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ZEPPELIN-Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftstheorie und -politik | Profil

Der Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Jarko Fidrmuc hat an der Zeppelin Universität seine Arbeit als neuer Inhaber des ZEPPELIN-Lehrstuhls für Internationale Wirtschaftstheorie und -politik aufgenommen. Fidrmuc kommt nach Stationen unter anderem an der Comenius-Universität Bratislava und der Ludwig-Maximilians-Universität München aus Wien an den Bodensee.

„Ich freue mich auf die Arbeit an der ZU, nachdem sich Angebot und Nachfrage entsprochen haben“, sagt Jarko Fidrmuc zu seinem Wechsel an den Bodensee, „und weil mich angewandte Forschung und Lehre in den Bereichen Wirtschaft und Politik (und Kultur) immer sehr interessiert haben.“

Fidrmuc, geboren 1968 in Bratislava (Slowakei), absolvierte zunächst ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der University of Economics in seiner Heimatstadt sowie an der Universität Wien, bevor er 2000 an der Universität Wien promoviert wurde. In seiner Doktorarbeit befasste er sich mit der Integration Osteuropas in die Europäische Union unter besonderer Berücksichtigung struktureller Veränderungen des EU-Handels mit Osteuropa. Nach einer Tätigkeit am Institut für Höhere Studien in Wien und unter anderem als Berater der Weltbank für die Slowakeiwirkte er auch als Lektor und Dozent am Lehrstuhl für Angewandte Mathematik und Statistik an der Comenius-Universität Bratislava mit, wo er sich zum Thema Analyse ausgewählter Fragen der ökonomischen und monetären Integration habilitierte. Im Jahr 2005 wurde er als Professor für Politische Ökonomie mit Schwerpunkt Osteuropa an die Volkswirtschaftliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München berufen.

Seit zwölf Jahren ist Fidrmuc, der die slowakische wie die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, zudem in der Abteilung für Auslandsanalysen der Österreichischen Nationalbank in Wien tätig. Zudem war er Research Fellow unter anderem an der China Foreign Affairs University in Peking, an der Karlsuniversität in Prag, am National Institute für Public Finance and Policy in Neu Delhi (Indien) sowie am Robert-Schuman-Centre des European University Institute in Florenz. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in Fragen der Europäische Integration, der Globalisierung sowie der Finanzierung kleiner und mittelständischer Unternehmen, Haushalte und Banken, der empirischen Analysen des Außenhandels, der Integration, Globalisierung und Wirtschaftszyklen, darunter die Position der Schwellenländer in Osteuropa und Asien. In der Lehre befasst er sich darüber hinaus mit Internationaler Wirtschafts- und Währungspolitik sowie Internationaler Ökonomie.

„Einen international ausgewiesen wie erfahrenen Forscher zu den politökonomischen Analysen der Wirtschaftszyklen in wichtigen europäischen und asiatischen Schwellenländer brauchten wir am Bodensee – dringend sogar“, freut sich ZU-Präsident Professor Dr. Stephan A. Jansen auch mit Blick auf den neuen interdisziplinären Studiengang „Sociology, Politics & Economics | SPE“.



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geändert: 12.05.2011