Seit Beginn seines Studiums an der ZU begeistert er sich neben gelegentlichem Segeln in erster Linie für das Rudern beim RV Friedrichshafen. In ruhigen Minuten findet er Zeit für sein Saxofon, mit dem er seit seiner Jugend eine große Liebe zum Jazz verbindet.



| Die Zeppelin Universität hat diesmal Sie als besonders eigenwilligen Studierenden ausgewählt. Ist das in irgendeiner Weise überhaupt berechtigt?

Nun, es scheint so. Und um die Aussagekraft dieses Fragebogens nicht zu unterminieren, sollten wir dies von nun an als grundsätzliche Prämisse annehmen.

| Wenn Sie sich selbst mit sieben Worten beschreiben sollten, dann wären dies…:

Ehrlicherweise kritisch. Regelhaft verkopft. Stets gewissenhaft. Durchaus beherzt. Ungemein neugierig. Sicherlich eigenwillig. Ab und an etwas verschmitzt.

| … und die ZU in sieben Worten?

Dem Einzelnen verbunden. Definitiv einnehmend. Verhältnismäßig protestantisch. Unermüdlich dynamisch. Erfreulicherweise anregend. Bereichernd persönlich. Auf dem richtigen Weg.

| Inwieweit hat die ZU ihre Eigenwilligkeit unterstützt bzw. nicht verhindert?

Die ZU tritt dahingehend für Eigenwilligkeit ein, als dass sie den eigenen Willen engagiert zulässt. Ich verstehe diese Universität in erster Linie als einen Ort der individuellen Verwirklichung. Er ermöglicht jedem, seinen akademischen Weg zu gehen, sich in seinen Interessen zu suchen, in seiner Persönlichkeit zu finden und alles noch Bevorstehende sehr bewusst vorwärts zu treiben, ganz egal wohin es gehen soll. Je früher man dieses Potential begreift und nutzt – in meinem Falle also insbesondere die erweiterten Lehr- und Forschungsformate – desto eher wird man in seiner Eigenwilligkeit unterstützt.

| Was war Ihre wichtigste Überraschung in Ihrem bisherigen Studium?

Aus akademischer Sicht schließe ich mich wohl all den Antworten um die erweiterte Erkenntnis an: Nichts begeistert mehr als eine neue Idee, ein präzises Modell, robuste Empirie oder eine umfassende Theorie. Dennoch sind die wohl wichtigsten Überraschungen die gemeinsamen. Soll heißen, in erster Linie diejenigen Überraschungen, die aus der Interaktion mit Lehrenden oder ganz besonders den Kommilitonen entbunden werden. Ich glaube, der offene Disput und ein konstruktives Miteinander, welche anregen, bewegen und bereichern, machen immer wieder von neuem eine sehr wichtige Überraschung aus.

| Und welche Frage ist noch immer unbeantwortet?

42?

| Wem genau würden Sie von einem Studium an der ZU abraten?

Hier lehne ich mich wohl an Hesse an, der sagt: „Bildung setzt etwas zu Bildendes voraus: einen Charakter nämlich, eine Persönlichkeit.“ Sofern dieser fehlt, wird man es an der ZU schwer haben.

| … und wem eines empfehlen?

Na ja, der Umkehrschluss ergibt sich doch von selbst.

| Was dürfen wir von Ihnen noch erwarten – nach dem Studium?

Da gibt es sicher einen Plan, aber keine Prognose. Außerdem: Wer will sich da schon festlegen. Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt!






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geändert: 26.08.2009