Ist der Kunde CEO? Will Marketing Sie glücklich machen? Ist Identität eine Marke? Und: Wer ist eigentlich für die Marke zuständig?
„Das Marketing ist in schlechter Verfassung. Nicht die Marketingtheorie, sondern die Marketingpraxis.“ Philipp Kotler
Marketing kennzeichnet allgemein die marktorientierte Unternehmensführung in deren Zentrum die dauerhafte Befriedigung der Kundenbedürfnisse stehen sollte. Marketing geht damit weit über die klassische Absatzfunktion hinaus und ist vielmehr eine Führungsphilosophie als bloßes Verkaufsinstrument. Bei zunehmender physisch-technischer Ähnlichkeit der Produkte und Leistungen gewinnen Marken im Rahmen dieser Führungsphilosophie immer mehr an Bedeutung. Durch ihre Differenzierungskraft erlauben sie den Aufbau eines akquisitorischen Potenzials und reduzieren damit die Preiselastizität der Kunden. In der Folge realisieren Unternehmen mit markenorientierter Unternehmensführung nachhaltig Wettbewerbs- und Effizienzvorteile.
Warum gibt es Handel, und wozu? Ist er produktiv? Lässt sich seine Existenz rechtfertigen?
„Im Endeffekt schrauben die Firmen, die in Niedriglohnländern vorfabrizierten Teile in Deutschland nur noch zusammen, kleben ein „Made in Germany“-Schild auf die fertige Ware und verkaufen sie dann über den deutschen Tresen weiter in die Welt.” Hans-Werner Sinn
Geliebt oder nicht geliebt, längst spielt der Handel die zentrale Rolle in der Volkswirtschaft, er kann heute als unersetzlich gelten. Eher könnte man schon fragen, ob Produktion (in Deutschland) überhaupt noch existenzfähig ist. Zahlreiche Industrieunternehmen der Konsumgüterwirtschaft, vielleicht sogar die meisten, sind heute, gemessen an der Wertschöpfungsstruktur, nicht mehr primär Hersteller (sie ’lassen herstellen’, vornehmlich im Ausland), sondern sie sind primär Händler. Vorbei sind die Zeiten, in denen es Sinn gemacht haben mag, Studierende zu zukünftigen Vorständen von Industrie-Aktiengesellschaften ausbilden zu wollen. Es ist ihnen dringend zu raten, sich mit Handelsbetrieben und insbesondere mit Unternehmensnetzwerken in Handel, Distribution und Dienstleistung intensiv zu beschäftigen.
Wer entscheidet früher, ob Sie eine Anzeige mögen? Ihr Gehirn – oder Sie? Was hat Nasenspray mit Vertrauen zu tun? Und warum ist der teuerste Wein oft der Beste?
„New brain imaging technologies have motivated neuroeconomic studies of the internal order of the mind (…). We are only at the beginning of this enterprise, but it promises a fundamental change in how we think, observe and model decision in all its context.” Vernon Smith
Der Lehrstuhl für Marketing an der Zeppelin Universität ist der weltweit erste betriebswirtschaftliche Lehrstuhl mit einer expliziten neuroökonomischen Ausrichtung. Gegenstand der Neuroökonomie ist die Erklärung wirtschaftlich relevanten Verhaltens mit Hilfe neurowissenschaftlicher Verfahren und Erkenntnisse. Der Lehrstuhl für Marketing kooperiert auf diesem Gebiet u. a. mit der Universität Münster, dem California Institute for Technology, der London Business School, der Copenhagen Business School sowie der University of Oxford.
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Programm Fachforum "Alternativen zum Informationsparadigma der Verbraucherpolitik"

Index Bevölkerungsvertrauen

Prof. Dr. Peter Kenning ist Ansprechpartner der Schmalenbach-Gesellschaft an der ZU

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