Die Zeppelin Universität (ZU) erhält mit der „Karl Schlecht gemeinnützige Stiftung“ (KSG) einen neuen Großförderer. Der Stifter, Prof. h.c. Dipl.-Ing. Karl Schlecht, der die ZU seit der Gründung kennt, wird für die kommenden zehn Jahre durch eine achtstellige Großspende einen essentiellen Beitrag in der Führungs-lehre und -forschung leisten.
Insbesondere zwei neue Aktivitäten werden damit ermöglicht: Zum einen erfolgt noch in diesem Jahr die Gründung des „Leadership Excellence Institute Zeppelin“ (LEIZ). Zum anderen wird ein eigenständiger forschungsbasierter Master-Studiengang für angehende Führungskräfte entwickelt.
„Gute Führung als eine für alle Anspruchsgruppen integre Führung ist der wichtigste Erfolgsfaktor für ein wahrlich reiches Leben“, sagt der langjährige Familienunternehmer und Stifter Schlecht. Er weist dabei auf die besonderen Parallelen zwischen seiner unternehmerischen Philosophie und dem Ansatz der ZU hin: „Als Unternehmer weiß ich, dass Führungsexzellenz und die Fähigkeit, richtige Entscheidungen zu treffen, weit mehr ist als bloße Kompetenz in der Betriebswirtschaft – es geht um gesellschaftliche und philosophische Fragestellungen für gute Charakterbildung.“ Zentral für das wissenschaftliche wie praktische Streben nach verinnerlichter Werte-orientierung seien charakterlich begründete Aspekte wie Authentizität, Eigeninitiative, Integrität und Selbstverantwortung. „Ich bin glücklich, dass die K.S.G. in der ZU einen Partner gefunden hat, der ihre Vision teilt, die Bildung für Führungskräfte in Deutschland einen neuen Stellenwert zu verleihen.“
Das LEIZ wird seine Beiträge unter anderem zur Führungsforschung, der soziologischen und ökonomischen Management- und Organisationstheorie, zum „Integrity Management“, zu sogenannten „Governance- und Compliance-Systemen“ von marktlichen, staatlichen wie zivilgesellschaftlichen Organisationen leisten.
„Die ZU kann durch die großzügige Förderung in Forschung und Lehre auf eine neue normative Verfasstheit der Führung von Organisationen reagieren, die aus wider-sprüchlichen gesellschaftlichen Interessenlagen die besonderen Anforderungen der Integrität und Legitimität von Führungsentscheidungen adressiert“, freut sich ZU-Präsident Prof. Dr. Stephan A. Jansen für seine über 1200 Kollegen und Studierenden.
Besonders wichtig, so Jansen weiter, sind dabei die interdisziplinären, interkulturellen und intersektoralen Dimensionen der Führung im Sinne einer globalen und grenzüberschreitenden Beziehungsfähigkeit zwischen Unternehmen und anderen Organisationen.
„Wir sind stolz, dass ich mit Karl Schlecht einen der großen Philanthropen und Unternehmer Deutschlands als Förderer für das neue Institut gewinnen konnte“, sagt der Vorstandsvorsitzende der ZU-Stiftung, Ernst Susanek, langjähriger Chef der Zeppelin Gruppe in Garching/München und seit diesem Jahr Kuratoriumsmitglied der K.S.G. „Die jetzige Finanzkrise zeigt einmal mehr, wie wichtig Werte- und Nachhaltigkeitsorientierung in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind.“
Susanek betont, dass hiermit erneut eine der großen privaten Bildungsspenden der deutschen Nachkriegsgeschichte an eine Privatuniversität ergeht: „Gerade eine langfristig vorfinanzierte Privatuni wie die ZU bietet privaten Spendern gute Voraussetzungen, die Nachwuchsförderung und die Forschung in hocheffektiver Form zu realisieren.“
Die Forschung des LEIZ wird einen ausgeprägten Anwendungsbezug für Wirtschaft und Gesellschaft haben: ob Unternehmen, öffentliche Verwaltung oder Zivilgesellschaft. Der vom LEIZ ab 2013 angebotene „Executive Master in Leadership Excellence“ wird sich auf diese Forschung des Instituts stützen können.
Hintergrund
Karl-Schlecht-Stiftung (KSG)
Die Karl-Schlecht-Stiftung (KSG) wurde als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gleichzeitig mit der Familienstiftung KSF im Oktober 1998 von Karl Schlecht gegründet. Sie hat ihren Sitz in Aichtal bei Stuttgart. Die KSG hielt bis Januar 2012 99 Prozent der Aktien der Putzmeister Holding GmbH. Ende Januar 2012 wurden sämtliche Anteile der Putzmeister Holding GmbH an die Sany Heavy Industry Co. Ltd. verkauft. Der Erlös dieser Transaktion ging zu 100 Prozent den Karl Schlecht Stiftungen zu. Die KSG verfügt daher künftig über ein Vermögen von mehreren Hundert Millionen Euro. Stiftungszweck der KSG ist mehr denn je die Förderung von Wissenschaft und Forschung für Exzellenz im Berufsleben, von Bildung und Erziehung, die Förderung interkultureller Vorhaben und Einrichtungen sowie des Umweltschutzes in Form mehrerer Projekte.
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"Als Unternehmer weiß ich, dass Führungsexzellenz und die Fähigkeit, richtige Entscheidungen zu treffen, weit mehr ist als bloße Kompetenz in der Betriebswirtschaft – es geht um gesellschaftliche und philosophische Fragestellungen für gute Charakterbildung."
Prof. h.c. Dipl.-Ing. Karl Schlecht, Familienunternehmer und Stifter
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