Name: Johanna Schmidt Alter: 20 Studiengang: Communication & Cultural Management Semester: 4
[Organisieren ist ihre Leidenschaft. Als für eine würdige Abi-Feier am heimatlichen Adalbert-Stifter-Gymnasium in Passau das Geld fehlte, organisierte Johanna Schmidt kurzerhand eine große öffentliche Tanzveranstaltung. 2000 Besucher kamen, und bei 30 000 Euro Umsatz war das Geld für die große Party rasch verdient. Im vierten Semester studiert sie inzwischen an der ZU Kommunikations- und Kulturwissenschaften und bereichert die Uni mit ihrem Organisationstalent. So gehörte die leidenschaftliche Sängerin und Tänzerin zu den Mitbegründern des Uni-Chores und des Cheerleading-Teams sowie zu den Köpfen des Recruiting-Messe Career Day. Außeruniversitär engagiert sie sich für den American Field Service, der weltweit größten Austauschorganisation, und für das Parlamentarische Patenschaftsprogramm. Privat liebt Johanna Schmidt die Kunst und die Geschwindigkeit: Da beschäftigt sie sich mit Action Paintings und Kohlezeichnungen und fährt mit Begeisterung Ski oder Motorrad.]
| Die Zeppelin Universität hat diesmal Sie als besonders eigenwilligen Studierenden ausgewählt. Ist das in irgendeiner Weise überhaupt berechtigt? Ich denke, diese Universität besteht fast ausschließlich aus eigenwilligen Studierenden, sonst wäre man vermutlich nicht hier. Besonders gerechtfertigt ist es vielleicht deswegen, weil ich Dinge, die ich mir in den Kopf gesetzt habe, versuche auch in die Tat umsetzen, ohne mich beirren zu lassen. Ob das wohl immer so vernünftig ist, bleibt abzuwarten.
| Wenn Sie sich selbst mit sieben Worten beschreiben sollten, dann wären dies…: Lebensfroh, neugierig, zielstrebig, arbeitsam, fordernd, vergnügt und schusselig
| … und die ZU in sieben Worten? Fordernd, inspirierend, motivierend, unterstützend, bereichernd, abenteuerlich, kreative Lücken füllend
| Inwieweit hat die ZU ihre Eigenwilligkeit unterstützt bzw. nicht verhindert? Nicht verhindert wird die individuelle Eigenwilligkeit durch facettenreiche Entfaltungsmöglichkeiten und Gestaltungsspielräume. Dadurch, dass für studentische Initiativen und Ideen eine offene „Ja-Kultur“ herrscht, d.h. eine klare Ermöglichungskultur, würde ich sagen, dass die Universität die Eigenwilligkeit zudem auch unterstützt.
| Was war Ihre wichtigste Überraschung in Ihrem bisherigen Studium? Eine der wichtigsten Überraschungen war es, die eigenen Grenzen nicht nur zu entdecken und zu testen, sondern vor allen Dingen auch verschieben zu können.
| Und welche Frage ist noch immer unbeantwortet? Eine?... Viele! Ich entdecke jeden Tag neue Fragen…
| Wem genau würden Sie von einem Studium an der ZU abraten? Nicht empfehlen würde ich ein Studium denjenigen, die keinen Spass daran haben, die Grenzen ihres Wissens und ihrer Fähigkeiten kennen zu lernen und sich neugierig in das Experiment der Wissenschaft zu stürzen.
| … und wem eines empfehlen? Jedem der davon überzeugt ist, ein spezialisierungsfähiger Generalist werden zu wollen, und der Spaß daran hat, sich auch mal selbst zu überfordern, den Bodensee als Balsam für die Seele identifiziert hat und kein größeres Problem darin sieht, vier bis sechs Semester lang in einer kleinen Enklave von kommunikationsfreudigen Pionieren zu verbringen.
| Was dürfen wir von Ihnen noch erwarten – nach dem Studium? Eines Tages zur „Bürgeruniversität“ als eines der bisher eher seltenen, weiblichen Exemplare zurückzukehren…